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Montag, 3. Dezember 2007
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Nein, ich bin auch nicht der Meinung, dass die Welt unbedingt weitere Bücher über krass drauf seiende, perspektivlose Jugendliche braucht. Und ja, gelegentlich langweilt es, wie sie auch hier ficken, Drogen nehmen, Blut vergießen und KRASS drauf sind. Wenn man den Umschlagtext liest, packt einen das kalte Grauen: “In einer völlig neuen Sprache, die kreativ mit Regeln spielt, gelingt Dorota Masłowska ein ganz erstaunliches, zwischen poetisch und schmutzig, nostalgisch und rebellisch changierendes Porträt der Subkultur in einer heutigen polnischen Stadt.” Trotzdem hat mich “Schneeweiß und Russenrot” beeindruckt und (zwecks Fortsetzung der Lektüre) den einen oder anderen Umweg mit der U-Bahn nehmen lassen. Die Sprache (der innere Monolog eines krassen Ihr-wisst-schon) ist vielleicht nicht “völlig neu”, aber tatsächlich originell, in sich schlüssig und gelegentlich ziemlich komisch. Die Art, wie bestimmte Motive (die weiß-rote Flagge, die Russenfeindschaft, der ominöse “Zdzisław Sztorm”) immer wieder aufgegriffen werden, macht den Weg durch Blutkotzescheißesperma für den Leser etwas
unterhaltsamer und ist ziemlich gekonnt. Und (das darf glaube ich in keiner Besprechung dieses Buches fehlen und fehlt auch hier nicht): Die Autorin war erst 18, als sie das geschrieben hat. Krassomat. Lediglich einen anderen deutschen Titel hätte man sich gewünscht: Auf polnisch heißt das Buch Wojna polsko-ruska pod flagą bialo-czerwoną [Der polnisch-russische Krieg unter weißroter Fahne], was nicht nur gut klingt, sondern auch einen Bezug zum Text hat, wohingegen die deutsche Fassung einfach nur Banane ist. Kennt jemand, der/die hier mitliest, das Buch? Mich würden mal andere Urteile interessieren. Das ist auch fast der Hauptgrund, warum ich das hier schreibe, denn eigentlich scheinen mir Blog und Buchrezension nicht so wirklich zueinander zu passen.
Geschrieben von ja_be
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20:08
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Mittwoch, 17. Oktober 2007
2000plus
Das erste Mal wurden mir die Abgründe des mir doch über lange Jahre verbundenen Turnsports bewusst, als ein unter dem Decknamen „Michael“ agierender Bekannter sich wiederholtermaßen über sein „persönliches Cannae“ am sogenannten Königsgerät echauffierte und damit für allerlei erheiterte Gemüter sorgte: dem Unterschwung am Reck, damals im Sportunterricht in der Schule. Wir erinnern uns. Nun, Jahre später, stocke ich erneut und frage mich in der Tat, ob alles in dieser Sportart mit rechten Dingen zugeht. Zumindest in Bezug auf die vom Niedersächsischen Turnerbund herausgegebenen Publikationen, hier dem NTB-Magazin 10/2007:
Was folgt als nächstes? Völkerschlacht bei Leipzig jetzt auch mit Markenzeichen Bewegungskita? Schlacht bei Tannenberg jetzt auch Mitglied im Kinderturnclub? Schlacht bei Waterloo tanzt jetzt den Turntigertanz? Ach, aber dieses Beispiel verballhornten ja schon ganz andere. Wie dem auch sei, ich melde mich jetzt erst mal bei „Well + Fit – eine Woche für Frauen“ an. Vielleicht sind auch einige „Hochaltrige“ dabei, diejenigen also, die man früher einmal die „Generation 50plus“ nannte. Danach belege ich noch schnell den Kurs „Fit im Kopf und überhaupt“, bevor ich dann am Jahn-Gedenklauf teilnehme und zu guter Letzt einen Kranz am Grabe des Turnvaters in Freyburg niederlege. Turner, auf zum Streite!
