..., deren Machenschaften hier schon einmal angeprangert wurden, haben wieder zugeschlagen.
UPDATE: Nochmal.
Samstag, 24. Januar 2009
Die Beschrifter...
Dienstag, 20. Januar 2009
Terror worldwide!
Ich dachte bisher, eine bestimmte Form der morgendlichen Traumatisierung sei eine auf Norddeutschland beschränkte Erfahrung. Weit gefehlt, wie es aussieht.
Montag, 19. Januar 2009
armenien tourismus

GANZ NEUES GOOGLE-PRODUKT! Präsentation aktueller Reisewarnungen des Auswärtigen Amts(!) als REISETIPPS (woanders hin).
Meine Empfehlung für den nachhaltigen Erfolg dieses Geschäftsmodells:
- Die Reisetipps als Sponsored Links verkaufen. Beispiel: Fahren Sie da (Armenien) mal lieber nicht hin, sondern besser schnell mit TAROM (rumänische Fluggesellschaft, siehe auch “Die Geschichte des Flugwesens in Rumänien”) nach Rumänien (mit Knoblauch sehr ungefährlich).
- Sollte mit Abstrichen auch regional mit Unwetterwarnungen (Kachelmann als Zugpferd) funktionieren.
Ein feiner Zug...
...des Schöneberger Amtsgerichts und gleichzeitig ein Bekenntnis zur in Berlin seit jeher hochgehaltenen Toleranz in Glaubensdingen ist es, die für Kirchenaustritte zuständige Sachbearbeiterin ihr Büro mit Postern dieser Art zuhängen zu lassen. Die Bescheinigung über den Austritt wird aber ohne Weiteres erstellt. “Die bewahren Sie solange auf, bis Sie wieder eintreten”, sagt sie zum Abschied. Ganz ohne drohenden Unterton.
Freitag, 9. Januar 2009
Geschichte und Musik
Zeitungszeugen: Wenn wir von dem idiotischen Titel einmal absehen, eine hervorragende Idee. Historische Zeitungen verraten zwar keine Fakten, die man nicht anderswo besser nachlesen könnte, aber durch ihre kunterbunte Zusammenstellung (Schlagzeilen – Lokalteil – Werbung – Wetter – Kleinanzeigen – Reportage) erreichen sie ganz von selbst eine polyperspektivische, unhierarchische Sichtweise, die man sich in der Geisteswissenschaft erst mal erarbeiten musste. Wobei normalerweise nicht immer die Zeit und Motivation da ist, sich derlei Dokumente zu verschaffen (und wer schon einmal in einer Bibliothek den “Völkischen Beobachter” bestellt hat, weiß, dass es da zusätzlich eine gewisse Schwelle zu überschreiten gibt, die am Kiosk wegfällt). Also jekauft dit Ding. Und in der U-Bahn die “Reichsausgabe” der “Deutschen Allgemeinen Zeitung” vom 31. Januar 1933 gelesen, was einem spezielle Blicke einträgt, aber die Bereitschaft, so eine Reihe zu abonnieren, erstmal nicht schmälert. Dann aber die Ummantelung des Ganzen: Eine Katastrophe. Dass man Zeitungen wie “Der Angriff” mit Leitartikel des Herausgebers Dr. Goebbels nicht unkommentiert lassen kann, ist ja klar. Allerdings besteht der Kommentar aus einigen läppischen Seiten, die, wenn nicht “Prof. Dr. Wolfgang Benz” drunterstehen würde, ebensogut aus einem Schulbuch für die 5. Klasse hätten kommen können. Desweiteren haben wir eine Einführung in die Fraktur (was sicher richtig ist), die bei der Transkription eines kurzen Beispieltextes zwei Fehler macht. Wir haben eine Zeitungsauswahl, die (durch die Hereinnahme einer kommunistischen, einer Nazi- und einer Dazwischenzeitung) Ausgewogenheit suggeriert, als Zeitung der Mitte aber die schon erwähnte, sehr rechte “D.A.Z.” nimmt. Wir haben als Extra dieses Poster, das angesichts der thematischen Ausrichtung der Reihe für die nächsten Ausgaben faschistische Plakate erwarten lässt. Muss ich mir die dann alle aufhängen? Wir haben ein Abomodell (Vergünstigungen bei Abschluss bis zum 31. Januar), das haargenau dem Nazi-“Angriff” entnommen ist. Und wir haben einige Thesen zur Geschichtphilosophie, die für die erwünschte Diskussion Böses erahnen lassen:
Ich finde es wichtig, den Menschen die Geschichte des Landes nahe zu bringen und sie lebendig zu halten. Deshalb finde ich das Projekt sehr gut und hoffe, dass es alle Generationen erreicht.
sagt zum Beispiel Michael Stich, der gewohnt kontrovers argumentierende Citoyen erster Güte. Auch der mir persönlich unbekannte Björn Casapietra hat sich so seine Gedanken gemacht:
Geschichte ist wie Musik: Man muss sie erleben können, um sie zu begreifen. Zeitungszeugen macht deutsche Geschichte hautnah nachvollziehbar – ein wertvolles Projekt.
Geschichte ist wie Musik – das gibt dem Zeitungszeugen-Lesen in der U-Bahn, das vielen die iPod-Berieselung ersetzen wird, natürlich eine ganz andere Note.
Ich werde den Schwachsinn wohl leider weiterhin kaufen. Aber die “Zeitungszeugen”, die von durchaus namhaften Historikern unterstützt werden, lassen mich von meiner bisherigen Überzeugung Abstand nehmen, eine wissenschaftlich kommentierte, frei verkäufliche Ausgabe von “Mein Kampf” sei eine gute Sache. Der nächste, nein, nicht Hitler, der nächste Moritz Fürste kommt bestimmt. Und er wird etwas ähnliches sagen, wie es der “Hockey Champion” schon jetzt gesagt hat:
Ich finde, es ist eine innovative und interessante Idee. Gut zu lesen und anschaulich aufbereitet.
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