Donnerstag, 30. Juli 2009
Wachsam bleiben!
Ein neuer Pynchon-Roman ist erschienen, und eigentlich wollte ich mich freuen. Spät, beinahe zu spät, fiel mir dieses Dokument in die Finger, das mich über die finst’ren Implikationen des Vorgängerwerks informierte. Ich habe “Against The Day” seinerzeit mit großer Begeisterung gelesen und damit wohl unbewusst zum Siegeszug des US-Imperialismus beigetragen. Passen Sie auf, dass es Ihnen nicht ähnlich ergeht!
Sonntag, 12. Juli 2009
Doomy und gloomy
Ausnahmsweise mal nur ein Link. Ich habe zwar keine Ahnung, worum es bei dieser Sache geht, aber wie es aussieht, wird sich die Welt irgendwie ändern oder so.
Geschrieben von ja_be
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13:30
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Donnerstag, 28. Mai 2009
Back then they couldn't - now they can
Heute mal eine andere Art von Verharmlosung, die weniger gemütlich daherkommt als die bisher hier zu bestaunende und zum Glück nicht von mir stammt, sondern vom Weimarer Oberbürgermeister Stefan Wolf (der, falls das denn derselbe ist, schon als Autor der “TKKG”-Bücher nicht wirklich ein Händchen für Political Correctness hatte). Anlass ist der bevorstehende Besuch von Barack Obama in Weimar, der dort folgendes vorhat:
So weit, so gut, möchte man sagen: Wenn man auf seiner Deutschlandreise nur wenig Zeit hat, scheint das KZ in unmittelbarer Nähe zur Kultstätte des zu NS-Zeiten fröhlich weiterwurschtelnden Bildungsbürgertums ein ganz geeigneter Ort, um einen Eindruck von Land und Leuten zu bekommen. Das übliche “Wir haben doch von nichts gewusst” klang wohl von wenigen Orten so unglaubwürdig wie aus Weimar. Das hat auch dessen OB verstanden und geht beim Versuch, sein selbstverliebtes Kaff im Schwarzlicht der deutschen Geschichte mal so richtig glänzen zu lassen, entsprechend weniger verschämt, manche sagen unverschämt, vor:
[q]
Der US-Präsident kommt vor allem deshalb nach Weimar, weil er die Gedenkstätte Buchenwald besuchen möchte. Das KZ Buchenwald mit seinen Außenlagern war das erste Lager, das die amerikanische Armee auf ihrem Vormarsch 1945 befreite. Die Bilder von Buchenwald haben die westlichen Vorstellungen von dem, was Nationalsozialismus bedeutet, bis heute geprägt. Barack Obamas Wunsch, Buchenwald zu sehen, hat auch einen persönlichen Hintergrund: Sein Großonkel Charlie Payne gehörte zur 3. US-Armee und war dabei, als am 6. April 1945 das Außenlager in Ohrdruf befeit wurde.
So weit, so gut, möchte man sagen: Wenn man auf seiner Deutschlandreise nur wenig Zeit hat, scheint das KZ in unmittelbarer Nähe zur Kultstätte des zu NS-Zeiten fröhlich weiterwurschtelnden Bildungsbürgertums ein ganz geeigneter Ort, um einen Eindruck von Land und Leuten zu bekommen. Das übliche “Wir haben doch von nichts gewusst” klang wohl von wenigen Orten so unglaubwürdig wie aus Weimar. Das hat auch dessen OB verstanden und geht beim Versuch, sein selbstverliebtes Kaff im Schwarzlicht der deutschen Geschichte mal so richtig glänzen zu lassen, entsprechend weniger verschämt, manche sagen unverschämt, vor:
Weimar freut sich riesig auf Präsident Barack Obama! Sein Besuch in Buchenwald und Weimar zeigt, welche unglaublich große Bedeutung Weimar in der ganzen Welt hat. An diesem Symbol- und Lernort der deutschen Geschichte kommt man einfach nicht vorbei!
