Artikel mit Tag Ditisunsabalinwa
Mittwoch, 20. Februar 2008
Nicht nur, sondern auch
Nicht nur, dass die deutsche und manchmal auch internationale Presse seit geraumer Zeit durch bald tägliche Berichterstattung die ganze Welt über Neukölln und das tägliche Leben dort ausführlich informiert, sondern auch umgekehrt zeigt sich dem Neuköllner häufig das Weltgeschehen in seinem Kiez: Kaum hatte der Kosovo am vorigen Sonntag seine Unabhängigkeit erklärt, konnte man Autos auf der Sonnenallee beobachten, deren Insassen die albanische Flagge aus dem Fenster wehen ließen und die Unabhängigkeit feierten, als ob gerade die Damenstaffel des Kosovo bei der an diesem Tag zu Ende gehenden Biathlon-Weltmeisterschaft eine vom Start weg ungefährdete Goldmedaille gewonnnen hätte.
Dienstag, 5. Februar 2008
DER DEUTSCHEN KUNST
Museumsinsel. Durch die Bauzäune sieht man die Alte Nationalgalerie mit o.g. Aufschrift. Zwei englischsprachige Touristen.
T1 (auf die Aufschrift deutend): What does that mean?
T2 (eine Weile überlegend, dann): A place for the arts.
T1 (auf die Aufschrift deutend): What does that mean?
T2 (eine Weile überlegend, dann): A place for the arts.
Geschrieben von ja_be
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Sonntag, 11. November 2007
Vor dem Mediamarkt in Spandau
Drei Jungs in unterschiedlichen Coolheitsgraden, ein Girl.
Mittelcooler Junge: Kennt Ihr schon das neue Album von den Ärzten?
Die Antworten signalisieren Unkenntnis, aber auch geringes Interesse. Der mittelcoole Junge muss sich gut überlegen, jetzt fortzusetzen, denn anders als der uncoole Junge, der vielleicht unbeirrt weiterreden würde, hat er noch etwas zu verlieren. Es ist ihm jedoch, man merkt es, von großer Bedeutung, und er fährt fort:
Das ist nämlich ein Lied drauf, das genau unsere Situation beschreibt. Wirklich absolut genau.
Der uncoole Junge und das Girl sind jetzt doch etwas aufmerksamer. Der coole Junge jedoch:
Du musst mal das Buch “Die Leiden des jungen Werther” lesen. Dann weißt Du, wie unsere Situation ist.
Mittelcooler Junge: Kennt Ihr schon das neue Album von den Ärzten?
Die Antworten signalisieren Unkenntnis, aber auch geringes Interesse. Der mittelcoole Junge muss sich gut überlegen, jetzt fortzusetzen, denn anders als der uncoole Junge, der vielleicht unbeirrt weiterreden würde, hat er noch etwas zu verlieren. Es ist ihm jedoch, man merkt es, von großer Bedeutung, und er fährt fort:
Das ist nämlich ein Lied drauf, das genau unsere Situation beschreibt. Wirklich absolut genau.
Der uncoole Junge und das Girl sind jetzt doch etwas aufmerksamer. Der coole Junge jedoch:
Du musst mal das Buch “Die Leiden des jungen Werther” lesen. Dann weißt Du, wie unsere Situation ist.
Geschrieben von ja_be
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14:45
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Mittwoch, 7. November 2007
Fatih Akin
Ort: Fußgängerampel. Dramatis personae: Er, Sie. Beide sich auf den gegenüber wartenden Kumpel beziehend.
SIE: Häh, stand er nicht eben noch auf der anderen Seite?
ER: Dann müssten wir aber auch auf der anderen Seite gestanden haben.
SIE: Wieso?
ER (geduldig): Na, wenn er auf der anderen Seite ist, dann wäre er ja auf unserer Seite, und dann würden wir ja auf der gleichen Seite stehen wie er, was wir aber nicht getan haben. Wir wollen ja jetzt gerade über die Ampel gehen, damit wir wieder auf der selben Seite wie er stehen.
SIE: Ich versteh Berlin nicht.
SIE: Häh, stand er nicht eben noch auf der anderen Seite?
ER: Dann müssten wir aber auch auf der anderen Seite gestanden haben.
SIE: Wieso?
ER (geduldig): Na, wenn er auf der anderen Seite ist, dann wäre er ja auf unserer Seite, und dann würden wir ja auf der gleichen Seite stehen wie er, was wir aber nicht getan haben. Wir wollen ja jetzt gerade über die Ampel gehen, damit wir wieder auf der selben Seite wie er stehen.
SIE: Ich versteh Berlin nicht.
Geschrieben von ja_be
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17:29
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Sonntag, 5. August 2007
~
Er (aufgeregt): Hallo, junger Mann, haltense mal!
Ich: Ja?
Er: Is dit n Kieler Kennzeichen, wasse da ham?
Ich: Ja?
