sollte man in jedes soziale Projekt einbinden.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Neue Medien
Sonntag, 12. Februar 2012
Meine Erinnerung
Zu One Moment In Time habe ich mit Jessica W. auf einer Party bei Lars M. meinen ersten Stehblues getanzt.
Samstag, 11. Februar 2012
electroHippie - Minnesangh3.0
Mein Bruder hat unter dem Namen electroHippie ‘ne CD gemacht und ich bin überrascht. Seit 100 Jahren muss ich als Testhörer für seine neuen Lieder herhalten und seit 100 Jahren lautet meine Kritik gleich. Ob nicht eine kleine Melodie hier und eine Klangfläche dort das ganze Geklapper und Geschäpper gut zusammenhalten und abrunden könnten. Aber: Vergebliche Liebesmüh, Perlen vor die Säue. Bisher.
Auf seinem Erstlingswerk Minnesangh3.0 klingt das alles nun ganz anders. Als ob meine Kritik irgendwie in Gottes Ohr gelangt, innerhalb von Gott veredelt und zu guter letzt über Gottes Mund ins künstlerische Schaffen meines Bruders eingehaucht worden wäre. Oder kürzer: Gut ist es geworden. Vielleicht sollte ich meinen Einfluss auf Gott, meinen Bruder und sein Album aber auch nicht überschätzen. Schließlich durfte ich bis auf ein Stück nichts testhören und kritisieren.
Gleich das erste Stück Support your local elephantCombat lässt mich über seine rüsseltierartigen Trompetenklänge eine Brücke zur namensgebenden Crust-Band Electro Hippies schlagen, die mit The Horns Of Hades auch ein Trötenstück im Repertoire hatten. Während The Horns Of Hades vier Sekunden dauert und damit immerhin vier mal so lang ist wie Mega-Armageddondeath Pt.3 von der halbwegs legendären Split-Single mit Napalm Death, zieht mein Bruder es vor, seinen Stücken zwischen vier und sechs Minuten Zeit mit auf den Weg zu geben. Das ist bei den guten Liedern auch wunderbar, beim Langeweiler des Albums Herr Stefan und sein Stift wären mir auch vier Sekunden schon zu viel gewesen.
Sobald gesangsartiges Sprechen ins Spiel kommt, wird es spooky und erinnert mich zu 25% an Witch House à la Aural Sects. Das zweite Stück knochenTrocken mit den immer wiederkehrenden “Hunger! Folter! Gift!”-Ausrufen gefällt mir ausgezeichnet, der Zugang zum Schimmelreiter blieb mir dagegen bisher verschlossen.
Der Sound spielt aufgrund der technischen Ausstattung nicht in einer Liga mit aktuellen Pitbull-Produktionen. Aber erstens ist das nichts, was man unbedingt wollen muss, und zweitens ist Lo-Fi kein Schimpfwort. Insbesondere dem letzten Stück des Albums und meinem persönlichen Favoriten SchöneNeueWelt steht das Keksdosenhafte im Klang sehr gut zu Gesicht:
Den zugeneigten Lesern und Hörern sei abschließend verraten: Zu kaufen gibt es die CD im gut sortierten Online-Fachhandel ausschließlich als Download. Und weil ich so lange für diesen Artikel gebraucht habe, kann ich noch eine exklusive Information hinterherschieben: Das Nachfolgewerk steht bereits in den Startlöchern. Es soll noch besser sein.
Freitag, 10. Februar 2012
Auf dem Kanal

Freitag, 3. Februar 2012
Leistungskurs Versmaß

Freitag, 23. Dezember 2011
Mein Weihnachtsstatement
Freitag, 16. Dezember 2011
Not Great
Christopher Hitchens ist tot. Das ist schon deprimierend genug, aber glaubt Ihr, dass das Spiegel Online, faz.net oder sonstwem ein Meldung wert wäre? Stattdessen: Juchtenkäfer. Man glaubt es kaum.
Dienstag, 13. Dezember 2011
Zu viel Zeit III
muss gerade wieder Laufen lernen
Montag, 12. Dezember 2011
The Eight-Day War
No washy, no fuckySo das einfache Prinzip von Townes Van Zandts späterer Ehefrau Jeanene, mit dem sie den stinkenden, ungewaschenen Townes die ersten Tage ihrer Beziehung von sich fern hält. Seine Bemühungen (“Are we gonna get laid or not?”) bleiben erfolglos, er weigert sich aber hartnäckig, sich zu waschen (“Well, I ain’t takin’ no bath”). Acht Tage dauert es, bis sein Widerstand bricht und er ein Bad nimmt.
