...unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten: Erstens ihrem jeweiligen Feiertag. Die Moslems sind zuerst dran, nämlich am Freitag, dann kommen sonnabends die Juden und schließlich am Sonntag die Christen. Zweitens sind die Christen im deutschen Fernsehen derzeit deutlich besser repräsentiert. Weitere Unterschiede kann ich nicht erkennen, zumindest wenn man dieses Wort zum Freitag und dieses Wort zum Samstag mit dem aus der ARD Bekannten vergleicht. Es mag freilich sein, dass nach den ersten 30 Sekunden, wenn man bereits weggeklickt bzw. weitergeschaltet hat, noch der Aufruf zu Kreuzzug, Dschihad oder Brunnenvergiftung folgt. Das wäre eventuell ein Argument, die Sendungen im Programm zu lassen oder reinzunehmen. Ansonsten ist derartiges Gewäsch doch in diesem neuen Berlin-Edel-Youtube ganz gut aufgehoben, zumindest bis das ersehnte Gesetz kommt, das Religionsausübung aller Art unter Strafe stellt.
Ein bisschen blöd kommt es mir jetzt doch vor, alle Religionen so feige ringparabelmäßig gleichzustellen. Truth be known: Der muslimische Vertreter ist am sympathischsten. Von dem lasse ich mir gerne mal erklären, wieso Allah “der Alabama” genannt wird.
Dienstag, 27. Februar 2007
Die drei großen monotheistischen Religionen
Montag, 26. Februar 2007
SpäSSe
Man werfe mir nicht vor, ich sei humorlos. Und auch die Pressefreiheit weiß ich im Allgemeinen ebenso zu loben wie die verlegerische Vielfalt hierzulande. Aber das lustige Lichtlein, das ein honoriger Verlag (siehe auch die aktuelle Nummer dieser Zeitschrift) hier ansteckt – ich weiß nicht, ich mag irgendwie nicht in das befreiende Gelächter einstimmen. So, jetzt erstmal Tastatur mit Seife auswaschen.
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Freitag, 23. Februar 2007
Mèkèyèrshin salawq
Ich liebe es ja sehr, bei kopierten CDs die Songtitel abzuschreiben und verwahre mich gegen den Vorwurf, das sei aber doch pedantisch. Wenn man allerdings die Sprache so gar nicht kennt, die man mühsam kopiert, beschleicht einen schon manchmal das Gefühl, etwas doch eher Sinnloses zu tun. Etwas anderes ist es natürlich, wenn man die Titel hinterher noch in einem Blog postet. Qotchègn mèssassaté.
Dienstag, 20. Februar 2007
Weltende
Ich bin in der Geschichtsbibliothek und der Typ mit dem weißen Hemd ist nicht da.
Freitag, 16. Februar 2007
Marketingstrategien (3)
Als Betreiber eines Möbelmarktes mag es ausreichen, einen überaus scheußlichen Werbespot in die Kamera zu rappen. Hat man jedoch eine ganze Atomindustrie zu bewerben, darf es durchaus schon etwas spektakulärer sein: Мисс Атом 2007 zum Beispiel. Interessant übrigens, welche Armut an weiblichen Vornamen in Russland dem Reichtum an Atomkraftwerken gegenübersteht.
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Donnerstag, 15. Februar 2007
Marketingstrategien (2)
Eigentlich dachte ich ja, man könnte diese unsägliche deutsche Vanity Fair einfach mit der Selbstverständlichkeit desjenigen, der es besser weiß, abtun. Deswegen kann man es leider doch nicht. Nicht, dass der Goetz da bisher etwas wirklich Umwerfendes geschrieben hätte. Aber es nach “Abfall für alle”, das fast schon historisch gewordene Blog- und Lebensbedingungen beschreibt, noch einmal zu versuchen, gefällt mir. Dieselbe Story wie “Rocky Balboa”, quasi.
Mittwoch, 14. Februar 2007
(Ill.)
Dies, meine Damen und Herren, ist die Seite antimateur.org, dargestellt als Graph. Nicht, dass ich auch nur ansatzweise verstehen würde, was da gemacht wird, aber hübsch siehts aus, gell?
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Dienstag, 13. Februar 2007
Marketingstrategien
Ja, FU-Shop, das hat schon was. Deine sauteuren, sauhässlichen Corporate-Identity-Textilien just an der Stelle feilzubieten, wo letzte Woche die Aktion “Mein letztes Hemd für Bildung” stattfand (und daher einige Engagierte ihrer Oberbekleidung verlustig gingen), zeugt von einem gewissen Gespür für die Gesetze von Angebot und Nachfrage.
