Mittwoch, 7. Mai 2008
Wiese
Sonntag, 2. März 2008
Good Night and Good Luck
In der angenehmen Charlottenburger Kneipe, einem Refugium für in nicht ganz so viel Würde gealterte Hippies, neuerdings zum Raucher-Club aufgewertet, sitzt neben mir an der Bar ein Mann um die fünfzig. Er ist vielleicht blind, denke ich, jedenfalls hält er die Augen krampfhaft geschlossen und nimmt von niemandem Notiz außer dem Wirt, von dem er gelegentlich neuen Schnaps fordert und auch bekommt. Normalerweise sind die in nicht ganz so viel Würde gealterten Hippies immer recht kommunikativ, aber mein unablässig marlbororauchender Nachbar möchte sich ganz sicher nicht unterhalten. Ohne preiszugeben, an wen er sich richtet, sagt er immer nur zwei Sätze in einem ziemlich aggressiven Tonfall: Zuerst “Das Leben könnte so einfach sein”. Dann, wenn man gerade die Hoffnung aufgegeben hat, eine weitere Erläuterung zu diesem ja doch recht weitreichenden Satz zu bekommen: “Ick glaub, mein Schwein schielt”. Dann wieder von vorne. Zwischendurch wird er durch die Musik zu recht gewagten und auch nicht unvirtuosen Trommelsoli auf der Theke angeregt. All das ändert sich, als ein schrecklicher Song aufgelegt wird, in dem das Wort “Eisbär” vorkommt (nicht der NDW-Klassiker, sondern etwas reggaemäßiges): Mitten im Satz (es war der mit dem Schwein) bricht er ab, um im Folgenden rhythmisch “Knut! Knut! Knut!” zu skandieren, während hinter ihm die bekloppte psychedelische Beleuchtung rote Kringel in den verqualmten Raum projiziert.
Geschrieben von ja_be
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Freitag, 4. Januar 2008
Wissenschaft im Netz
Es ist hochlöblich, dass sich auch die sogenannte Blogosphäre nicht mehr zu schade ist, sich mit der Frage der Ernährungsgewohnheiten des Sprudelfurzpinguins auseinanderzusetzen. Leider fehlt in der gesamten bisherigen Debatte der Hinweis auf die bahnbrechende Arbeit von Röttgers und Kamp, die, wenngleich an entlegender Stelle erschienen (Karl Röttgers, Jürgen Kamp: Die Veränderung menschlicher Ernährungsgewohnheiten und ihr Einfluß auf die Populationen von Eierliköreule, Käseigeligel und Sprudelfurzpinguin. In: Richter, Stamm, Konecny (Hrsg.): Schnucki, das kleine Eichhörnchen. Meckelfeld 2002), ein für allemal mit liebgewordenen Mythen wie der (weitgehend obsoleten) Toast-Hawaii-Fixierung von Aptenodytes kondrauer aufräumt. Man muss den Kollegen, die über diese Studie hinwegsehen, wohl entweder äußerst schlampige Recherche unterstellen oder aber von einem verstockten Essentialismus ausgehen, der ihren Ausführungen zugrundeliegt. Ich weiß nicht, was von beiden gerade auf einem so verbittert umkämpften Terrain wie der Sprudelfurzpinguinforschung fataler wäre; so bleibt zunächst nur der schale Nachgeschmack einer verschenkten Chance.
Dienstag, 20. November 2007
Ja!
Es ist wahrlich Zeit, dass die Wissenschaft aus ihrem Elfenbeinturm herauskommt! Eine noch zu erstellende (und zu fördernde!) Studie zu diesem Thema könnte zwar ergeben, dass alleine die Auswahl eines peppigen Titelbilds für die Diss. noch nicht ausreicht, aber immerhin: Es ist ein Anfang!
Geschrieben von ja_be
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Mittwoch, 31. Oktober 2007
Das Stammeln der Neuntöter*
* zum Ziel einer behutsamen Poetisierung des Alltags beantrage ich, das hässliche und überflüssige Wort “Neutöner” zu streichen und durch geeignete Äquivalente zu ersetzen.
