Neben Knut sind
dilettantische Möchtegern-
Rapper so etwas wie die Penaten und Laren dieses Blogs. Einem Ober-Stulli aus diesem Metier, dem singenden und klingenden Feingeist King
Orgasmus One, hat die seit dem Ende der NRW-Lokalausgabe offenbar übelst ins Straucheln geratene taz jetzt mit der gebotenen Offenherzigkeit
porträtiert. Nach wie vor will sich bei mir da das Entsetzen nicht so richtig einstellen, weil es von einer stets wachsenden Ladung Ungläubigkeit bezwungen wird. Vermutlich Ausdruck meiner gesellschaftlich abgehobenen Position (die Jugend in den Ghettos von Lankw- und Steglitz fehlt halt), aber das KANN doch niemand ernst nehmen? Ganz symbolisch findet diese Entfremdung von der wild fickenden und mordenden Jugendkultur darin Ausdruck, dass die Rappers jetzt
die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, in dem ich meine vergleichsweise beschauliche Kindheit verbrachte, abknallen wollen . Die Existenz der jährlichen Blockflötenkonzerte im Marstall wäre damit akut gefährdet, und mirnichtsdirnichts würde aus dem beschaulichen Landkreis, dessen gefestigte soziale Struktur mir den kometenhaften Aufstieg in das Zentrum der Macht ermöglichte, ein zweites - horribile dictu -
ARNSBERG. Ich mein ja nur.