(Ernst Krüger: Heimat am Pruth. Erinnerungen an Mariental, Bessarabien. Mit Beiträgen von Albert Wutzke, Eduard Klotzbücher und Emmanuel Krämer. Salzgitter 1990)
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Freitag, 28. März 2008
Us & Them (II)
(Ernst Krüger: Heimat am Pruth. Erinnerungen an Mariental, Bessarabien. Mit Beiträgen von Albert Wutzke, Eduard Klotzbücher und Emmanuel Krämer. Salzgitter 1990)
Geschrieben von ja_be
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Us & Them (I)
(Heimatbuch der Bessarabiendeutschen. Im Auftrage des Hilfskomitees der evangelisch-lutherischen Kirche aus Bessarabien e.V. Hannover und der Landsmannschaft der Bessarabiendeutschen e.V. Stuttgart bearbeitet und herausgegeben von Pastor Albert Kern. Hannover 1976)
Geschrieben von ja_be
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17:23
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Sonntag, 24. Februar 2008
Zugfahrten durch die Mark Brandenburg
Geschrieben von ja_be
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Donnerstag, 17. Januar 2008
The way we walk
“Für den Weg vom S-Bahnhof zur F.-Straße brauchen Sie im scharfen Stechschritt zehn Minuten.”
Geschrieben von ja_be
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Dienstag, 27. November 2007
Richtigstellung
Geschrieben von ja_be
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20:47
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Mittwoch, 21. November 2007
Darmstadt
Das (auch touristische) Zentrum der Stadt bildet ein kleiner See, in dessen Mitte sich ein höchst aktiver Vulkan befindet. Er bricht alle 30 Minuten aus, was alle Häuser in der Innenstadt ins Wanken bringt, und erzeugt eine Fontäne von (glücklicherweise nur) heißem Wasser. Um den See und den Vulkan haben die Darmstädter ein apartes Gebäude errichtet, das touristische und medizinische Funktionen vereint. Die Decke ist etwas zu niedrig, sodass sie bei den Ausbrüchen von der Fontäne erreicht wird. Aus diesem Grund ist dort der Putz abgebröckelt; das einzige Manko des ansonsten sauber und freundlich wirkenden Gebäudes. Direkt neben dem Vulkan befindet sich der Eingang zu einer berühmten Grotte. Wer dorthin will, muss sich einfach in ein Loch im Boden fallen lassen. Die Verwaltung der liberalen Stadt verbietet es niemandem, dies zu tun; sie ermuntert aber auch ausdrücklich nicht dazu, da in der Grotte eine nur hier heimische Spezies der Grottenmotten lebt.
Geschrieben von ja_be
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11:55
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Sonntag, 2. September 2007
Charlotte (16): Bautzen statt Balaton - so überstand ich den Ungarn-Knast
Soll ich euch erst der Drangsal Kunde sagen,
die deutsches Land so oft aus Osten traf?
In fernster Mark hießt Weib und Kind ihr beten:
“Herr Gott, bewahr uns vor der Ungarn Wut!”
die deutsches Land so oft aus Osten traf?
In fernster Mark hießt Weib und Kind ihr beten:
“Herr Gott, bewahr uns vor der Ungarn Wut!”
Derzeit ist ja allerorten zu lesen, dass in Ungarn Hakenkreuz, Pfeilkreuz und der rote fünfzackige Stern verboten sind. Als ob das irgendetwas erklären würde. Wenn die ungarische Polizei dieses Verbot auch durchsetzt, bleibt völlig unklar, warum man nicht jeden Tag in den Zeitungen vom Schicksal der 16-jährigen Mädels lesen kann, die nichtsahnend mit ihrem dunkelblauen Shirt mit rotem Stern die Grenze überqueren. Noch in Hegyeshalom oder Rajka wird ihnen von grimmigen Grenzern der iPod aus dem Ohr gerissen: Ohne Manu Chao müssen Sie dann vor einem Militärtribunal aussagen (natürlich nur auf ungarisch) und werden anschließend in den finstersten magyarischen Bau verfrachtet, wo sie dann lange auf die Intervention durch das auswärtige Amt warten. Wo ist die Bildzeitung, wenn man sie braucht?
Geschrieben von ja_be
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11:36
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Sonntag, 19. August 2007
Aus meinem Leben (Teil 2)
Sie: Junger Mann, warten Sie mal! Ihr Autokennzeichen (sie schaut noch einmal nach), OH, was bedeutet denn das?
Ich: Das bedeutet “Ostholstein”.
Sie (als wäre ihr einiges klargeworden): Aaaah ja...
Ich: Das ist so Fehmarn und die Ecke.
Sie: Sieht man ja nicht so häufig hier in Berlin. Ist ja auch ein Stück weg.
Ich: Ich bin aber auch nicht von da, das ist nur ein Firmenwagen.
Sie: Ach, Sie sind also aus Berlin?
Ich: Ja genau, nur die Firma ist von da.
