Ein neuer Pynchon-Roman ist erschienen, und eigentlich wollte ich mich freuen. Spät, beinahe zu spät, fiel mir dieses Dokument in die Finger, das mich über die finst’ren Implikationen des Vorgängerwerks informierte. Ich habe “Against The Day” seinerzeit mit großer Begeisterung gelesen und damit wohl unbewusst zum Siegeszug des US-Imperialismus beigetragen. Passen Sie auf, dass es Ihnen nicht ähnlich ergeht!
Donnerstag, 30. Juli 2009
Wachsam bleiben!
Montag, 13. Juli 2009
Michael Jackson Beitrag (verspätet)
Ich möchte nicht der einzige Blogger ohne Beitrag zu Michael Jackson in diesen Tagen sein und bleiben. Also, bitteschön:
Konzertmitschnitte
Dieses hier für Dich, ja_be, der Du nicht dabei sein konntest: Konzertmitschnitte von Omar Suleyman und Group Doueh am 13.06.2009 im Festsaal Kreuzberg in Berlin.
Sonntag, 12. Juli 2009
Doomy und gloomy
Ausnahmsweise mal nur ein Link. Ich habe zwar keine Ahnung, worum es bei dieser Sache geht, aber wie es aussieht, wird sich die Welt irgendwie ändern oder so.
Montag, 6. Juli 2009
Ich und mein Fahrrad...
...wurden heute zweimal von der Polizei kontrolliert. Mein Fahrrad ist ein sensibles Teilchen und verlor vor Schreck die Fassung Kette. Dabei zeichneten sich die Herren Polizisten nur durch schlechte Zähne und nicht durch übertriebene Gründlichkeit aus, aber schon der Verdacht, dass sie irgendwelche Mängel an ihm gesehen, wenn auch nicht geahndet haben könnten, muss Fahrradi den Rest gegeben haben. Warum ich das hier melde? Weil mir die regionale Distribution der Polizisten gefallen hat. In der Leipziger Straße waren es drei: Einer zum Rauswinken, zwei zum Kontrollieren. Im sozialen Brennpunkt Schöneberg-Nord hingegen brauchte es dreizehn: Einen zum Rauswinken, zwei zum Kontrollieren, einen als zusätzlichen bad cop (“Nanana, das sieht ja übel aus”, und mein wie gesagt sensibles Fahrrad wechselte von schmutziggrün zu schmutzigrot), vier zum Rumstehen, weitere vier zum auf der anderen Straßenseite Rumstehen, und einen höherrangigen Beleibten einige Meter weiter zum auf dem Zebrastreifen Herumlungern. Wahrscheinlich war das der Endgegner, der den Ausreißern den Rettungsschuß verpasst, aber ich will darüber genausowenig spekulieren wie über die möglicherweise auf den Dächern des Tagesspiegel-Gebäudes postierten Scharfschützen (”Nur auf die Reifen, Jungs, nur auf die Reifen, sonst haben wir hier ruckizucki ein zweites Watts!”).
Samstag, 4. Juli 2009
This is it
Die erste Welle der Nachrufe und der Trauerarbeit (auch hier) ebbt langsam ab, aber immer neue Videos tauchen auf, die die letzten Tage Michael Jacksons und die Vorbereitung auf seine Konzerte in London dokumentieren. Heute habe ich ein Filmchen gefunden, dass uns Zynikern hier eine Steilvorlage und den anderen ein mundgerechtes Häppchen der ewig traurigen Geschichte von großen Träumen und ihrem jähen Ende bietet. Mein Kumpel Olli würde das, was die Tänzer wohl gerade durchmachen, “Abfuck” nennen. Eigentlich können alle froh sein, dass uns diese Casting-Show erspart blieb.
Freitag, 3. Juli 2009
Grevesmühlen
Ich glaube, im mecklenburgischen Grevesmühlen ist man vorrangig bemüht, einen guten Eindruck zu vermitteln. Diesen Gedanken frischte mir heute Abend die Aktuelle Schaubude im NDR auf. Denn das ist – bei sonnigstem Wetter und direkt vom Grevesmühlener Marktplatz gesendet – mit Bernhard Brink, Axel Schulz und City, die sich modisch heutzutage übrigens in keinster Weise von den Scorpions unterscheiden, zumindest aus Sicht des allgemeinen Fernsehzuschauers öffentlich-rechtlicher Programme gut gelungen.
Erstmalig hatte ich diesen Gedanken, als sich mir vor einiger Zeit während einer Zugfahrt im Bahnhof von Grevesmühlen folgendes Bild präsentierte:

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