Vielleicht habe ich nicht richtig aufgepasst oder an dem Tag einfach keine Tagesschau gesehen, aber vor über vier Monaten, am 20. April, wurde der Kiessieb- und Waschturm in Ashausen (Steinhageturm) zunächst zweimal erfolglos gesprengt. Scheinbar war der Turm doch nicht so morsch und marode wie gerne behauptet wurde. Bei der zweiten Sprengung fing der Turm jedoch Feuer, brannte dann eine zeitlang licherloh, um letztendlich noch halbwegs wie gewünscht einzustürzen. Nun war der Steinhageturm nicht der Eiffelturm, aber mit Sicherheit doch eine Besonderheit in einer an Sehenswürdigkeiten recht armen Gegend. Vielleicht wäre eine Sanierung ja langfristig doch die bessere Lösung gewesen. Aber was weiß ich schon davon.
Was mich sowieso viel mehr wurmt, ist die nun endgültig verpasste Gelegenheit, den Turm zu besteigen. Irgendwie war jeder mal als Jugendlicher trotz Absperrzaun und Warnungen oben auf dem Turm gewesen. Nur ich habe, weil ich zu Jugendzeiten zu anständig und vernünftig (im Sinne von ängstlich) war, diese Chance verpasst. Aber möglicherweise ist noch nicht aller Tage Abend. Wenn es möglich ist, das Berliner Stadtschloss wieder aufzubauen, warum sollte dann nicht eines Tages auch der Steinhageturm wieder stehen und mich auf die Dachterasse seines Cafés einladen. Gerne auch mit fünf Euro Eintritt und Fahrstuhl. (Mit dieser touristischen Zukunftsvision bewerbe ich mich hiermit auch gleich als Fremdenverkehrsminister des Landkreises Harburg.)
Montag, 22. August 2011
Mittlere Katastrophe für Ashausen (und mich)
Samstag, 20. August 2011
Das Jahr 1961
Ich sortiere meine Bücher nach einer Methode, die bei den meisten Besuchern Befremden hervorruft: Nach (Erst-)Erscheinungsjahr. Normalerweise rechtfertige ich mich auf ziemlich bildungsbürgerliche Weise damit, dass mir auf diese Weise Einblicke in Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten der Literaturgeschichte möglich würden, die den Alphabet-, Farben- oder Verlagsgruppierern entgehen müssen. Vielleicht ist es aber auch so, dass der in Büchern kondensierte Weltgeist nicht nur Einzelgeschichten hervorbringt, sondern auch eine übergeordnete Geschichte erzählen will, und zwar nur nerdigen Hegelianern wie mir. Jedenfalls ist die Geschichte des Jahres 1961 eine (ziemlich unspektakuläre) Science-Fiction-Geschichte:
Freitag, 19. August 2011
Linkktipp
A date showed up with an albino ferrett named Dylan on a leash. She channelled all chat through him “ Dylan says….”
Nicht, dass ich nicht eigentlich sehr viel besseres zu tun hätte, als seit einer halben Stunde das Unglück anderer Leute zu verfolgen, aber so ist das ja manchmal mit diesem Internet. Sehr, sehr unterhaltsam.
Montag, 15. August 2011
Gutes Kriterium
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