Sie (nach einigem Nachdenken): Najaaa, macht ja nichts, macht ja nichts, kann ja nicht jeder aus, äh (ein weiterer Blick aufs Kennzeichen), OH sein.
Ich: Das bedeutet “Ostholstein”.
Sie (als wäre ihr einiges klargeworden): Aaaah ja...
Ich: Das ist so Fehmarn und die Ecke.
Sie: Sieht man ja nicht so häufig hier in Berlin. Ist ja auch ein Stück weg.
Ich: Ich bin aber auch nicht von da, das ist nur ein Firmenwagen.
Sie: Ach, Sie sind also aus Berlin?
Ich: Ja genau, nur die Firma ist von da.
Sie (nach einigem Nachdenken): Najaaa, macht ja nichts, macht ja nichts, kann ja nicht jeder aus, äh (ein weiterer Blick aufs Kennzeichen), OH sein.
Geschrieben von ja_be
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17:12
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Montag, 9. Juli 2007
Ghettos
Neben Knut sind dilettantische Möchtegern-Rapper so etwas wie die Penaten und Laren dieses Blogs. Einem Ober-Stulli aus diesem Metier, dem singenden und klingenden Feingeist King Orgasmus One, hat die seit dem Ende der NRW-Lokalausgabe offenbar übelst ins Straucheln geratene taz jetzt mit der gebotenen Offenherzigkeit porträtiert. Nach wie vor will sich bei mir da das Entsetzen nicht so richtig einstellen, weil es von einer stets wachsenden Ladung Ungläubigkeit bezwungen wird. Vermutlich Ausdruck meiner gesellschaftlich abgehobenen Position (die Jugend in den Ghettos von Lankw- und Steglitz fehlt halt), aber das KANN doch niemand ernst nehmen? Ganz symbolisch findet diese Entfremdung von der wild fickenden und mordenden Jugendkultur darin Ausdruck, dass die Rappers jetzt die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, in dem ich meine vergleichsweise beschauliche Kindheit verbrachte, abknallen wollen . Die Existenz der jährlichen Blockflötenkonzerte im Marstall wäre damit akut gefährdet, und mirnichtsdirnichts würde aus dem beschaulichen Landkreis, dessen gefestigte soziale Struktur mir den kometenhaften Aufstieg in das Zentrum der Macht ermöglichte, ein zweites - horribile dictu - ARNSBERG. Ich mein ja nur.
Geschrieben von ja_be
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18:18
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Mittwoch, 2. Mai 2007
Bodenturner
Keine kulturwissenschaftliche Wende ist so abgegrast, dass man nicht noch eine Konferenz dazu veranstalten könnte. Diese goldene Regel bestätigt sich im Hinblick auf den Spatial Turn gerade aufs Schönste:
“Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff” heißt die Veranstaltung, die irgendwann Mitte Mai (bei Interesse bitte selber googeln) in Meersburg stattfindet. Da ich zum einen nicht weiß, wo Meersburg zu verorten ist und zum zweiten der eigentliche Ort der A.v.D.-H., nämlich der hier, nicht gewürdigt wird, werde ich ihr fernbleiben, obwohl einige ganz interessante Leuteauftreten performen vortragen.
“Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff” heißt die Veranstaltung, die irgendwann Mitte Mai (bei Interesse bitte selber googeln) in Meersburg stattfindet. Da ich zum einen nicht weiß, wo Meersburg zu verorten ist und zum zweiten der eigentliche Ort der A.v.D.-H., nämlich der hier, nicht gewürdigt wird, werde ich ihr fernbleiben, obwohl einige ganz interessante Leute
Geschrieben von ja_be
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11:12
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Donnerstag, 15. März 2007
(Ill.)
Geschrieben von ja_be
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18:55
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Sonntag, 7. Januar 2007
Nachtfahrt-Nachtrag
Neulich vergessen bei den Sehenswürdigkeiten des Havellandes: Die Papierfabrik zwischen Döberitz und Premnitz. Zumindest, wenn es sich wirklich um eine Papierfabrik handelt (ich bin mir da nicht ganz sicher), ist dieser Nachtrag aber gerechtfertigt, denn Papierfabriken sind Kathedralen der Imagination. Es heißt zwar Das Mädchen aus der Streichholzfabrik (Tulitikkutehtaan tyttö), aber P.s hat man sich sicher ähnlich vorzustellen: Bekopftuchte Frauen mit von Säure zerfressenen Unterarmen, die in Zellulosekübeln waten. Thomas Bernhard schrieb auch glaube ich mal zum Thema, in Beton oder so, wobei er die harten Günter-Wallraff-mäßigen Fakten aber vermissen liess. Da empfiehlt sich ein Recherchebesuch in
1. D-09509 Pockau - Wernsdorfer P.,
2. D-08324 Bockau - P. Bockau,
3. RUS-238710 Neman - Nemanskij Zelljulozno-bumažnyj Kombinat.
Erstere Orte spuckte mein Routenplanerprogramm aus, letzterer fand sich auf der Rückseite eines sowjetisch anmutenden Schulhefts, wobei die Nennung einer Homepage darauf hoffen lässt, die dortige P. noch in Betrieb vorfinden zu können.
