Jetzt, wo ich es gerade posten will, verlässt mich doch etwas mein Vertrauen in die eigene Speicherkapazität für unnütze Daten, aber wenn mich nicht alles täuscht, hat dieser Herr hier heute oder morgen Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch also! Übrigens ist das Beenden von Sätzen mit “in Deutschland” ganz schlechter Stil, nicht nur in Deutschland.
Mittwoch, 30. Januar 2008
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Montag, 28. Januar 2008
Das Alte Recht(s)
Ist “altliberal” jetzt eine wenig subtile Schmähung (Begriffsfeld ewiggestrig etc.) oder eine in Journalistenkreisen durchaus gängige Klassifizierung (neoliberal vs. altliberal, Altötting, Neuötting, Neu-Altötting usw.)? Und was passiert, wenn die Neoliberalen einmal alt sind?
Verschwørungsteorier
Hm, ein dänischer Film ganz ohne Mads Mikkelsen? Wenigstens als “gammel spanier” oder als “Taxachauffør” hätten sie ihn doch einsetzen können. Ansonsten kein schlechter Film, der allerdings für ein Komödie etwas arg bedeutungsschwanger daherkommt. Und wo wir schon beim Thema sind: Wie oft kommt es eigentlich in Filmen vor, dass eine geplante Abtreibung doch noch zugunsten des Mutterglücks abgeblasen wird? Muss man da schon Ideologie hinter vermuten? Jedenfalls hätte man das Pathos, wenn man es denn schon haben will, nicht unbedingt im Segment Familienseligkeit verstreuen müssen. Auch wenn in Form des Richter-Erzählstrangs ein wenig Gegengift dazukommt. Aber was rede ich hier, der Film ist ja schon einige Jahre alt und sicher allen bekannt.
Eine weitere Sensation aus dem Bereich Zineastik, die hier vielleicht noch mit reingequetscht werden kann, ist der Kinostart des neuen Werks von Béla Tarr: In drei Tagen ist Premiere. Vorerst nur in Ungarn, aber vielleicht ist das Hinweis darauf, dass auch hierzulande irgendwann einmal damit zu rechnen ist und das Warten auf den aktuellen Film eines der großartigsten Regisseure überhaupt ein Ende hat.
Sonntag, 27. Januar 2008
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Het programma vom diesjährigen, nach Brüssel umgezogenen Kraak-Festival ist da. Leider kenne ich davon nur sehr wenig; weiß jemand mehr?
Donnerstag, 24. Januar 2008
Gewinnspiel
Web Zwonull bei amazon.de: Zu jedem Buch soll es ein Forum geben, in dem sich Leserinnen, Leser und solche, die das noch werden wollen, einfach mal austauschen und user-generated content erzeugen können. Wer nicht weiß, an welcher Stelle er seinen Senf dazugeben soll, erhält zarte Hinweise.
Web Zwonull auch hier, in Form einer Quizfrage: Bei welchem Buch bekam ich folgende Foren empfohlen? Zu gewinnen gibt es wahlweise eine Flasche mazedonischen Rotweins (lieblich, Weinbaugebiet Povardarski, 1 Liter mit Schraubverschluss), das Buch “Georg Heym: Gedichte und Prosa” (Hrsg. v. H. Rauschning, Frankfurt 1962) oder etwas anderes. Ich gebe auch Hinweise der Sorte heiß/lauwarm/kalt.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Wenn der Satz "Ich möchte mich nicht unterhalten, danke" im Repertoire fehlt
Am 18.01.2005 habe ich eine E-Mail verschickt – ja, ich archiviere E-Mails, nicht alle, aber die wichtigsten, um später einmal in der Lage zu sein, selbst im Falle einer Alzheimererkrankung noch eine astreine Autobiographie abzuliefern, Vorsorge ist schließlich die halbe Miete. Wie dem auch sei, Inhalt dieser E-Mail war die Transkription eines Gesprächs zwischen einem gescheiterten mittdreißiger (gm) und einer angehenden architektin (aa), das durchaus so fetzenartig war, wie es sich liest*:
gm: studieren sie architektur?
aa: ja.
gm: innen- oder aussenarchitektur?
aa: architektur und städteplanung.
pause
gm: also das aussen?
