Die Schönheit und Weisheit des Zölibats verstand ich zum ersten Mal, als Christa Chili-Schoten zwischen den Händen zerrieb, mich danach masturbierte und schließlich wünschte, dass ich sie - um es mit ihren Worten zu sagen - in den Arsch ficke.
Danach hätte die Rezension eigentlich auch zu Ende sein können, denn dass das besprochene Produkt nicht mehr als peinlichstes Hirngewichse des alternden Intellektuellen sein kann, ist sonnenklar. Man kann ja nun den Literatenmännchen jenseits der 50 schlecht verbieten, über Sex zu schreiben, und niemand wird bestreiten, dass das fast so schwierig ist wie der Sex selber. Gerade deswegen aber gilt es, ganz grundsätzliche Regeln einzuhalten, deren Verletzung auch den lustvollsten Text zu verkrampfter Genitalprosa macht:
1. “Masturbieren” ist, wenn überhaupt, ausschließlich intransitiv zu gebrauchen.
2. Die Verbindung “Ficken”+Konjunktiv geht niemals, nirgends, unter keinen Umständen, auf gar keinen Fall.