[q]
Geschrieben von ja_be
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17:59
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Sonntag, 2. November 2008
~
Dass Umweltschutz nicht selten etwas ausgesprochen Reaktionäres an sich hat, wissen wir, etwa von den Grünen, wo in den Anfangsjahren so mancher stramm Nationaler mitmischte. Während solche Verbindungen hierzulande aber eher verschwiegen werden und allenfalls im Hintergrund wirksam sind, sind die USA bereits einen Schritt weiter:
[via Sociological Images, das wiederum via Goncourt]
[via Sociological Images, das wiederum via Goncourt]
Geschrieben von ja_be
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11:18
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Mittwoch, 22. Oktober 2008
Juliya
Während andere via Spam-Mail das bisschen Geld, was sie nicht haben, verwalten, spiele ich mit dem Gedanken, diese Form der unaufgeforderten Kontaktaufnahme zur Reorganisation meines Privatlebens zu nutzen. Und weil’s so schön ist, ungekürzt:
Hallo! Du bist verwundert, diesen Brief zu bekommen? Du hast den Fragebogen auf der Web-Seite der Bekanntschaften FreundScout24 oder SinglesFreenet? Ich erinnere mich genau nicht. Aber es ist nicht wichtig. Das Wesentliche dass hast du meinen Brief bekommen. Im ersten Brief werde ich dir kurz uber mich erzahlen. Im Folgenden werde ich dir uber mich mehr und ausfuhrlicher schreiben. Ich bitte die Verzeihungen fur meinen deutsch. Ich bemuhe mich nur, deutsch besser zu studieren. Ich denke dass mein deutsch kein Problem fur unseren Verkehr wird.
Warum schreibe ich dem deutschen Mann? Ich versammle mich, in Deutschland sehr kurz danach anzukommen. Ich habe das Visum und das Geld fur die Reise in Deutschland. Und ich suche die neuen Freunde und auch will ich die Liebe finden. Moglich kann ich den geliebten Mann in Kurzem finden. Ich denke dass ich glucklich in Deutschland werde.
Meinen Namen Juliya. Ich die russische Frau. Ich befinde mich in Spanien in diesen Moment. Aber ich bin geboren worden und wohnte in Kasachstan. Es ist eine ehemalige Republik Sovestkaja. Meine Grossmutter war Deutsche. Sie hatte den deutschen Nachnamen “Meinzer”. Es ist sehr viel russische Deutschen lebten und leben in Kasachstan. Ich denke du weisst das.
Ich bin zu Spanien aus Kasachstan ein halbes Jahr ruckwarts angekommen. Ich lebe bei alteren Schwester. Die Schwester und ihr Mann sind zu Spanien angekommen, zu leben und zu arbeiten. Es war vor einigen Jahren. Er hat sie aus Kasachstan nach der Hochzeit ergriffen. Der Mann die Schwester ist halb der Este und der Deutsche. Er lebte in Baltischen Landern fruher. Sie wollen in Spanien fur immer bleiben. Ich will in Deutschland ankommen. Wir haben die Eltern nicht. Unsere Eltern sind in der Autokatastrophe umgekommen wenn ich Kind war. Es ist eine traurige Geschichte.
Mir 28 Jahre. Viele Leute denken dass ich die schone Frau. Ich weiss nicht. Moglich es so. Ich denke du kannst es sehen. Ich werde dir die Fotografien im nachsten Brief schicken. Was du mich noch wissen willst? Ich denke dass du viel Fragen haben wirst. Ich werde mich bemuhen, ausfuhrlich auf alle deinen Fragen zu antworten.
Es ist sehr schwer, die Liebe und das Gluck in unserer Welt zu finden. Und es ist das Internet moglich wird mir helfen, den guten Mann zu finden. Moglich es du?
Ich will dass du ehrlich und aufrichtig mit mir bist. Keine Spiele bitte. Ich werde glucklich sein, in Deutschland anzukommen und sich mit dir im realen Leben zu umgehen. Bitte antworte mir. Du wirst mich am meisten glucklichst machen. Ich werde deinen Brief warten
Ich schreibe den Brief aus dem Internet des Cafes. Es ist offentlich e-mail. Schreibe die Antwort auf meinen personlich e-mail.
Meinen personlich e-mail: juliyadg@yahoo.es
Kuss
Juliya
Dienstag, 21. Oktober 2008
Medienkompetenz und Finanzkrise
Wie wahrscheinlich jeder von uns habe ich in den letzten Tagen hektisch versucht, mein Anlage-Portfolio neu zu sortieren, um weiterhin von Renditesteigerung und Mitnahmeeffekten zu profitieren. Bisher war mein Favorit zwar das sollzinsbasierte Dispositionssparen der örtlichen Sparkasse mit unschlagbaren 13%, doch jetzt drängt ein neuer Player auf den Markt, bei dem vor allem Sicherheit groß geschrieben wird.
Im Ordner für Finanztipps und schnellen Sex meines Email-Anbieters fand ich gerade folgendes Versprechen:
Schutzbedürftig, wie ich mich fühlte, musste ich sofort “Hier” klicken und stellte Dort fest, dass Sicherheit im Netz (und darüber hinaus) nicht nur ein Privileg der Jungs aus dem Computerclub bleiben muss:
Im Ordner für Finanztipps und schnellen Sex meines Email-Anbieters fand ich gerade folgendes Versprechen:
Sehr geehrte Kunde DAB Bank!
