Wenn Euch, Jungs und Mädels, der fabelhafte Film “Lange nach der Schlacht” vor den Kinosessel oder DVD-Player läuft, seht ihn Euch an. Das sind dreieinhalb gut angelegte Stunden, in denen Ihr nicht nur darüber staunen könnt, wie weit weg sich die 1990er Jahre anfühlen (es geht um den Abzug der sowjetischen Truppen von hier), sondern auch lernen werdet, dass Béla Tarr und Aki Kaurismäki ziemlich idyllenselige Kitschiers, Sowjet-Unterzögersdorf hingegen eine vergleichsweise dröge der Wirklichkeit abgeschaute Angelegenheit ist.
Donnerstag, 27. August 2009
Wo wir gerade bei Dokumentarfilmen sind:
Dienstag, 25. August 2009
Von Beruf asozial, weil ich arbeitslos bin
Was sagt ein Dietmar Hopp eigentlich zu Fans, wie sie in der kleinen Dokumentation “…die sind eben so” von 1983 zu sehen sind?
Freitag, 21. August 2009
Meine Stuttgart-Trilogie, Letzter Teil
Reimheit bleibt unser Ideal
“..denn wir sind jung und liberal“
Von der Muse geküsst präsentieren sich unsere liebsten Jugendorganisationen auch in diesem Vorwahlkampf. Die Jungen Liberalen Mannheim folgen dabei dem großen Sohn der Stadt und üben sich in Vokalakrobatik, vergessen aber ihr Hauptanliegen nicht – Liberal sein heißt different sein: “Mit CDU und CSU/macht Deutschland seine Grenzen zu./Das werden wir verhindern,/nicht nur mit High-Tech-Indern”
Damit ist er Lagerwahlkampf bei den Bürgerlichen wohl eröffnet. Denn die Junge Union spielt diesmal die Identitätskarte. “Wir sind Wir”, da kann man doch nicht widersprechen, oder?
“Verrückte Zeit, verrückte Welt” heißt es da und das stimmt ja irgendwie auch. Die Rente in weiterer Ferne und auch deutsche Autos will niemand mehr haben. Da verpflichtet Tradition ja geradezu irgendwie. Und deshalb haben die Orangenen auch Erfolgsproduzent Leslie Mandoki verpflichtet. “Klare Sicht und schönes Land” – da fehlt eigentlich nur noch der Gastauftritt von Günter Wewel, um den Liberalen auch stimmlich Paroli bieten zu können. Wenn es schon bei den Bürgerlichen so spannend ist, was wird dann erst die schweigende Mehrheit auffahren? Cem Özdemir singt im Medley mit den “Erben der Scherben” das Rauchhaus-Lied vom Balkon seines Kreuzberger Wohnhauses? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin mittlerweile gespannt wie ein Flitzebogen.
Mittwoch, 19. August 2009
Raum-Zeit-Schriftbild-Kontinuum
Ein Gang durch Neukölln und schon ist alles durcheinander. Macht Euch selbst ein Bild und staunt, lacht oder seufzt. Aber eine “AG II”-Beratung mit einem handgeschriebenen Schild zu bewerben, dass aussieht, als sei es direkt von Doc und Marty mit dem Delorian aus den 50er Jahren in unsere kalte Post-Agenda-2010-Gesellschaft gebracht worden, verwirrt zumindest mich. Offensichtlich hat der Wirt seine Nische gefunden und besetzt sie mit Nachdruck.
Sonntag, 16. August 2009
Glanz und Elend
Glanz:
Ja, ich weiß, man hätte sich etwas Eleganteres einfallen lassen können, um diese musikalischen Elemente miteinander zu verbinden. Vielleicht ist Irving Fields sogar (Salon-)Kommunist. Aber es ist spät, zu spät für Medientheorie.
Freitag, 14. August 2009
Meine Stuttgart-Trilogie, Zweiter Teil
Freitag, 7. August 2009
Meine Stuttgart-Trilogie, Erster Teil
Dienstag, 4. August 2009
~
Adolf Endler ist gestorben. Traurig. Eine der wenigen sympathischen Figuren im Literaturbetrieb hat das Feld den verbohrten Rechthabern und pathosübersättigten Dichterdichtern überlassen müssen.


Kommentare