Samstag, 10. Februar 2007
Ausblick
In einigen Jahrzehnten, wenn wir, mit Eigenheim und fröhlicher Kinderschar versehen, nochmals zusammenkommen, um einen wehmütigen Blick auf die in verrückten Großstädten wie Weimar, Paris oder Solingen verbrachte Jugend zu werfen, wird insgeheim jeder versuchen, die eigenen Lehrjahre als die extravagantesten herauszustellen. Aber wie soll man Nonkonformismus messen, zumal, wenn er der Vergangenheit angehört und keiner der Anwesenden den Eindruck macht, die Wildheit der Nuller-Jahre mit in die Gegenwart genommen zu haben? Mit der Zeit wird sich eine Frage herauskristallisieren, die gleichsam als Gretchenfrage in der soignierten Tischgesellschaft die Runde macht. Die Frage wird lauten: “Hast Du jemals eine Band in der Besetzung Schlagzeug, Schlagzeug, Querflöte gesehen?” Nun, um es kurz zu machen, seit gestern kann ich diese Frage bejahen. Ich blicke daher der Zukunft mit Zuversicht entgegen.
Freitag, 9. Februar 2007
Another Dog's Life
BZ gestern, als Aufmacher: WOLFS-SENSATION IN DER LAUSITZ!
Eine Wölfin war aus Polen eingewandert und hatte sich offenbar in den Wäldern der Mark niedergelassen.
BZ heute, auch auf Seite 1, aber nicht ganz so groß: “Lausitz-Wolf überfahren”.
Montag, 5. Februar 2007
Dass es sowas noch gibt
39,1%
NACHTRAG. Und meine Schwester zieht ausgerechnet in der Gegend in ein Schloss, wenn ich meinem Vater da Glauben schenken darf. Muss ich mir Sorgen machen? Krieg den Palästen usw.?
Return to Zander*
Ich finde ganz gerne mal ‘ne Zeitung im Zug. So wie zum Beispiel am Samstag, als jemand die Süddeutsche für mich liegen lassen hat. Zwar nur den Fernsehteil, aber immerhin. Das war beeindruckend genug:
20.15, ARD, Wider den tierischen Ernst, Festsitzung des Aachener Karnevalsvereins unter dem Motto “Aachen hebt ab”
20.15, ZDF, Willkommen bei Carmen Nebel, Undurchsichtige Unterhaltung
20.15, SAT 1, Meister der Comedy… erklären die Welt, Comedyshow mit Jürgen von der Lippe
20.15, Tele 5, Süße 17, tödliches Biest, “Hinter Jennifers süßer Fassade verbirgt sich eine Psychopatin”
22.00, Tele 5, Body Parts, “Nach einer Armtransplantation wird Bills Leben zum Alptraum”
22.30, WDR, Der große Jecken-Check, “Das Casting der Närrischen Hitparade”
23.55, RTL 2, The Dentist 2 – Zahnarzt des Schreckens, Nichts für schwache Nerven
Gar nicht mal so schlecht, die Auswahl, aber hätte ich mich entscheiden müssen, wäre diese Sendung mein Favorit gewesen:
20.15, MDR, Hier kommt Kurt!, Der große Frank-Zander-Abend, Ein Wiedersehen mit dem großen Künstler (“Tu doch meine Asche in die Eieruhr”) anlässlich seines 65. Geburtstags, knappe vier Stunden Länge, nur kurz unterbrochen durch eine überflüssige Nachrichtensendung
* Ich bedanke mich für diese schöne Überschrift bei S.
Fersengeld
Schmierig wie ein Hallenboden mit Schweißflecken gibt sich Achim Achilles, der beim Spiegel für sowas wie Satire zuständig ist. Diesmal bedient er allerdings nicht die hohe Kunst des Wortspiels, sondern parodiert seinen Kollegen Reinhard Mohr. Verdorben wir dieses in sich geschlossene System allerdings durch die eher zweifelhafte Qualität des Originals. Vielleicht hätte er es lieber wie Matussek machen sollen.
Sonntag, 4. Februar 2007
Das gute Handwerk
Den autoritären, mit Sprachgefühl ausgestatteten Teil der geschätzten Leserschaft wird es schmerzen, dass das schöne Verb “heischen” mehr und mehr in Vergessenheit gerät. Respekt erheischend ist daher die Gründung einer Heischerei gleich bei mir um die Ecke. In einer Gegend, wo Sprachkultur für viele ein Fremdwort zu sein scheint, ist es verständlich, dass das Kerngeschäft bisher nur klandestin betrieben wird: Die Heischermeister und Heischermeisterinnen gehen scheinbar dem Verkauf von Wurst und Käse nach. Sobald dann aber der richtige Moment gekommen ist, wird geheischt, bis die Schwarte kracht.
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