Die Gegenseite hatte ordentlich vorgelegt: Besonders mit der bösen Anti-Tempelhof-Oma war man im Begriff gewesen, sich ins kulturelle Gedächtnis einer Generation einzuschreiben. All die Twentysomethings unserer Zeit, die zum Studium oder Praktikum nach Berlin gekommen waren, würden sich in einigen Jahren auf den Parties in Hamburg, Mannheim oder Frankfurt mit wohligem Grusel an sie und ihr “Aba nich’ von Tempelhof” erinnern und ansonsten der Meinung sein, dass Berlin doch eigentlich damals eine ganz nette Stadt gewesen sei. Diesen billigen popkulturellen Triumph konnte man, soviel war klar, nicht auf sich beruhen lassen, und so holte die dunkle Seite, die mit ihren Kernanliegen Wurschtigkeit, Widerlichkeit und Kleingeisterei in einer sich internationalisierenden Stadt schon beinahe auf dem Rückzug schien, zum finalen Gegenschlag aus. Mit Erfolg: Nach dem Hören dieses Liedes wird niemand mit der Buchstaben- bzw. Lautkombination B-E-R-L-I-N etwas anderes als das nackte Grauen verbinden können. Recht so.
[via Gebülde]
Sonntag, 6. April 2008
Lufthoheit
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aua
#1
jörn
am
06.04.2008 09:38
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