Einen Tag, nachdem der britische Flugzeugträger “HMS Ark Royal” von einem deutschen U-Boot torpediert worden war, wurde das letzte Besatzungsmitglied aus dem Wasser gefischt. Am 13. November 1941 hatte U 81 vor Gibraltar zugeschlagen, die Mannschaft des getroffenen Trägers war sofort evakuiert worden. Am Tag darauf sollte die “Ark Royal” in den nächsten Hafen geschleppt werden, doch sie rollte sich auf die Seite und sank. Zurückblieben nur im Wasser treibende Wrackteile - und ein triefnasser Kater.
Wussten die deutschen Landser vom Holocaust? Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin hinter der Ostfront arbeitete. Über den Judenmord sei offen gesprochen worden.
Er klammerte sich, “verärgert, aber weitgehend unverletzt” an ein Holzstück. Ein britischer Marinesoldat entdeckte das Tier, als er von einem der zur Rettung herbeigeeilten Schiffe auf das Wasser hinunterblickte. Die tropfende Katze wurde an Bord der “HMS Legion” gehievt. Dort strich bereits eine Tigerkatze umher, die bereits während der Evakuierung “in den Armen eines königlichen Marineinfanteristen” das Schiff gewechselt hatte.
(http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/6001/schiff_versenkt_kater_am_leben.html)
Oder muss in jedem Artikel, der sich - wie auch immer - dem Zweiten Weltkrieg widmet, der Frage nachgegangen werden, wer wieviel über den Holocaust wusste? Die S-Bahn wird auch in den kommenden Monaten nur nach einem Notfahrplan fahren.
Kann ja auch sein, dass die Artikel bei Spiegel-Online weitgehend automatisiert zusammengestellt werden. Viele Autoren erstellen Datenbankeinträge (Sätze oder Absätze), versehen sie mit Schlagworten (2. Weltkrieg, Nazis, England, Katze) und dann muss nur noch ein Praktikant auf “Artikel senden” klicken. Oder so.


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