Diese unvollständige, wirre Aufzählung von Assoziationen wäre noch unvollständiger (und weniger wirr), wenn ich die Erwähnung eines mir aus eigener Anschauung bekannten Ortsteils unterließe. Das wäre dann rein vom Namen her auch eine schöne Postanschrift: J.B., Straße der DSF 1, 16259 Falkenberg-Papierfabrik. Hiermit möchte ich schließen.
1. D-09509 Pockau - Wernsdorfer P.,
2. D-08324 Bockau - P. Bockau,
3. RUS-238710 Neman - Nemanskij Zelljulozno-bumažnyj Kombinat.
Erstere Orte spuckte mein Routenplanerprogramm aus, letzterer fand sich auf der Rückseite eines sowjetisch anmutenden Schulhefts, wobei die Nennung einer Homepage darauf hoffen lässt, die dortige P. noch in Betrieb vorfinden zu können.
Diese unvollständige, wirre Aufzählung von Assoziationen wäre noch unvollständiger (und weniger wirr), wenn ich die Erwähnung eines mir aus eigener Anschauung bekannten Ortsteils unterließe. Das wäre dann rein vom Namen her auch eine schöne Postanschrift: J.B., Straße der DSF 1, 16259 Falkenberg-Papierfabrik. Hiermit möchte ich schließen.
Geschrieben von ja_be
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00:42
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Sonntag, 10. Dezember 2006
Nachtfahrt
In Brandenburg, einer der schönsten Städte des gleichnamigen Bundeslandes, ist so etwas wie “Die lange Nacht des Shopping”, und Jugendliche in Camouflagelook, dessen Tarnwirkung durch die rote Zipfelmütze etwas zunichte gemacht wird, streifen in großen Scharen durch ansonsten eher leere Alt- und Neustadtgassen. Gerne würde man verweilen, doch weiter gehts durch BRB-Görden und BRB-Butterlake Richtung Norden, wo die Jugendlichenkonzentration jetzt etwas geringer sein dürfte als sonst. Die meisten Ampeln sind schon ausgeschaltet, und nur wenige schicken ihr übertrieben grelles Grün als hämischen Gruß durch den Rückspiegel. Die wenigen Orte an der B 102 sind schnell durchquert, zumal meist auf die Aufstellung eines Ortsschildes verzichtet wurde. So etwa in Gapel, das nur aus zwei Straßen zu bestehen scheint, die beide - nunja - “Gapel” heißen (Anderenorts leistet man sich wenigstens eine Straße der Jugend). Aber ein von Rathenow kommender Bus endet hier, manchmal kommt er einem entgegen. Die Straße läuft direkt an der gerade sanierten und schon von der Schließung bedrohten Regionalbahnstrecke entlang (“komm in den totgesagten zug und schau”, geht der Bildungsbürger mit mir durch). In Mögelin gibt es neben dem Bahnhof ein verfallenes Gebäude, wo ich gerne abhängen würde, wenn ich ein Mögeliner Jugendlicher wäre. Diese sind jedoch nicht zu sehen, vielleicht haben sie die am Gebäude affichierten Veranstaltungshinweise (das “Crazy” in Friesack wirbt hier für die im wöchentlichen Wechsel stattfindenden Tequila-, Erotik- und 99Cent-Parties) auf andere Gedanken gebracht. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Rathenow, früher als Stadt der Optik, jungem Gemüse vielleicht eher als Austragungsort der diesjährigen Landesgartenschau bekannt. Biber soll es hier geben, ein hübsches Backsteinprunkgebäude, vielleicht das Rathaus, gibt es definitiv, und die Jugend trifft sich unter der Rampe, die zum Parkdeck des Einkaufszentrums Berliner Straße führt. Ziemlich überraschend kommt mir eine Art Love-Parade-Wagen entgegen, der eigentlich nur aus dem östlich der Stadt liegenden Waldgebiet kommen kann. Frenetischer Billigtechno. Im Wald gibt es viel Wild und viele Unfälle, wie viele Hinweisschilder warnen. Rehe sind die Tiere, die uns Menschen vors Auto laufen.
Geschrieben von ja_be
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01:28
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Kommentare
Mi, 06.08.2008 22:30
Yeah, three days a week, don’t need no sleep. To all the chicks on the tri [...]
Mo, 21.07.2008 23:24
Aber gibt es von ihm auch eine Aufnahme mit Peter Alexander wie diese? htt [...]
Mo, 21.07.2008 21:49
Das ist der David Allen Coe, der [*]als großer Songwriter gilt, e [...]
Do, 17.07.2008 13:31
Schade, dass die Uhr rechts im Bild nicht auf fünf vor zwölf steht. Vilele [...]