1.
Alexander Rodtschenko im Martin-Gropius-Bau, Berlin
Lohnt sich.
2.
Einar Schleef im alten Centrum-Kaufhaus, Halle
Im Gegensatz zu Rodtschenko, den die mit allen Wassern der bildungsbürgerlichen Distinktion gewaschenen antimateur-Leser mit Sicherheit auf dem Schirm haben und der sich völlig problemlos dem Diskurs “Sowjetische Avantgarde - schade, dass Stalin sie plattgemacht hat” einverleiben lässt, ist Schleef als Maler weniger bekannt. Böse Zungen raunen, dass die Hallenser die oben gezeigte Beschriftung des Ausstellungsgebäudes als Werbung eines lokalen Fassadenanstreichers interpretieren könnten. Das wäre schade, denn Schleefs Gemälde und Zeichnungen (es sind ziemlich viele - ein richtiger Feuilletonist hätte jetzt natürlich die genaue Zahl zur Hand) lassen sich zwar schwer irgendwie zuordnen, sind aber umso toller. Brachiales Pathos, das - wie in seinen Büchern - immer nur von Schleef selber handelt und so vermeidet, den Einzelnen zum Bestandteil einer ästhetischen Inszenierung zu reduzieren. Leiden, Trauer, Verzweiflung. Muss man nicht mögen, sollte man aber, insbesondere, wenn man vor der ganz grandiosen Wirkung des Ausstellungsorts, der genauso aussieht, wie ein leerstehendes Kaufhaus im Dunkeln eben aussieht, nicht die Augen verschließt. Das Ganze gibts noch bis zum 20. Juli und müsste bis dahin, wenn alles mit rechten Dingen zugeht, von allen dies lesenden Menschen besucht worden sein.


Kommentare
Mi, 19.11.2008 21:43
MPvKgU bnmknkmpridj, zszueokcjrbe, [l [...]
Mi, 19.11.2008 20:23
Da die Forschung sich bezüglich der Krähentaxonomie [url=http://de.wikiped [...]
Mi, 19.11.2008 14:43
Ich hätte aufgrund der Beheimatung des Vogels auf einen corvus corone schi [...]
Mo, 03.11.2008 17:31
Vierfüßige offenbar. Ich habe mir das gerade nochmal angeschaut und bin no [...]