Er: Nuissesjasoditichunmeinefraunächstewochenachflensburg-
wollenundahaickmirjefrachtnimmstedalieberdemtunneloder-
nimmsteihmnichunmeinefrauhatoochjesachtditseditnichweeß...
Ich: Tut mir leid, da kann ich Ihnen nicht helfen. Das Auto ist zwar aus Kiel, aber ich war da noch nie.
Er: Ach, dit isn Firmenwagen wa?
Ich: Ja, genau.
Er: Balina?
Ich: Sozusagen.
Er: Achsojafaschteheickdachtemirjanurweilwawolltenjaoochdem-
wohnwagenmitnehmunddaisditdennjaimmadiefrare...
Ich: Ja, tut mir leid.
Er: Naja, denn nochn schönen Ahmd, wa?
Ich: Ja, Ihnen ooch.
Ich: Ja?
Er: Is dit n Kieler Kennzeichen, wasse da ham?
Ich: Ja?
Er: Nuissesjasoditichunmeinefraunächstewochenachflensburg-
wollenundahaickmirjefrachtnimmstedalieberdemtunneloder-
nimmsteihmnichunmeinefrauhatoochjesachtditseditnichweeß...
Ich: Tut mir leid, da kann ich Ihnen nicht helfen. Das Auto ist zwar aus Kiel, aber ich war da noch nie.
Er: Ach, dit isn Firmenwagen wa?
Ich: Ja, genau.
Er: Balina?
Ich: Sozusagen.
Er: Achsojafaschteheickdachtemirjanurweilwawolltenjaoochdem-
wohnwagenmitnehmunddaisditdennjaimmadiefrare...
Ich: Ja, tut mir leid.
Er: Naja, denn nochn schönen Ahmd, wa?
Ich: Ja, Ihnen ooch.
Geschrieben von ja_be
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12:51
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Donnerstag, 26. Juli 2007
Aufregenbogen
Alles scheint perfekt geplant: Jetzt, da weder “Spritztour” noch homophobe Wortakrobaten den wachsamsten Hund aus dem Sommerloch zu locken vermögen, setzt Bezirksbürgermeisterin Wanjura zum Angriff auf die Schurkenspitze an.
Eigentlich glaub ich ja an das Gute im Menschen und weder Wolfgang Schäuble nochBono Vox Phil Collins können nicht mit einer zweiten Chance rechnen. Wer aber so etwas mies verlogenes sagt:
Und sich dazu auch noch, vom Fraktionssprecher mit fadenscheinigsten Argumentattrappen sekundieren lässt, darf meinetwegen in der Hölle schmoren und dort mit G-Hot Stadt-Land-Fluss spielen.
Eigentlich glaub ich ja an das Gute im Menschen und weder Wolfgang Schäuble noch
“Wir sind 365 Tage im Jahr tolerant, nicht nur an diesem einzigen.”
Und sich dazu auch noch, vom Fraktionssprecher mit fadenscheinigsten Argumentattrappen sekundieren lässt, darf meinetwegen in der Hölle schmoren und dort mit G-Hot Stadt-Land-Fluss spielen.
Geschrieben von ti_dr
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11:25
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Mittwoch, 20. Juni 2007
Währenddessen
Geschrieben von ch_we
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06:57
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Freitag, 15. Juni 2007
~
Aus der Reihe: “Firmen, die ihr Werbekonzept überdenken müssen, wenn das mit der verdammten Klimaerwärmung so weiter geht”
Geschrieben von ja_be
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15:05
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Sonntag, 27. Mai 2007
Die dritte deutsche Diktatur...
...ist die des Samba. Wie sich das für totalitäre Systeme gehört, ist ein U-Bahnhof gesperrt. Die guten Deutschen, mit Caipi versehen und mit Plastikblumen bekränzt, denken bei der Durchfahrt, dass das ja enorm an die DDR erinnert. Ein Schauer läuft ihnen über den verschwitzten Rücken. Dann sehen sie die auf den Bänken des Bahnhofs frühstückenden BVG-Mitarbeiter.
Geschrieben von ja_be
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18:45
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Dienstag, 15. Mai 2007
TU Live Crew?
Die Jura und “WiWi”-StudentInnen der TU sind zwar ein Haufen ausgebuffter Connaisseurs und Connaisseuses, wenn es um Feiern des Semesterbeginns in schon gewürdigtem stillvollem Ambiente geht, mit dem AStA der Uni Bielefeld können sie allerdings nicht mithalten. Dort wird es verstanden, Spaß und Ernst zu kombinieren und ich tippe mal, dass die Lange Nacht der Wissenschaften dagegen ein Kindergeburtstag bleiben wird. Schade, dass ich Mittwoch verhindert sein werde.