Geschrieben von ja_be
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Dienstag, 23. Oktober 2007
In einem Land in unserer Zeit
Zu den absoluten Desiderata des Films (und im Prinzip auch der Realität) gehört die Szene, wo szenekundige Velociraptoren über ein Berlin-Mitte-Café herfallen und dessen Gäste verspeisen, nachdem sie (als Kaltblüter) von den zur Abwehr eingesetzten Kaffespezialitäten nur noch rasender gemacht wurden. Heute dachte ich für einen Moment, es sei soweit, als aus den Boxen einer allerdings nicht wirklich szenigen Lokalität der Score von Jurassic Park an mein Ohr drang. Noch bevor ich über Möglichkeiten der Selbstverteidigung nachdenken konnte, was angesichts der verfluchten Cleverness der Viecher ohnehin müßig gewesen wäre, hatte Klassik-Radio ein Einsehen in Form des Kaiserwalzers. Kennt ihr übrigens die Szene, wo ein Stegosaurus auf dem Wiener Opernball...?
Geschrieben von ja_be
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Freitag, 13. Juli 2007
Mice Mice Baby
Es würde hier zu weit führen, die genauen Details zu bringen, aber die Früchte der geheimen Leidenschaft zwischen Knut und Thomas Dörfchen oder wie heißt der Kerl sind aufgetaucht.
Geschrieben von ja_be
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Freitag, 11. Mai 2007
City Life
Geschrieben von ja_be
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Freitag, 30. März 2007
Knut ist everywhere

Knutklone
Geschrieben von to_sc
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Sonntag, 25. März 2007
Hat sich eigentlich Ralph Giordano schon geäußert?
Tut mir leid, nochmal Knut. Aber wenn selbst Barrikaden-Baring sich zum Thema äußert, kann man schlecht schweigen, oder? Wobei unser Lieblings-Historiker ein wenig am Thema vorbeidiskutiert. Anstatt knallhart aufzudecken, wie der (Halb-Ossi!) Knut seinen Beitrag zur DDRfizierung der alten Bundesrepublik leistet und uns mit seiner Niedlichkeit unter die Knute (!) des postsozialistischen Wohlfahrts-Terrors zwingt, faselt er irgendwas von dem “dicken Eisenpanzer um unsere Herzen”, den das Vieh aufgesprengt habe. Seit wann kann ein Konservativer auf Panzerung verzichten?
Geschrieben von ja_be
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Freitag, 23. März 2007
Nu is aber mal g*t, Kn*t!
Geschrieben von ja_be
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Samstag, 10. März 2007
Knut ist gut
Was Wowi (der Widerling) nicht geschafft hat, erledigt Knut (der Eisbär) nun im Hand°umdrehen: Dank des Zooinsassen sieht alle Welt, was unser Berlin doch für ein kuscheliges, liebenswertes Plätzchen ist. Wenn das winzige Tierchen dann noch in einem Blog PR-mäßig ausgeschlachtet wird, indem ihm infantile Texte in den Mund° gelegt werden, müsste die Devise eigentlich totschweigen, ignorieren, drüberhinwegsehen heißen. Aber Teufel auch, das Viechi ist aber wirklich sowas von putzig. Hier habt Ihr den Link, und ab morgen ist auf diesen Seiten wieder absolute Seriosität angesagt, okay?
° Immerhin habe ich noch Würde genug, auf Späßchen wie “im Tatzenumdrehen” oder gar “imHand Tatzenumdrehen” zu verzichten. Schwacher Trost, der Bärencontent hat auch in diese heiligen Hallen seine Tentakel ausgestreckt.
° Immerhin habe ich noch Würde genug, auf Späßchen wie “im Tatzenumdrehen” oder gar “im
Geschrieben von ja_be
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Kommentare
Mi, 06.08.2008 22:30
Yeah, three days a week, don’t need no sleep. To all the chicks on the tri [...]
Mo, 21.07.2008 23:24
Aber gibt es von ihm auch eine Aufnahme mit Peter Alexander wie diese? htt [...]
Mo, 21.07.2008 21:49
Das ist der David Allen Coe, der [*]als großer Songwriter gilt, e [...]
Do, 17.07.2008 13:31
Schade, dass die Uhr rechts im Bild nicht auf fünf vor zwölf steht. Vilele [...]