..., das auf dem Cover von Nirvanas “Nevermind” abgebildet ist, ist heute 17 oder 18 und kleidet sich dezent Grunge-mäßig. Das gibt Gelegenheit, über dieses ikonische Motiv noch einmal nachzudenken. Wirklich frappierend ist die völlige Misslungenheit. Wenn man sich das ganze Kurt-Cobain-Brimborium einmal wegdenkt, was würde uns dieses Cover sagen? Das vage antikapitalistische, ziemlich alberne Motiv in einem grellen Türkis, verbunden mit dem merkwürdigen Schwabbelschriftzug des Albumnamens? Soll auf diesem Wege ein ernsthaftes Anliegen vermittelt werden, ist das Ganze irgendwie düster oder handelt es sich nicht doch eher um die Ikonographie einer hedonistischen Sauf- und Metalband? Die Ausstrahlung von Mittelmäßigkeit ist (rückblickend) so enorm, dass man die Übersteigertheit des folgenden Albumdesigns (Fleisch! Engel! Nacktheit! Geburt! Tod!) schon fast als notwendige Korrektur zu akzeptieren bereit ist. Zumindest für diesen Fall scheint die These, dass Plattencover so wahnsinnig viel über eine Ära erzählten und deswegen im mp3-Zeitalter irre was verlorenginge, einigermaßen widerlegt.
[via elektrosmog]
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plattencoverMontag, 14. Januar 2008
Das Baby...
Geschrieben von ja_be
um
18:48
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