in Winsen hat der Chinese seine Ruhe.
Freitag, 29. Juni 2007
Zur Sache, Szczecin!
(Eigentlich wollte ich hier noch mein Unverständnis ausdrücken, dass die bei weitem größte und interessanteste Stadt, die mit dem Brandenburg-Ticket erreicht werden kann, nicht völlig überfüllt mit Berlinern ist, aber ist schon recht, bleibt mal bei Euerm Wandlitzsee und kauft Alkohol und Zigaretten in Słubice, das ist schon in Ordnung so)
Mittwoch, 27. Juni 2007
Traumhochzeit
Eine ca. hundertköpfige Hochzeitsgesellschaft, die sich nach Mitternacht complett am großen Eichenholztisch niederlässt und – unter der bewährten Leitung von Jochen Trus – bis in die frühen Morgenstunden “Advanced Dungeons & Dragons” spielt, gibt es wohl in der Tat nur im Traum. Schade, obwohl die Dominanz des Brautvaters (dessen Charakter nicht umsonst den Namen “König Expressö” trug) der Assoziation freier Krieger und Elfinnen etwas die Gleichheit nahm.
Montag, 25. Juni 2007
Umfrage (Tatort 2)
Leider gibt es hier nicht die Möglichkeit, so eine echte Umfrage zu machen, wo eim dann die Prozente anjezeicht wern und so. Ist aber ja auch egal:
Woran mussten Sie denken, als im gestrigen Tatort bekannt wurde, dass die Wasserleiche “Borowski” hieß?
° Tim Borowski
° Borowsky – Vogel – Wunder
° An etwas anderes, nämlich:
° An nichts
Unter der Maske: Die stahlgrauen Augen von Leutnant Schmertz
Im gestrigen Fernsehprogramm kamen sie gleich im Doppelpack: Im Tatort die skrupellosen Ex-Stasi-Schergen, die das mit skrupellosen Stasimethoden erworbene Geld in Österreich ins Trockene bringen wollten. Immerhin waren das nur zwei, und man war fast geneigt, sie als Einzelfälle abzutun, zumal die sozialistische Moral deutlich ins Privatunternehmerische abgeglitten war. Dann aber schaffte “Stirb langsam 3” Aufklärung: Eine ganze Armee unzufriedener Ossis (ob Stasi oder NVA, hab ich nicht so genau mitgekriegt) schickte sich an, die Weltherrschaft zu übernehmen. So geballtes Auftreten ostdeutscher Schurkenhaftigkeit hat mich doch etwas nachdenklich gemacht und lässt die jüngst ausgesprochenen Terrorwarnungen des Innenministers in einem ganz anderen Licht erscheinen. Hat denn jemand mal genau überprüft, wie viele der angeblich in den Westen Ausgewanderten wirklich dort angekommen sind? Und wieviele stattdessen jetzt vielleicht in einem gigantischen Höhlensystem unter dem Südharz den Umsturz planen?° Oder in riesigen klandestinen VEBs staubgraue Trenchcoats für die Ausrüstung der Truppe herstellen?°° Das sind natürlich beunruhigende Gedankenspiele, aber ein bisschen freue ich mich auch auf die Nachrichten von Oberst Krieg oder Hauptmann Hass aus dem thüringischen Urwald. Dieser Subcommandante Marcos hat ja so etwas luschenhaft-verträumtes (alleine dieser zweifelhafte Dienstgrad!). Wenn der es seit Jahren schafft, die Revolution am Laufen zu halten, und zwar gegen einen deutlich autoritäreren Staat als die BRD, müsste das für geschulte Kader ja ein Kinderspiel sein. Bereits jetzt sollen zahlreiche Gruppen von “Globalisierungsgegnern” unterwandert sein. In diesem Sinne: G8 ist erst der Anfang!
° Wäre ich “Stirb-langsam”-Drehbuchautor, würde ich jetzt statt “unter dem Südharz” “namens Mittelbau-Dora” schreiben und so dem ganzen noch einen fragwürdigen totalitarismustheoretischen Anstrich geben. Das Blogwesen freilich fordert absolute Wahrhaftigkeit.
°° Und mit Rotkäppchen-Sekt die Übererfüllung von Fünfjahresplänen feiern – gerade solche scheinbar nebensächlichen Details bedürfen großer Aufmerksamkeit.
Freitag, 22. Juni 2007
Tip
Okay Freunde, falls jemand unter Euch (man weiß ja nie, wer das hier so liest) mal irgendwelche Geständnisse per Folter aus mir rauszuquetschen wünscht: Einfach das Verhörzimmer mit dieser Tapete tapezieren. Das geht schnell, Ihr macht Euch nicht die Hände schmutzig, ich wäre hinterher zwar ein geistiges Wrack, aber immerhin noch körperlich intakt, und der deutschen Design-scène wäre auch geholfen.
[via]
Für Irene
Johann Christian Polycarp Erxleben: Gute Güte, so würde ich auch gerne heißen.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Im Hallenbad
Betrachten Sie vor dem Betreten des Beckens die Wasseroberfläche! Wenn an unregelmäßig verteilten Stellen kleine Fontänen aufsteigen, handelt es sich nicht um einen defekten Whirlpool, sondern um ein untrügliches Indiz für die Präsenz von ca. 20 untersetzten, schnauzbärtigen Tauchern. Meiden Sie solche Gewässer! Die Taucher verharren stundenlang am Beckenboden, um dann überraschend aufzusteigen und Sie mit ihrem Gemisch aus Berliner Idiom und Fachsprache zu verwirren.
Mittwoch, 20. Juni 2007
Vorbildlich
Währenddessen
Dienstag, 19. Juni 2007
Frague
Gibt es eigentlich noch mehr Leute, die diese Nirvana-Coverversion von Erdmöbel ganz gelungen finden, oder ist das sowas, was man als “peinlichster Lieblingssong” bei der zitty angeben müsste, wenn man ein berühmter DJ (Style: Indonesian Speedfolk, Deep House, Acid Baroque, Alte Musik) wäre?
Montag, 18. Juni 2007
Please call Stella
Linguisten und Linguistinnen scheinen mir großartige Leute zu sein. Anders ist dieses Projekt nicht zu erklären. Der wissenschaftliche Nutzen, hunderte von Leuten denselben englischen Nonsenstext vorlesen zu lassen, dürfte gering sein, aber der Unterhaltungswert für gelangweilte Internetnutzer ist ein Faktor, der in den sonstigen Wissenschaften einfach viel zu wenig gewürdigt wird. Wenn lauter kleine Kultusministertöchter und -söhne Mami oder Papi in den Ohren liegen, was für eine lustige Seite sie da entdeckt haben, dürfte das auch mit den Exzellenzclustern für die Linguistik kein Problem sein.
[via]
Freitag, 15. Juni 2007
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Aus der Reihe: “Firmen, die ihr Werbekonzept überdenken müssen, wenn das mit der verdammten Klimaerwärmung so weiter geht”
Dienstag, 12. Juni 2007
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Im Rahmen eines vorerst auf fünfzehn Jahre angelegten DFG-Projekts zur “Visualisierung auditiver Kulturen” befasse ich mich mit der Webseitengestaltung holländischer Bands. Es ist noch ein wenig früh für endgültige Ergebnisse, aber ein gewisser Trend ist bereits zu erkennen. Sehen Sie selbst!
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