Wir verbreiten Kennwort nie. Tauschen Sie Ihren Kennwort jede ein Paar Monate.
Seien Sie sicher, dass Ihr Computer von den Programmen des Anti-Virus, der Sicherheit und des Schutzes von anti-spyware erneuert wird.
Laden Sie unsere letzte Software, um zu helfen, Ihren Eingang ins Internet
zu schutzen Hier>>
Blanca Currie.
2008 Mannschaft der Unterstutzung der DAB Bank.
Schutzbedürftig, wie ich mich fühlte, musste ich sofort “Hier” klicken und stellte Dort fest, dass Sicherheit im Netz (und darüber hinaus) nicht nur ein Privileg der Jungs aus dem Computerclub bleiben muss:
- Starten Sie die Auslastung, klicken Sie auf das beladene Archiv CITIDigicertx.509
Unser Autoinstallationssystem macht eine Montage Ihrer neuen Instrumente des Schutzes genauso leicht wie 1-2-3. Jetzt ist Ihr Privatleben vollstaendig geschuetzt. Danke fuer Ihre Aufmerksamkeit!
Geschrieben von ti_dr
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17:37
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Montag, 19. Mai 2008
Creative Commons
Geschrieben von ja_be
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12:13
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Samstag, 17. November 2007
Wenn Hitler den 2. Weltkrieg gewonnen hätte,
wäre das erstens nur der lustigen Multikultitruppe namens Wehrmacht zu verdanken gewesen. Zweitens hätte dieser Artikel praktisch genau so erscheinen können.
Geschrieben von ja_be
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16:58
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Freitag, 22. Juni 2007
Tip
Okay Freunde, falls jemand unter Euch (man weiß ja nie, wer das hier so liest) mal irgendwelche Geständnisse per Folter aus mir rauszuquetschen wünscht: Einfach das Verhörzimmer mit dieser Tapete tapezieren. Das geht schnell, Ihr macht Euch nicht die Hände schmutzig, ich wäre hinterher zwar ein geistiges Wrack, aber immerhin noch körperlich intakt, und der deutschen Design-scène wäre auch geholfen.
[via]
[via]
Geschrieben von ja_be
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19:41
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Freitag, 30. März 2007
Probleme mit Antifaschismus und Titten
1. Antifaschismus scheint für die Lübecker Junge Union keine Selbstverständlichkeit zu sein. Der Kreisvorsitzende Carsten Grohmann sieht sich nicht in der Lage, Teil eines gesamtgesellschaftlichen Bündnisses gegen einen Naziaufmarsch zu sein. Und das, obwohl sogar die Mutterpartei mit dabei ist.
2. Frauen in der Bürgerschaft scheinen für die Lübecker Junge Union keine Selbstverständlichkeit zu sein. Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Oliver Fraederich soll sich gegenüber Kolleginnen mit der Äußerung “Ihr seid doch nur wegen eurer Titten in der Bürgerschaft” hervorgetan haben.
Mal ganz ehrlich, gibt es da draußen irgendjemanden, der einen Menschen kennt, der zugleich in der Jungen Union ist und auch noch irgendwie sympathisch rüberkommt?
2. Frauen in der Bürgerschaft scheinen für die Lübecker Junge Union keine Selbstverständlichkeit zu sein. Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Oliver Fraederich soll sich gegenüber Kolleginnen mit der Äußerung “Ihr seid doch nur wegen eurer Titten in der Bürgerschaft” hervorgetan haben.
Mal ganz ehrlich, gibt es da draußen irgendjemanden, der einen Menschen kennt, der zugleich in der Jungen Union ist und auch noch irgendwie sympathisch rüberkommt?
Geschrieben von to_sc
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18:59
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Freitag, 23. März 2007
Nazis (1-3)
Schon seit längerem bekannt ist, dass der Faschist als solcher nicht ausschließlich in Springerstiefeln und ohne Haare daherkommt. Wir wissen von der Unterwanderung einer uramerikanischen Freizeitsportart durch (üble) Nazis, und auch der faschistische Subtext scheinbar harmloser Kochrezepte ist uns nicht verborgen geblieben. Die Erkenntnis, dass sogenannte Heiden oder Neopaganisten oder wie immer sie sich nennen mögen, teilweise nach rechtsaußen tendieren, vermag nun erst recht niemanden mehr hinter dem Ofen hervorzulocken. Um so erfreulicher, dass auch auf diesen (vermeintlichen!) Nebenschauplätzen der Kampf gegen Rechts mit Vehemenz ausgetragen wird, wenngleich der notwendige Ernst ein wenig zu fehlen scheint: Nazi Polytheists, fuck off!
Geschrieben von ja_be
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17:47
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