Sie setzte durch, dass die Klezmer-Combo nun als Trio auftreten darf.
Ein wahres Meisterstück des Provokationsmanagements: Der clevere Kompromiss sorgt dafür, dass diejenigen Faschos, die sich von 16 Juden auf der Bühne provoziert fühlen, von dreien jedoch nicht, auf die Seite von Rechtstaatlichkeit und FDG zurückkehren können, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Es ist zu hoffen, dass das Ordnungsamt auch dafür Sorge trägt, was die verbleibenden 13 Klezmeristen in der Zwischenzeit machen: Ihre Anwesenheit im öffentlichen Straßenland könnte den sozialen Frieden, auf den man hierzulande zurecht so stolz ist, gefährden. Gerade wer die Reizbarkeit deutscher junger Männer kennt, weiß, mit welcher Behutsamkeit diese vor allen unbedachten, aus falsch verstandener Toleranz geplanten Provokationen geschützt werden müssen.
Samstag, 9. Juni 2007
Die SPD kämpft für Sie:
Trackbacks
Trackback für spezifische URI dieses Eintrags
Keine Trackbacks
Kommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
Sprach- bzw. ideenlos macht mich, dass die Spiegel-Online Anzeigenabteilung zusammen mit Arte mitten im Artikel zu “Mehr Zivilcourage” und deshalb “Sophie Scholl” gucken aufruft. Ist das normal oder ist das so eklig wie ich das gerade einschätze?
#1
Anonym
am
12.06.2007 11:25
(Antwort)
Scheint mir auch eher eklig, um es vorsichtig auszudrücken. Gut daran hingegen, dass mein jahrelang antrainierter Reflex, Werbung nicht zur Kenntnis zu nehmen, offenbar gut funktioniert.
#1.1
jan
am
13.06.2007 17:51
(Antwort)