Varusschlacht jetzt auch mit DTB Pluspunkt.Gesundheit
Die Gemeinde Schwagstorf liegt nur einen Steinwurf von jenem Gelände entfernt, auf dem der römische Feldherr Varus neusten Erkenntnissen zufolge die vernichtende Niederlage erlitten hat. 2000 Jahre später hat nun der SV Schwagstorf den DTB Pluspunkt.Gesundheit des Deutschen Turnerbundes – gleichzeitig auch die Dachmarke „Sport pro Gesundheit“ des Deutschen Sportbundes und der Bundesärztekammer – durch den Oberturnwart Friedrich Kompa verliehen bekommen.
Was folgt als nächstes? Völkerschlacht bei Leipzig jetzt auch mit Markenzeichen Bewegungskita? Schlacht bei Tannenberg jetzt auch Mitglied im Kinderturnclub? Schlacht bei Waterloo tanzt jetzt den Turntigertanz? Ach, aber dieses Beispiel verballhornten ja schon ganz andere. Wie dem auch sei, ich melde mich jetzt erst mal bei „Well + Fit – eine Woche für Frauen“ an. Vielleicht sind auch einige „Hochaltrige“ dabei, diejenigen also, die man früher einmal die „Generation 50plus“ nannte. Danach belege ich noch schnell den Kurs „Fit im Kopf und überhaupt“, bevor ich dann am Jahn-Gedenklauf teilnehme und zu guter Letzt einen Kranz am Grabe des Turnvaters in Freyburg niederlege. Turner, auf zum Streite!
Geschrieben von fr_br
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18:52
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Mittwoch, 10. Oktober 2007
Ikonoklasmus
Da es sich, spätestens die jüngste Layoutänderung brachte es an den Tag, bei der Redaktion der FAZ um einen Haufen weichgespülter Kulturrelativisten und defätistischer Kryptoliberaler handelt, empfehle ich dringend, die Zeitung in die Hände derjenigen zu legen, die von Konservativismus wirklich noch etwas verstehen und also den Leserbriefen fünf statt bisher einer Seite einzuräumen. Hier melden sich Leute zu Wort, die schreiben können und, entgegen den Geboten des nivellierenden Zeitgeists, auch vor einer gewissen Drastik nicht zurückschrecken:
, beklagt ein Leser, während ein anderer sich nicht scheut, persönlich zu werden:
Am eindrucksvollsten aber vielleicht die Drohung eines Dritten, die mich auch mein Projekt einer konservativen Reader’s Edition noch einmal überdenken lässt:
Lediglich die Vokabel “Krethi und Plethi”, die die großen Vereinfacher vor dem Altar des Publikumsgeschmacks doch ganz gut charakterisiert hätte, habe ich vergeblich gesucht.
Nun haben Sie in den letzten Jahren - zunächst etwas halbherzig - das Erscheinungsbild unserer Zeitung etwas verändert und haben die Unverwechselbarkeit und sympathisch-idiosynkratische Note dafür auf dem Altar des Publikumsgeschmacks geopfert. Optisch spielt es ab heute kaum noch eine Rolle, welche Zeitung man aufblättert. Bezeichnenderweise spricht Werner D’Inka im Leitartikel des 5. Oktobers vom “Plebiszit”, und ich brauche nicht auszuführen, welche Konnotationen diesem Begriff innewohnen
, beklagt ein Leser, während ein anderer sich nicht scheut, persönlich zu werden:
Man wird schockierter Zeuge eines journalistischen Harakiri. (...) Adieu, unvergessliche F.A.Z., vielgeliebt, zuweilen auch hassgeliebt! Fast waren wir süchtig nach Dir. Heute, am Tage Deiner Selbstverstümmelung, nehmen wir traurigen Abschied.
Am eindrucksvollsten aber vielleicht die Drohung eines Dritten, die mich auch mein Projekt einer konservativen Reader’s Edition noch einmal überdenken lässt:
Vielleicht hätten die Herausgeber statt Bacons erneuerungsfroher Maxime besser das Ende des Philosophen beherzigt: Er starb - so wird überliefert - an den Folgen eines Experiments.
Lediglich die Vokabel “Krethi und Plethi”, die die großen Vereinfacher vor dem Altar des Publikumsgeschmacks doch ganz gut charakterisiert hätte, habe ich vergeblich gesucht.
