Freitag, 18. Mai 2012
Aus (gestern) gegebenem Anlass
Freitag, 4. Mai 2012
Der kentaurische Pakt
Letzten Sonnabend schrieb Ulrich Raulff in der FAZ einen Artikel über die innige, leider in jüngerer Zeit auseinandergebrochene Beziehung von Mensch und Pferd. Ehrlich gesagt war das eher langweilig, weil ziemlich ungeschickt zwischen persönlicher Betroffenheit und ganz großem menschheitsgeschichtlichen Maßstab wechselnd.
Wie es der Zufall will, war ich Tags drauf in der Lage, eigene Beobachtungen zum Thema zu machen. Ich kann also die Ausführungen von Herrn Raulff etwas präzisieren:
1. Vonseiten der Pferde wurde der “kentaurische Pakt” gekündigt, als der Mensch anfing, ihnen unfassbare Namen à la “Forrest Gump” zu geben, die die Demütigungen, denen man in der Landwirtschaft ausgesetzt war, noch bei weitem übertrafen.
2. Vonseiten des Menschen wurde der Pakt kurz darauf gekündigt, als das dämliche derart benamste Vieh nicht in der Lage war, wenigstens unter die ersten Drei zu laufen.
Dienstag, 1. Mai 2012
Zum Kampftag
Letzte Woche in Minsk. Auf dem Transparent, was er hochhält, steht, Ihr werdet es erraten haben, einfach “Bulle”.
Sonntag, 18. März 2012
Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch... potentielle Geldgeber
[Prinz Philip Kirill von] Preußen geht es um eine Politik, die nicht in Parteigrenzen verhaftet ist, schon während seines Studiums hatte er sich sowohl bei der Friedrich-Ebert- als auch bei der Adenauer-Stiftung beworben.
(Nik Afanasjew im heutigen Tagesspiegel)
Freitag, 16. Dezember 2011
Not Great
Christopher Hitchens ist tot. Das ist schon deprimierend genug, aber glaubt Ihr, dass das Spiegel Online, faz.net oder sonstwem ein Meldung wert wäre? Stattdessen: Juchtenkäfer. Man glaubt es kaum.
Mittwoch, 14. September 2011
Über und unter Minsk
Wie es aussieht, kann man mit dem notwendigen Mut und einer gewissen Dreistigkeit in der Hauptstadt der “vorletzten Diktatur Europas” (die letzte wäre der Vatikanstaat) hier und dort eindringen und diese unglaublichen Fotos machen. Chapeau.
Samstag, 20. August 2011
Das Jahr 1961
Ich sortiere meine Bücher nach einer Methode, die bei den meisten Besuchern Befremden hervorruft: Nach (Erst-)Erscheinungsjahr. Normalerweise rechtfertige ich mich auf ziemlich bildungsbürgerliche Weise damit, dass mir auf diese Weise Einblicke in Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten der Literaturgeschichte möglich würden, die den Alphabet-, Farben- oder Verlagsgruppierern entgehen müssen. Vielleicht ist es aber auch so, dass der in Büchern kondensierte Weltgeist nicht nur Einzelgeschichten hervorbringt, sondern auch eine übergeordnete Geschichte erzählen will, und zwar nur nerdigen Hegelianern wie mir. Jedenfalls ist die Geschichte des Jahres 1961 eine (ziemlich unspektakuläre) Science-Fiction-Geschichte:
Freitag, 19. August 2011
Linkktipp
A date showed up with an albino ferrett named Dylan on a leash. She channelled all chat through him “ Dylan says….”
Nicht, dass ich nicht eigentlich sehr viel besseres zu tun hätte, als seit einer halben Stunde das Unglück anderer Leute zu verfolgen, aber so ist das ja manchmal mit diesem Internet. Sehr, sehr unterhaltsam.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Gedenkpluralismus
(Prora auf Rügen)
Aus der Reihe "Werbeideen, die eigentlich super sind, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gut funktionieren", Teil 2
Mittwoch, 6. Juli 2011
Ich nenne es Rechteckformation
Jaaaa… Ich weiß auch nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Nur soviel: Im “Mond” manifestiert sich eine dunkle, unheimliche Seite der Schweiz, die mir bisher unbekannt war.
Samstag, 28. Mai 2011
...und dazu einen Gurkensalat
Montag, 23. Mai 2011
Ungerade
Zugegeben, ich bin vielleicht voreingenommen: Zu dem Konzert wollte ich auch, und als ich dann da war, war es ausverkauft, und nur noch wichtigtuerische Journalisten (Deutschlandradio, Zeit, hastenichgesehen) und Blogger (das von dem größten Unsympathen hieß “Gitarre und Bass”, aber vielleicht habe ich das falsch verstanden) wurden durchgelassen. Ich ärgerte mich über meine Unfähigkeit, auf ähnlich großkotzige Weise Bedeutsamkeit zu simulieren (ein Blog ist das hier ja schließlich auch) und sah mir dann lieber das Feuerwerk zum fünfjährigen Bestehen des Hauptbahnhofs an (auch darüber muss ja schließlich berichtet werden).
Heute nun die Bestätigung, dass das alles schon irgendwie seine Ordnung hatte. Auch wenn mir der Satz: “Ich bin der Korrespondent von antimateur.org und spiele mit dem Gedanken, Ihre armselige Veranstaltung durch einen spitzenmäßigen Bericht nebst Fotostrecke zu adeln, also lassen Sie mich gefälligst meine Arbeit machen” noch über die Lippen gekommen wäre: Zu der großen, großen Unverschämtheit
Ungerade Rhythmen, wie man sie aus der angolanischen Popmusik kennt, trieben auch am Samstag nach vorne
wäre ich beim besten Willen nicht in der Lage gewesen.
Freitag, 20. Mai 2011
Dialektik
Die Initiative, deren Plakat ich als ausgesprochene Kuriosität betrachtete und deswegen fotografierte, wurde zwei Tage später im Kanton Züri übrigens angenommen. Nicht, dass nicht vorher auch in den Kindergärten Dialekt gesprochen worden wäre, aber jetzt ist es halt Vorschrift. Das eine oder andere hochdeutsche Lied soll aber drin sein, wenn es nicht überhandnimmt. Ein Stückchen nationale Identität ist gerettet, und in 14, 15 Jahren können dann die dem Chindsgi entwachsenen Zürcherinnen und Zürcher ihre Kenntnisse sinnvoll nutzen:
Dienstag, 5. April 2011
Ruthless Cosmopolitans
Ich lebe ja gerne im Ausland, da ist es einfacher, deutsch zu sein.
(aus der Reihe: Was der akademische Abschaum so schwätzt)
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