Wenigstens bleibt mir die Hoffnung auf die noch ausstehenden Kulturveranstaltungen der (nicht mehr tau-) frisch gewählten StudentenvertreterInnen vom Ernst-Reuter-Platz. Erste Recherchen versprechen noch viel Spaß, zumal manche/r ReferentIn für jeden zu haben zu sein scheint. Ich glaub, es ist bestimmt schon viertel vor zwölf.

Wenigstens bleibt mir die Hoffnung auf die noch ausstehenden Kulturveranstaltungen der (nicht mehr tau-) frisch gewählten StudentenvertreterInnen vom Ernst-Reuter-Platz. Erste Recherchen versprechen noch viel Spaß, zumal manche/r ReferentIn für jeden zu haben zu sein scheint. Ich glaub, es ist bestimmt schon viertel vor zwölf.

Geschrieben von ti_dr
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10:51
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Freitag, 4. Mai 2007
~
Mensakassiererin, nachdem jugendlicher Schnösel mit einer offenbar wohlaufgeladenen Mensakarte bezahlt hat:
“Du hast aba vill Jeld! Schon wat vor am Wochenende?”
“Du hast aba vill Jeld! Schon wat vor am Wochenende?”
Geschrieben von ja_be
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16:00
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Donnerstag, 3. Mai 2007
Mondänitäten
Liebe „mondäne Partycrowd“,
wenn ihr im “Reich und Schön” das nächtens wieder mal so richtig zu „Preisen wie in den 70ern“ abfeiern geht, fällt es euch da nicht auf, dass die Mittelstands-Attribute „reich“ und „schön“ nicht mit dem Zweitslogan „billich und will ich“ zusammenpassen? Nun gut, die Party mit dem „Best of 70s, dem Pop der 80er, Old School sowie aktuellen Dancefloor Hits“ ist vielleicht ganz geil, und immerhin muss man dank der „Türpolitik“ nur Leute mit gefälligem „Gesamterscheinungsbild“ ertragen, gut gut. Aber bitte, Resident Star DJ Reeno klingt für mich doch eher nach Schuhladen denn nach sophisticated. Womit wir wieder beim Eingangsproblem wären...also, was ich eigentlich sagen wollte: Paris Hilton wird man hier wohl niemals antreffen. Nur das hinterher keiner enttäuscht ist...
wenn ihr im “Reich und Schön” das nächtens wieder mal so richtig zu „Preisen wie in den 70ern“ abfeiern geht, fällt es euch da nicht auf, dass die Mittelstands-Attribute „reich“ und „schön“ nicht mit dem Zweitslogan „billich und will ich“ zusammenpassen? Nun gut, die Party mit dem „Best of 70s, dem Pop der 80er, Old School sowie aktuellen Dancefloor Hits“ ist vielleicht ganz geil, und immerhin muss man dank der „Türpolitik“ nur Leute mit gefälligem „Gesamterscheinungsbild“ ertragen, gut gut. Aber bitte, Resident Star DJ Reeno klingt für mich doch eher nach Schuhladen denn nach sophisticated. Womit wir wieder beim Eingangsproblem wären...also, was ich eigentlich sagen wollte: Paris Hilton wird man hier wohl niemals antreffen. Nur das hinterher keiner enttäuscht ist...
Geschrieben von fr_br
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10:07
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Donnerstag, 12. April 2007
Mehr hatte das First Life nich zu bieten
Er: Mitte Fünfzig, leicht verwahrlost aussehend
Sie: Mitte Dreißig, Fleischereifachverkäuferin bei Kaisers
Er: Hey Süße, wie jehts?
Sie: Och naja, jeht so.
Er: Na, heut mussit doch jut jehn, bei dit schöne Wetta.
Sie: Ja, schönit Wetta heut.
Er [dämonisch zwinkernd]: Süße, wir faschtehn uns.
Sie: Mitte Dreißig, Fleischereifachverkäuferin bei Kaisers
Er: Hey Süße, wie jehts?
Sie: Och naja, jeht so.
Er: Na, heut mussit doch jut jehn, bei dit schöne Wetta.
Sie: Ja, schönit Wetta heut.
Er [dämonisch zwinkernd]: Süße, wir faschtehn uns.
Geschrieben von ja_be
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Samstag, 31. März 2007
A 100
Geschrieben von ja_be
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Donnerstag, 29. März 2007
-
Kinderladen “This is Kreuzberg. Not Neukölln.” e.V.
Geschrieben von ja_be
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Kommentare
Mi, 06.08.2008 22:30
Yeah, three days a week, don’t need no sleep. To all the chicks on the tri [...]
Mo, 21.07.2008 23:24
Aber gibt es von ihm auch eine Aufnahme mit Peter Alexander wie diese? htt [...]
Mo, 21.07.2008 21:49
Das ist der David Allen Coe, der [*]als großer Songwriter gilt, e [...]
Do, 17.07.2008 13:31
Schade, dass die Uhr rechts im Bild nicht auf fünf vor zwölf steht. Vilele [...]