Geschrieben von ja_be
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18:09
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Donnerstag, 4. Oktober 2007
Dokument des Elends
Martin Mosebach, Michael Kleeberg, Véronique Olmi, Marcus Braun, A.L. Kennedy, Sarah Kirsch, Rada Biller, Christof Hamann, Jay McInerney, Annette Pehnt, Steven Carroll, Paul Auster, Sibylle Berg, Thomas Brussig, Bodo Kirchhoff, Martin Walser, John von Düffel, etliche Autoren einer mediokren spanischen Provinz, die gerne Kulturnation wäre, und als einziger Lichtblick eine Jakob-van-Hoddis-Werkausgabe, die sich bei näherem Hinsehen als Neuauflage einer schweizer Edition von 1987 entpuppt - ein düstereres Bild vom hiesigen Literaturbetrieb als das, was das Zeit-Literaturheftchen zeichnet, ist schwer vorstellbar.
Geschrieben von ja_be
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18:39
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Sonntag, 9. September 2007
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Meine Freude, Sensationelles zu melden, wird ein wenig getrübt durch ein schlechtes Gedächtnis, das den Nutzwert des Gemeldeten doch arg herabsetzt. Aber trotzdem: Der überaus großartige Mark Z. Danielewski liest irgendwann (im Oktober) im Festsaal Kreuzberg zu Berlin. Anlass ist die (für sich genommen schon sensationelle) Übersetzung seines House of Leaves ins Deutsche; Karten kosten 9 Euro und können im Buchladen Otherland in der Bergmannstraße gekauft werden, z.B. Dienstags bei Jakob.
Geschrieben von ja_be
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17:47
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Donnerstag, 23. August 2007
Ars Amatoria
Aus dem neuen Roman von Robert Menasse zitiert die Süddeutsche Zeitung (von gestern) in ihrer Besprechung Folgendes:
Danach hätte die Rezension eigentlich auch zu Ende sein können, denn dass das besprochene Produkt nicht mehr als peinlichstes Hirngewichse des alternden Intellektuellen sein kann, ist sonnenklar. Man kann ja nun den Literatenmännchen jenseits der 50 schlecht verbieten, über Sex zu schreiben, und niemand wird bestreiten, dass das fast so schwierig ist wie der Sex selber. Gerade deswegen aber gilt es, ganz grundsätzliche Regeln einzuhalten, deren Verletzung auch den lustvollsten Text zu verkrampfter Genitalprosa macht:
1. “Masturbieren” ist, wenn überhaupt, ausschließlich intransitiv zu gebrauchen.
2. Die Verbindung “Ficken”+Konjunktiv geht niemals, nirgends, unter keinen Umständen, auf gar keinen Fall.
Die Schönheit und Weisheit des Zölibats verstand ich zum ersten Mal, als Christa Chili-Schoten zwischen den Händen zerrieb, mich danach masturbierte und schließlich wünschte, dass ich sie - um es mit ihren Worten zu sagen - in den Arsch ficke.
Danach hätte die Rezension eigentlich auch zu Ende sein können, denn dass das besprochene Produkt nicht mehr als peinlichstes Hirngewichse des alternden Intellektuellen sein kann, ist sonnenklar. Man kann ja nun den Literatenmännchen jenseits der 50 schlecht verbieten, über Sex zu schreiben, und niemand wird bestreiten, dass das fast so schwierig ist wie der Sex selber. Gerade deswegen aber gilt es, ganz grundsätzliche Regeln einzuhalten, deren Verletzung auch den lustvollsten Text zu verkrampfter Genitalprosa macht:
1. “Masturbieren” ist, wenn überhaupt, ausschließlich intransitiv zu gebrauchen.
2. Die Verbindung “Ficken”+Konjunktiv geht niemals, nirgends, unter keinen Umständen, auf gar keinen Fall.
Geschrieben von ja_be
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18:12
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Freitag, 27. Juli 2007
Lebende Leichname ähnlich den Vampiren
Schön ist ja, dass sich Ende der sechziger Jahre in der Übersetzung von Fanons ‘Die Verdammten dieser Erde’ noch eine Fußnote zur Erläuterung des Wortes “Zombies” findet...
Geschrieben von fr_br
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18:49
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Donnerstag, 19. Juli 2007
Ein Gleiches
Wielands Hamlet ruft III, 2, 191 “Wurmsaamen, Wurmsaamen!” (wormseed) statt: “Wermut!” (wormwood).
Stadler (s.u.), S. 43.