...
aa: haben sie auch architektur studiert?
gm: so was ähnliches.
pause
gm: maschinenbau.
...
gm: was haben sie denn gelernt?
aa: nichts weiter. ich habe gerade mit dem studium begonnen.
gm: sie können sich exmatrikulieren lassen.
aa: also eigentlich wollte ich erstmal weiterstudieren.
gm: lassen sie sich exmatrikulieren. machen sie erst eine ausbildung. das ist besser.
...
gm: wir sehen uns dann in fünf jahren in <a href="http://www.viaduk.de/anbieter1/diakonieverband/stoevchen.html" title="Psychosoziale Kontaktstelle für Menschen mit persönlichen Krisenerfahrungen und unterschiedlichen Krankheitsverläufen">lüneburg im stövchen</a>.
aa: was ist das?
gm: wo arme leute hingehen. oder bei der lüneburger tafel. essensausgabe.
...
gm: studieren wird ja jetzt sehr teuer. das kostet 500 euro pro semester.
aa: nicht, wenn man in hamburg angemeldet ist.
gm: doch. sie müssen auch 500 euro bezahlen. haben sie reiche eltern?
aa: nein.
gm: dann wird es sehr schwer für sie.
pause
gm: sehr schwer für sie.
- Nicht, dass ich mich daran erinnern könnte, aber ich habe ja die E-Mail zum Nachschlagen. Nur um nochmal die Vorteile der E-Mail-Archivierung zu verdeutlichen.
Dienstag, 22. Januar 2008
HipHop by numbers

true dat!
Sonntag, 20. Januar 2008
Stil

Antimateur vor Ort: Stilsuche
“Teure Markenartikel geschenkt?” Was sich zunächst anhört wie ein Witz oder Werbegag mit Fussnote ist in Metzingen, nahe Stuttgart Realität: Faktory Outlet. Hier kann sich der stilbewusste Mensch nach Lust und Laune mit eleganten Markenartikeln versorgen, Hugo Boss, Boss Orange, Boss Black, Boss Green, Hugo, Joop!, Strenesse, Burberry uvm. alles an einem Ort.
Antimateur Readakteur und Stil-Ikone Slavy G.* begab sich auf die Suche nach Markenartikeln und fand wahrlich elegantes: Top-Design Jacke von Hugo (wahrscheinlich green label) zum sagenhaften Preis von 139€ (statt 399€), begefügtes Foto ist der Beweis: Stil und Eleganz gibt es auch für den kleinen Geldbeutel! *Name geändert
Donnerstag, 17. Januar 2008
The way we walk
“Für den Weg vom S-Bahnhof zur F.-Straße brauchen Sie im scharfen Stechschritt zehn Minuten.”
Montag, 14. Januar 2008
Das Baby...
..., das auf dem Cover von Nirvanas “Nevermind” abgebildet ist, ist heute 17 oder 18 und kleidet sich dezent Grunge-mäßig. Das gibt Gelegenheit, über dieses ikonische Motiv noch einmal nachzudenken. Wirklich frappierend ist die völlige Misslungenheit. Wenn man sich das ganze Kurt-Cobain-Brimborium einmal wegdenkt, was würde uns dieses Cover sagen? Das vage antikapitalistische, ziemlich alberne Motiv in einem grellen Türkis, verbunden mit dem merkwürdigen Schwabbelschriftzug des Albumnamens? Soll auf diesem Wege ein ernsthaftes Anliegen vermittelt werden, ist das Ganze irgendwie düster oder handelt es sich nicht doch eher um die Ikonographie einer hedonistischen Sauf- und Metalband? Die Ausstrahlung von Mittelmäßigkeit ist (rückblickend) so enorm, dass man die Übersteigertheit des folgenden Albumdesigns (Fleisch! Engel! Nacktheit! Geburt! Tod!) schon fast als notwendige Korrektur zu akzeptieren bereit ist. Zumindest für diesen Fall scheint die These, dass Plattencover so wahnsinnig viel über eine Ära erzählten und deswegen im mp3-Zeitalter irre was verlorenginge, einigermaßen widerlegt.