Eine sehr schöne Anekdote aus der Townes Van Zandt-Biographie “A Deeper Blue” von Robert Earl Hardy.
Sonntag, 13. November 2011
Roll over Berlusconi
Donnerstag, 22. September 2011
Schlafender in der Großstadt
Als audiovisuelle Ergänzung zum vorherigen Beitrag hier der Auftritt von Anne Clark beim Musik Convoy in Geldern: Schlafender in der Großstadt
Mittwoch, 21. September 2011
In Geldern und in Nettersheim
Seit einiger Zeit läuft auf einsfestival eine Wiederholung von Musik Convoy, einer hauptsächlich von Alan Bangs moderierten Musiksendung aus den 80er Jahren. Mit jeder Folge steigt meine Begeisterung wie mehr oder weniger berühmte Stars auf den Marktplätzen großer Dörfer und kleiner Städte irgendwo in Deutschland auftreten.
So war es zum Beispiel in der Folge aus Geldern sehr schön zu sehen, dass Sade nicht unnahbar und zurückhaltend (meine recht schlichte Erwartung), sondern sympathisch und humorvoll ist: Im Interview spricht sie davon, dass man ihrem Bassisten seine Alkoholprobleme ja wohl ansehen könne.
Und wenn dann auf einmal in Folge 25 die Skeleton Crew in Nettersheim auf der Bühne steht, dann ist das Glück perfekt und ich begreife sofort, warum ich konventionelle Auftrittsszenarien abends im Club meist so unglaublich langweilig finde.
Übrigens ist in der Sendung aus Nettersheim auch Heinz Rudolf Kunze mit seiner deutschen nicht Coverversion, sondern “Nachdichtung” von Lola aufgetreten. Im Gespräch mit Alan Bangs äußerte er sich dann so über Skeleton Crew, dass er diese Band höre, wenn er frei habe, und sie sein schlechtes musikalisches Gewissen darstelle, weil der Mainstream blablabla…
Sonntag, 18. September 2011
Politik und Sport
Wahlabend in Berlin. Die FDP (1,8%) ist in der Politik zur Zeit das, was der HSV (18.) in der aktuellen Saison in der Fußballbundesliga ist. Dem HSV wünsche ich allerdings schnell bessere Zeiten. Berücksichtigt man jedoch, dass der HSV-Präsident Carl-Edgar Jarchow ein FDP-Mann ist, kann das wohl nicht mehr als ein frommer Wunsch sein.
Mittwoch, 14. September 2011
Über und unter Minsk
Wie es aussieht, kann man mit dem notwendigen Mut und einer gewissen Dreistigkeit in der Hauptstadt der “vorletzten Diktatur Europas” (die letzte wäre der Vatikanstaat) hier und dort eindringen und diese unglaublichen Fotos machen. Chapeau.
Montag, 22. August 2011
Mittlere Katastrophe für Ashausen (und mich)
Vielleicht habe ich nicht richtig aufgepasst oder an dem Tag einfach keine Tagesschau gesehen, aber vor über vier Monaten, am 20. April, wurde der Kiessieb- und Waschturm in Ashausen (Steinhageturm) zunächst zweimal erfolglos gesprengt. Scheinbar war der Turm doch nicht so morsch und marode wie gerne behauptet wurde. Bei der zweiten Sprengung fing der Turm jedoch Feuer, brannte dann eine zeitlang licherloh, um letztendlich noch halbwegs wie gewünscht einzustürzen. Nun war der Steinhageturm nicht der Eiffelturm, aber mit Sicherheit doch eine Besonderheit in einer an Sehenswürdigkeiten recht armen Gegend. Vielleicht wäre eine Sanierung ja langfristig doch die bessere Lösung gewesen. Aber was weiß ich schon davon.
Was mich sowieso viel mehr wurmt, ist die nun endgültig verpasste Gelegenheit, den Turm zu besteigen. Irgendwie war jeder mal als Jugendlicher trotz Absperrzaun und Warnungen oben auf dem Turm gewesen. Nur ich habe, weil ich zu Jugendzeiten zu anständig und vernünftig (im Sinne von ängstlich) war, diese Chance verpasst. Aber möglicherweise ist noch nicht aller Tage Abend. Wenn es möglich ist, das Berliner Stadtschloss wieder aufzubauen, warum sollte dann nicht eines Tages auch der Steinhageturm wieder stehen und mich auf die Dachterasse seines Cafés einladen. Gerne auch mit fünf Euro Eintritt und Fahrstuhl. (Mit dieser touristischen Zukunftsvision bewerbe ich mich hiermit auch gleich als Fremdenverkehrsminister des Landkreises Harburg.)
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