Geschrieben von ja_be
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16:16
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Ein Gleiches
Das ganz gebräuchliche “den” für “even, evening” = Abend scheint Wieland für eine Abkürzung von “dinner” gehalten zu haben. Sein Mercutio begrüßt (Rom. II, 4, 116) die Amme mit: “Ein gutes Mittag-Essen geb euch Gott” statt mit: “Schönen guten Abend” (God ye good den).
Stadler (s.u.), S. 43.
Geschrieben von ja_be
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16:12
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Übersezerey
Fehler wie sie Lessing im 3. Literatur-Brief an Palthens Gray als typisch für die Übersetzungen aus dem Englischen aufgezeigt hatte, grobe Verwechslungen ähnlich lautender Worte und Formen sind auch bei Wieland nichts seltenes und führen mitunter zu den merkwürdigsten Entstellungen. So wird etwa in H4A. III, 1, 163 “cate” = Speise mit “cat” = Katze verwechselt, und Percy sagt von Glendower statt: “Viel lieber Lebt’ ich bei Käs’ und Knoblauch in der Mühle, Als dass ich schmaust’ (feed on cates) und hört’ ihn immer reden Im besten Lustschloß in der Christenheit” (Schlegel) bei Wieland: “Ich wollte lieber .. bei Käs und Knoblauch in einer Windmühle leben, und weit von ihm seyn; als Kazen fressen, und seinem Geschrey zuhören, in irgend einem Sommerhaus in der Christenheit”. Nicht minder wunderbar ist das Misverständnis, das ihm Tim. III, 6, 95 unterläuft. Timon, die falschen Freunde mit warmem Wasser bewirtend, schließt, auf die zugedeckten Schüsseln weisend, seine Ansprache mit den Worten: “Deckt auf, Hunde, und leckt!” (Uncover, dogs, and lap). Durch den Kursivdruck der Warburtonschen Ausgabe verführt, diese Worte als szenische Bemerkung anzusehen, hielt Wieland “lap” = lecken für gleichbedeutend mit “lap-dog” = Schooshund und kam zu der abenteuerlichen Übersetzung: “Man dekt auf und alle Schüsseln sind mit Hunden von verschiedner Gattung angefüllt”.
Ernst Stadler: Wielands Shakespeare. Straßburg 1910, S. 41f.
Geschrieben von ja_be
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15:52
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Dienstag, 3. Juli 2007
~
Altpreußische Kneipenphilosophie
(Bei dem Exemplar, das (als Eigentum meiner Bibliotheksnachbarin) neben mir liegt, heißt die Idealistenkneipe noch “Zun ewigen Frieden”, das muss dann irgendwann berichtigt worden sein).
(Bei dem Exemplar, das (als Eigentum meiner Bibliotheksnachbarin) neben mir liegt, heißt die Idealistenkneipe noch “Zun ewigen Frieden”, das muss dann irgendwann berichtigt worden sein).
Geschrieben von ja_be
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15:19
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Sonntag, 1. Juli 2007
Der Kanon
Die deutschsprachige Literatur ist schlechter als ihr Ruf. Damit meine ich nicht nur das gegenwärtige GrassWalserKlagenfurt-Elend: Macht man sich einmal vorurteilslos ein Bild, erscheinen auch vermeintliche Heroen wie (sagen wir) Thomas Mann oder Robert Musil als die Schwätzer, die sie sind. Von Realismus-Langweilern wie Fontane ganz zu schweigen. Dass Goethe völlig überbewertet ist, weiß sowieso jeder. Und auch der angebliche Gegenkanon mit Arno Schmidt, Thomas Bernhard und Jean Paul hält einen höchstens eine halbe Stunde wach. Im Grunde genommen muss man nur zehn Bücher besitzen:
1. “Geschwister Tanner” von Robert Walser;
2.-8. die sieben Romane von Friedrich Glauser;
9. (optional, für Begüterte:) den “Kühlpsalter” von Quirinus Kuhlmann;
10. den Sammelband “Aber hier leben? Jugendliche schreiben über den Prenzlauer Berg”.