[via elektrosmog]
Samstag, 12. Januar 2008
Don't walk away, in silence.
An dieser Stelle mal ein Filmtipp: Control: The Ian Curtis Film.
2 unterhaltsame Stunden im trostlosen britischen Arbeitermilieu folgen der sehr kurzen Karriere des Ian Curtis, der entfremdet der Welt abhanden kommt. Trotz einer relativ statischen Kamera (der Regissieur ist auch Fotograf) vermag Sam Riley den Zuschauer zu fesseln bis zum Schluss! Don’t walk away, in silence.
Sonntag, 6. Januar 2008
Teufelszeug moderner Fußball
Dem VfB Lübeck geht es finanziell schlecht. So schlecht, dass Fans des Vereins ihre überflüssigen und nicht passenden Weihnachtsgeschenke bei eBay versteigern. Das wirkt wie eine verzweifelte Variante der Retterkampagne des FC St. Pauli, die selbst ja schon irgendwie verweifelt daherkam. Aber was will man auch machen, wenn sich trotz umfangreicher Kaderverkleinerung die Insolvenz weiter mit großen Schritten nähert.
Doch damit nicht genug. Auch sportlich liegt einiges im Argen, die dritte Liga und damit der finanziell attraktive Profifußball ist mit der aktuellen Platzierung in der Regionalliga Nord in weite Ferne gerückt. Und auch das Abschneiden beim Schweinske-Cup liefert wenig Anlass für Hoffnung.
So kommt eins zum anderen und was bleibt, ist die Frage nach der Ursache für den ganzen Schlamassel. Die Antwort gibt möglicherweise ein Aufkleber, der hier und dort in Lübeck gesichtet werden kann:

Freitag, 4. Januar 2008
Wissenschaft im Netz
Es ist hochlöblich, dass sich auch die sogenannte Blogosphäre nicht mehr zu schade ist, sich mit der Frage der Ernährungsgewohnheiten des Sprudelfurzpinguins auseinanderzusetzen. Leider fehlt in der gesamten bisherigen Debatte der Hinweis auf die bahnbrechende Arbeit von Röttgers und Kamp, die, wenngleich an entlegender Stelle erschienen (Karl Röttgers, Jürgen Kamp: Die Veränderung menschlicher Ernährungsgewohnheiten und ihr Einfluß auf die Populationen von Eierliköreule, Käseigeligel und Sprudelfurzpinguin. In: Richter, Stamm, Konecny (Hrsg.): Schnucki, das kleine Eichhörnchen. Meckelfeld 2002), ein für allemal mit liebgewordenen Mythen wie der (weitgehend obsoleten) Toast-Hawaii-Fixierung von Aptenodytes kondrauer aufräumt. Man muss den Kollegen, die über diese Studie hinwegsehen, wohl entweder äußerst schlampige Recherche unterstellen oder aber von einem verstockten Essentialismus ausgehen, der ihren Ausführungen zugrundeliegt. Ich weiß nicht, was von beiden gerade auf einem so verbittert umkämpften Terrain wie der Sprudelfurzpinguinforschung fataler wäre; so bleibt zunächst nur der schale Nachgeschmack einer verschenkten Chance.
Donnerstag, 3. Januar 2008
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Mensch, Franzosen, da habt Ihr es den Sprachimperialisten, den Üblen, aber mal richtig gezeigt!
Edit: Hier noch ein halbwegs passender Artikel, vorsichtshalber sowohl in englisch als auch in französisch.
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