Bin das nur ich, oder ist es merkwürdig, mit welcher Akkuratesse die Stadt Oranienburg hier die geringe Anzahl ihrer “ausländischen Mitbürger” (der Pseudo-Respekt, der mit diesem Ausdruck daherkommt, ist immer wieder aufs Neue abstoßend) erfasst?
Immerhin blitzen auf diese Weise hinter den schnöden Zahlen Einzelschicksale durch: Wie das wohl ist, zu den 0,2% Ausländern im Ortsteil Zehlendorf zu gehören? Da müsste man einen der beiden Herren glatt mal fragen.
Montag, 26. Oktober 2009
(Fast) National befreite Zone
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Aus der Reihe "Deutsche Redensarten"
Freitag, 16. Oktober 2009
Aus Lindenau lernen
Oft wird in der sogenannten Blogosphäre über die Geschichtslosigkeit derselben geklagt. Und es stimmt ja: Wo sind sie denn, die Postings, die einer technikaffinen, aber chronisch unter kurzen Aufmerksamkeitsspannen leidenden Generation Internet die Möglichkeit geben, aus der Geschichte Inspiration, Lehre und Werte zu ziehen? In einer Zeit, wo die staatlichen Erziehungsanstalten ganz offenbar ihrem Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen wollen oder können und Jugendliche sich hauptsächlich mit Mord und Totschlag befassen, ohne dabei Zugriff auf den außerordentlichen Kenntnisschatz zu haben, den gerade die deutsche Geschichte zu diesem Thema bereithält, tut es not, abseits der Hektik der Tagespolitik den Blick auf diejenigen Ereignisse zu lenken, die den Weg einer Nation bestimmt haben und bis heute bestimmen. antimateur.org fühlt sich diesem Konzept, das sich ohne Angst vor Denkverboten zum urdeutschen Begriff der Bildung (der heute leider allzuoft mit “Ausbildung” gleichgesetzt wird) bekennt, seit jeher verbunden und wird daher in unregelmäßiger Folge an Ereignisse erinnern, aus denen wir im emphatischen Sinne lernen können – und lernen sollten.
Das erste dieser Ereignisse trug sich vor genau 196 Jahren zu und bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Es muss nicht immer Flatrate sein
“Übergesext und untergefickt” ist ein gutes Stichwort. Irgendwann in den Neunzigern schrieb Max Goldt über das dümmliche Lächeln einer Dame, die auf den Werbeplakaten für eine jährlich stattfindende Erotikmesse abgebildet war und sich (so Goldt) durch ihren Gesichtsausdruck einen Stammplatz in den Alpträumen der Berlinerinnen und Berliner gesichert habe.
Ob es der Erotikbranche seitdem gelungen ist, in diesem Punkt eine optische Verbesserung zu erreichen oder ob nicht doch bewährte, beim Publikum bestens eingeführte Assets grundlos aufgegeben wurden, wage ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Fest steht jedenfalls, dass auch dieser Wirtschaftszweig die grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre nicht ignorieren kann und sich bemühen muss, den Bordellbesuch auch einer eher gehobenen, neubürgerlichen Zielgruppe schmackhaft zu machen. Es ist erfreulich und stimmt einen für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands insgesamt hoffnungsvoll, dass in den Massagesalons der Republik ganz offenbar der Wille da ist, sich dieses Themas anzunehmen.
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