Da Sie die Punkte Eins bis Neun sicher schon abgearbeitet haben, erlauben Sie mir, Ihr Augenmerk auf Punkt Zehn zu lenken. Dieses famose Büchlein ist trotz des lifestyligen Titels für die Ewigkeit gemacht. Es enthält unterhaltsame Texte, schicke Fottos, ein von mir mitverfasstes Vorwort und ein von der weltberühmten Künstlerin Evelin gemaltes Titelbild. Im Gegensatz zu den anderen kanonischen Werken haben Sie die Möglichkeit, die Erstausgabe zu erwerben, ohne sich finanziell zu verausgaben: Für glaube ich unter zehn Euros und unter Nennung der ISBN-Nummer 3-933149-40-1. Also, worauf warten Sie noch?
1. “Geschwister Tanner” von Robert Walser;
2.-8. die sieben Romane von Friedrich Glauser;
9. (optional, für Begüterte:) den “Kühlpsalter” von Quirinus Kuhlmann;
10. den Sammelband “Aber hier leben? Jugendliche schreiben über den Prenzlauer Berg”.
Da Sie die Punkte Eins bis Neun sicher schon abgearbeitet haben, erlauben Sie mir, Ihr Augenmerk auf Punkt Zehn zu lenken. Dieses famose Büchlein ist trotz des lifestyligen Titels für die Ewigkeit gemacht. Es enthält unterhaltsame Texte, schicke Fottos, ein von mir mitverfasstes Vorwort und ein von der weltberühmten Künstlerin Evelin gemaltes Titelbild. Im Gegensatz zu den anderen kanonischen Werken haben Sie die Möglichkeit, die Erstausgabe zu erwerben, ohne sich finanziell zu verausgaben: Für glaube ich unter zehn Euros und unter Nennung der ISBN-Nummer 3-933149-40-1. Also, worauf warten Sie noch?
Geschrieben von ja_be
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13:38
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Dienstag, 15. Mai 2007
Hinkende Vergleiche 2
Der Präsident von Schalke 04 nach dem Spiel in Dortmund im Interview mit der sz:
“So etwas wie am Samstag, das hätte ich nie für möglich gehalten. So viel Hass und Häme. Wir regen uns über den Fanatismus im Nahen Osten auf, aber das gibt es leider auch hier in Deutschland bei einem gewöhnlichen Fußballspiel”
Geschrieben von ti_dr
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19:03
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Montag, 7. Mai 2007
Hinkende Vergleiche
Es gibt Vergleiche, die zu einem Erkenntnisgewinn oder einer Veranschaulichung wenig beitragen. Deshalb tut man gut daran, Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen. Schließlich ist ja beides Obst. Auch der Vergleich von Fortbewegungsart (zu Fuß) und Wegstrecke (übern Berg) gilt als nicht zulässig. Ganz zu schweigen vom Kälteunterschied zwischen nachts und draußen.
Nun hinken diese Vergleiche ja noch recht harmlos und tun keinem weh. Dass es auch anders geht, zeigt die aktuelle Ausgabe der MieterZeitung, die mit der überaus undifferenzierten Einleitung ihrer Titelgeschichte Die soziale Stadt ein Beispiel der härteren Gangart liefert:
Nun hinken diese Vergleiche ja noch recht harmlos und tun keinem weh. Dass es auch anders geht, zeigt die aktuelle Ausgabe der MieterZeitung, die mit der überaus undifferenzierten Einleitung ihrer Titelgeschichte Die soziale Stadt ein Beispiel der härteren Gangart liefert:
Als im Herbst 2005 in Frankreich Autos und Barrikaden in den tristen Vorstädten von Paris brannten, hieß es: “Das kann bei uns in Deutschland nicht passieren.” Verdrängt waren Vorfälle wie Rostock-Lichtenhagen oder die Mainacht-Unruhen in Berlin-Kreuzberg.
Geschrieben von to_sc
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19:20
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Dienstag, 3. April 2007
what the world needs now
Einen Marineoffizier mit Statur
Geschrieben von ja_be
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Kommentare
Mi, 06.08.2008 22:30
Yeah, three days a week, don’t need no sleep. To all the chicks on the tri [...]
Mo, 21.07.2008 23:24
Aber gibt es von ihm auch eine Aufnahme mit Peter Alexander wie diese? htt [...]
Mo, 21.07.2008 21:49
Das ist der David Allen Coe, der [*]als großer Songwriter gilt, e [...]
Do, 17.07.2008 13:31
Schade, dass die Uhr rechts im Bild nicht auf fünf vor zwölf steht. Vilele [...]