Letzte Woche in Minsk. Auf dem Transparent, was er hochhält, steht, Ihr werdet es erraten haben, einfach “Bulle”.
Dienstag, 1. Mai 2012
Zum Kampftag
Mittwoch, 3. November 2010
Land zwischen Polen und Russland (3): Das farbenprächtige Plakat
Und bröckelt mit der kalten Stadt im Monde;
Wenn Logik nicht im ethischen Konnex,
Nein, kategorisch wuchtet; Mangel an Aufschwung
Bejahung stänkert; Klammerung an Zahlen,
(Zumal wenn teilbar), Einbeinung in den Gang
Nach Krankenhaus, Fabrik, Registratur
Im Knie zu Hausbesitzverein; Geschlechtsbejahung,
Fortpflanzung, staatlichem Gemeinsystem
Ingrimmige Bekehrung, – Tröstet den Trambahngast
Allein das farbenprächtige Plakat.
Gottfried Benn
Obwohl es in diesem Hause gute Tradition ist, mit dem letzten Teil von Reiseberichten etwas zu warten, will ich meinen doch mal zu Ende schreiben, bevor mir Guido Westerwelle zuvorkommt.
Das weißrussische Plakat also. In seiner klassischen Form ist es eigentlich gar kein Plakat, weil der zu vermittelnde Inhalt es rechtfertigt, dauerhaftere Trägermaterialien zu verwenden:
Natürlich gibt es auch im heutigen weißrussischen Staat noch Ewigkeitswerte, wenn auch (das ist angesichts der ungemein schrecklichen Geschichte dieses Landes verständlich) weniger festliche, die außerdem in leicht bedrohlicher Weise ins Bild gesetzt werden:
Irgendwann kam dann hinsichtlich der Heldentaten des Volkes trotzdem Verwirrung auf: Welches Volk ist denn überhaupt gemeint? Das sowjetische, das russische, das weißrussische? Wohl schon in Anerkennung der Tatsache, dass die Antwort auf diese Frage historischen Veränderungen unterworfen ist, wich man hier auf leicht auszutauschende Plakate aus. Die dafür notwendigen Halterungen waren vorhanden, vielleicht weil Weißrussland in den frühen 90er Jahren deutlich westlicher orientiert war als heute und damals mehr Werbung gezeigt wurde.
Ich weiß nicht, wer diese Herrschaften sind; warum sie mir ihre Nationalität zurufen, kann man sich vorstellen. Idealerweise sollte beim Betrachter folgender Eindruck entstehen:
Spätestens hier wird deutlich, dass diese лозунги im Gegensatz zu ihrem steinernen Vorbild nicht mehr über eine qua Medium gegebene Bedeutsamkeit verfügen: Sie müssen sich ihre Aufmerksamkeit erkämpfen, und das Ausrufezeichen wird zur Pflicht (s.a.). Wichtig ist natürlich, dass bei soviel nation-building der Spaß nicht zu kurz kommt. Gottseidank hat sich auch bei den zuständigen Stellen die Erkenntnis durchgesetzt, dass pädagogischer Wert und Humor einander nicht ausschließen müssen.
Übrigens spiegelt sich in diesem Plakat die “Национальная Школа Красоты” – die “Nationale Schule der Schönheit”. Die wäre mir einen eigenen Eintrag wert, wenn ich wüsste, worum es sich dabei handelt. So muss sie hier mit rein.
Dienstag, 21. April 2009
Der Busfahrer-Song
Manchmal braucht man fern der Pseudometropole lebende Freunde. Wenn man für sie die unsägliche Quatschkampagne “be berlin” im Internet sucht, stellt man plötzlich fest, dass die lokalen Medien (ja, 94,3 rs2, Dich meine ich) ihrer Informationspflicht aber sowas von nicht nachgekommen sind und uns diesen Song vorenthalten haben. Man mag gar nicht drüber nachdenken, welches Ausmaß an Sachbeschädigung und Blutvergießen von seiten der “Multi-Kulti-Fraktion” (toll, wie subtil Busfahrer Stephan diese ins Spiel bringt) hätte verhindert werden können! Auch ein schönes Beispiel dafür, dass man manchmal Gewalt gegen das ästhetische Empfinden in Kauf nehmen muss, um Gewalt gegen Sitze zu verhindern.
Freitag, 10. April 2009
Seriöses Auftreten
Ein zufriedener Kunde berichtet: “Super, vielen Dank für den 1A-Lebenslauf. Spitze auch, dass ich anstatt mit Geld mit Hinweisen für Aushänge am schwarzen Brett im Supermarkt bezahlen konnte. Immer wieder gerne.”
Sonntag, 29. Juni 2008
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Zwei Mittfünfzigerinnen an der Currywurstbude.
Zwei Mittfünfzigerinnen mit säuerlichem Gesichtsausdruck.
Zwei Mittfünfzigerinnen, konservativ gekleidet.
Zwei Mittfünfzigerinnen, wie sie sich anschweigen.
Zwei Mittfünfzigerinnen mit Buttons an ihren Jäckchen: “Ich nehme ALLE – mit Standhaftigkeit” die eine, “DILDOKINGS” die andere.
Alleine deswegen muss man den CSD doch lieben.
Freitag, 27. Juni 2008
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Einer Studie zufolge, die unter verschiedenen Verfasserangaben in mehreren Wissenschaftsmagazinen auftauchte, werden 63,7 Prozent aller “Copy-and-Paste”-Vergehen mithilfe von MS-Office-Programmen begangen. Bisher war Microsoft nicht bereit, sich dem Druck der Urheberrechtsorganisationen zu beugen und hier technische Vorkehrungen zu treffen. Als Kompromiss setzt man nun auf unterschwellige Beeinflussung, etwa bei der Grammatikprüfung von Word: “Selbst der hartgesottenste Plagiator kann dem anklagenden Blick von Karl Klammer in Verbindung mit derart schonungslosen Beispielsätzen kaum widerstehen”, hofft Viktor Strg, Pressesprecher der Benutzerabteilung.
Montag, 2. Juni 2008
Russians love the sunshine too
[via]
Zürich Anfang Juni
Montag, 4. Februar 2008
Ich liebe ihren Stil!
Anfängerfehler: Nach Name, Fightname, Gym, Wohnort, Einmarschmusik, Alter,Gewicht und Größe die Frage nach dem Lieblingssatzzeichen vergessen.
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