(Prora auf Rügen)
Mittwoch, 20. Juli 2011
Gedenkpluralismus
Dienstag, 7. April 2009
Elbeaquarium

In der Kategorie Anbauten, der Keimzelle dieses Blogs, heute aus dem beschaulichen Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz eine kleine Erfolgsstory, die zeigt wie man mit nur etwas gutem Willen und der richtigen Idee zur richtigen Zeit aus einer Not eine Tugend macht. Doch beginnen wir vorne.
Zunächst einmal zeigt das obige Bild zwei benachbarte, durch einen mittelbreiten Gang mit Holztor getrennte Häuser – das eine in grau, das andere in ocker gehalten. Rechtsseitig des linken Hauses (grau) ragt ein merkwürdig erscheinender Glasanbau aus der Dachkonstruktion, der wie ein Fremdkörper in der Luft liegt. Wichtiges, für den Betrachter aber nicht sichtbares Detail, um Sinn und Zweck des Anbaus verstehen zu können: Links vom grauen Haus und noch kleines Stückchen weiter fließt die Elbe, die wie jeder Fluß mal weniger und mal mehr Wasser führt.
Letzteres war im August des Jahres 2002 der Fall, als die Elbe in einer Jahrhundertflut über die Ufer trat und dabei auch die auf dem Bild gezeigten Häuser reichlichst unter Wasser setzte. Anfänglich war die Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten natürlich groß, doch schon während der Aufräumarbeiten reifte im Eigentümer des grauen Hauses eine Idee, wie aus unbezähmbaren Wassermassen, die vorrangig Schlamm und Schaden mit sich bringen, Kapital geschlagen werden kann.
Inspiriert durch einen Besuch im Sea Life Berlin mit Glastunnel direkt durch das Haifischbecken begann er noch im Herbst 2002 damit, sein Haus mit einer Art Glaserker zu versehen. Die Haifische immer vor Augen malte er sich aus, wie er Einheimischen und Touristen gegen einen kleinen Obolus das Erlebnis bieten kann, die nächste Flut von innen zu erleben. Der Anbau wurde fertig, doch das Hochwasser vom März 2006 erreichte nicht die nötige Höhe. So wartet der von den Bad Schandauern liebevoll “Elbeaquarium” genannte Glasanbau weiterhin auf seinen ersten Einsatz und wird stattdessen zeitweise als Wintergarten genutzt, was auch sehr gut funktioniert.
Insgesamt hat hier aber jemand sehr schön mit den Wölfen geheult, nur lauter, was ja gerade in Zeiten der Krise vielen Menschen als Vorbildfunktion dienen kann und höchste Anerkennung verdient. Denn wie sagt Charlotte Engelhardt in jeder Sendung, die sie moderiert: “Meine Mama sagt immer, man muss immer einmal mehr aufstehen als man hinfällt.”
Dienstag, 20. Januar 2009
Terror worldwide!
Ich dachte bisher, eine bestimmte Form der morgendlichen Traumatisierung sei eine auf Norddeutschland beschränkte Erfahrung. Weit gefehlt, wie es aussieht.
Dienstag, 18. November 2008
Marbach by numbers (II)
3. Das Literaturmuseum der Moderne (mit dem schrecklichen Kürzel LiMo).
4. Das Schiller-Nationalmuseum.
5. Ein Vogel (den man aufgrund des im Bild dokumentierten Nebels für eine Nebelkrähe corvus corone cornix halten könnte; es handelt sich jedoch um corvus corone corone).
Donnerstag, 17. Juli 2008
Aus der Serie "Bedeutungsschwangere Bahnhofsbauten"

Donnerstag, 3. Juli 2008
Freuden des Feierabends
Donnerstag, 20. März 2008
Nichts für Studienfachwechsler:
Szientistische Tätowierungen. Mir fehlen da natürlich ein wenig die Geisteswissenschaften. Bin noch am überlegen, ob der Tractatus oder der Mann ohne Eigenschaften besser zu meinem Oberarm passt. Oder die blaue MEW-Reihe als Bändchen um den Knöchel.
Mittwoch, 23. Mai 2007
Krieg den Palästen
Sonntag, 28. Januar 2007
Und dann
gab es da noch den Schulleiter, der seine Solaranlage vorführte und sagte: “Wer weiß, ob wir die nicht brauchen, wenn die Sowjetunion das Gas wieder abstellt.”
Mittwoch, 9. August 2006
Die bauliche Kraft des Faktischen
Wissenschaft in die Öffentlichkeit zu bringen, dem hat sich die DEVK verschrieben. Geradezu beeindruckend schreit das Filialgebäude im oberhessischen Treysa den Unterschied zwischen klassischer und Quantenmechanik heraus in die bildungsresistente Kleinstadt. Den eindeutigen Gesetzen des hessischen Hausbaus steht der eigene Kosmos der angebauten Verzierung entgegen. Und über allem steht der Dirac’sche Gedanke der Irreduzibilität und das ist das Geheimnis des häuslichen Erfolgs. Dass die Geschichte mit der Theorie nicht das Gelbe vom Ei ist , des war den Hessen ja schon immer klar.
Dienstag, 16. Mai 2006
Villa mit Hang (zur Seßhaftigkeit)
Positiv fällt die gelungene Verbindung des Eingangsbereiches mit dem Gesamtensemble auf, der optisch an die Box anschliesst, durch dreieckigen Sturz die Richtung (nach oben weisst), gleichzeitig im Freudschen Sinne das Treppenmotiv verarbeitet und materiell den Übergang Treppe/Geländer, also weisser Stein zu der Wohnbox/Plastikstruktur mittels eines strukturierten (Analogie: Wohnbox) dunklen (Kontrast: Treppe/weiss) Wellblechs meistert. An dieser Stelle ist die ebenfalls klare gelungene Trennung von Gartenseite/Naturstein zu Wohnteil/weiss-grün hervorzuheben.
Diese “Wohnbox” steht auf dem Campingplatz “Pasito Blanco”, Maspalomas, Islas Canarias.

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