muss gerade wieder Laufen lernen
Dienstag, 13. Dezember 2011
Zu viel Zeit III
Donnerstag, 22. September 2011
Schlafender in der Großstadt
Als audiovisuelle Ergänzung zum vorherigen Beitrag hier der Auftritt von Anne Clark beim Musik Convoy in Geldern: Schlafender in der Großstadt
Mittwoch, 21. September 2011
In Geldern und in Nettersheim
Seit einiger Zeit läuft auf einsfestival eine Wiederholung von Musik Convoy, einer hauptsächlich von Alan Bangs moderierten Musiksendung aus den 80er Jahren. Mit jeder Folge steigt meine Begeisterung wie mehr oder weniger berühmte Stars auf den Marktplätzen großer Dörfer und kleiner Städte irgendwo in Deutschland auftreten.
So war es zum Beispiel in der Folge aus Geldern sehr schön zu sehen, dass Sade nicht unnahbar und zurückhaltend (meine recht schlichte Erwartung), sondern sympathisch und humorvoll ist: Im Interview spricht sie davon, dass man ihrem Bassisten seine Alkoholprobleme ja wohl ansehen könne.
Und wenn dann auf einmal in Folge 25 die Skeleton Crew in Nettersheim auf der Bühne steht, dann ist das Glück perfekt und ich begreife sofort, warum ich konventionelle Auftrittsszenarien abends im Club meist so unglaublich langweilig finde.
Übrigens ist in der Sendung aus Nettersheim auch Heinz Rudolf Kunze mit seiner deutschen nicht Coverversion, sondern “Nachdichtung” von Lola aufgetreten. Im Gespräch mit Alan Bangs äußerte er sich dann so über Skeleton Crew, dass er diese Band höre, wenn er frei habe, und sie sein schlechtes musikalisches Gewissen darstelle, weil der Mainstream blablabla…
Mittwoch, 20. Juli 2011
Eigentlich nicht, aber so (Der CD-Kauf)
Eine beliebte Floskel der Teilnehmer bei Das perfekte Dinner lautet: Eigentlich mag ich Gericht/Zutat xyz überhaupt nicht, aber so zubereitet/verwendet hat es mir richtig gut geschmeckt. So geht es mir mit dem neuen Album here before von The Feelies, aus dem mich heute morgen in der Sendung Von Bullerbü nach Babylon einige Lieder begeistert haben.
Weiterlesen »Montag, 23. Mai 2011
Ich fahr nach Hamburg und hau die
Einmal gelobt und schon denken die Elitejournalisten vom Hamburger Hafen, sie könnten völlig frei drehen. Langweiliges Thema (zum drüber schreiben, versteht sich), saublödes Titelbild (was machen wir, wenn die Frauen in den Chefetagen loslegen?) und das A-Wort im Untertitel.
Sonntag, 6. März 2011
Touch a girl (ahhh)
Wollte nur mal fragen, ob jemand Lust hat, mit mir die magische Handbewegung von Pharrell Williams einzuüben. An der VHS gibt es dafür leider keine Kurse.
Freitag, 29. Januar 2010
Landser-Kater
Es ist wahrscheinlich eine bloße handwerkliche Finesse, die Fachfremde irritiert, aber von Veteranen der schreibenden Zunft lediglich zur Kenntnis genommen wird. Da ich der ersten Gruppe angehöre, stolperte ich eben über folgenden Ausschnitt:
Einen Tag, nachdem der britische Flugzeugträger “HMS Ark Royal” von einem deutschen U-Boot torpediert worden war, wurde das letzte Besatzungsmitglied aus dem Wasser gefischt. Am 13. November 1941 hatte U 81 vor Gibraltar zugeschlagen, die Mannschaft des getroffenen Trägers war sofort evakuiert worden. Am Tag darauf sollte die “Ark Royal” in den nächsten Hafen geschleppt werden, doch sie rollte sich auf die Seite und sank. Zurückblieben nur im Wasser treibende Wrackteile – und ein triefnasser Kater.
Wussten die deutschen Landser vom Holocaust? Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin hinter der Ostfront arbeitete. Über den Judenmord sei offen gesprochen worden.
Er klammerte sich, “verärgert, aber weitgehend unverletzt” an ein Holzstück. Ein britischer Marinesoldat entdeckte das Tier, als er von einem der zur Rettung herbeigeeilten Schiffe auf das Wasser hinunterblickte. Die tropfende Katze wurde an Bord der “HMS Legion” gehievt. Dort strich bereits eine Tigerkatze umher, die bereits während der Evakuierung “in den Armen eines königlichen Marineinfanteristen” das Schiff gewechselt hatte.
(http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/6001/schiff_versenkt_kater_am_leben.html)
Oder muss in jedem Artikel, der sich – wie auch immer – dem Zweiten Weltkrieg widmet, der Frage nachgegangen werden, wer wieviel über den Holocaust wusste? Die S-Bahn wird auch in den kommenden Monaten nur nach einem Notfahrplan fahren.
Kann ja auch sein, dass die Artikel bei Spiegel-Online weitgehend automatisiert zusammengestellt werden. Viele Autoren erstellen Datenbankeinträge (Sätze oder Absätze), versehen sie mit Schlagworten (2. Weltkrieg, Nazis, England, Katze) und dann muss nur noch ein Praktikant auf “Artikel senden” klicken. Oder so.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Borbetomagus
Neueste Episode aus dem Raum18 vom Hofberichtserstattungsblog antimateur.org. Die Schläuche an die Saxophone gestöpselt und Borbetomagus gelauscht:
Man muss die jungen Leute sich auch mal austoben lassen.
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Hinweis
Am Mittwoch, dem 16. Dezember, 9 Uhr abends, spielen Borbetomagus im weiter unten schon erwähnten Raum 18.
Ich erwähne das hier nur, um 1. dem Verfasser des Raum-18-Beitrags für sein feines, kleines Filmchen zu danken (“gut fotografiert”, könnte man sagen, konnte das aber nicht, weil die Kommentare gesperrt waren), und um 2. einen Anlass für das Posten dieses Bildes zu haben, das ich neulich irgendwo (ich glaube, hier) fand:
Kommt alle. Das wird sicher gut.
Dienstag, 8. Dezember 2009
splitter
samstag abend kurzfristig zum tanzbein schwingen im raum18 gewesen. berlin speedcore hatte zur trash & core sause geladen.
letztendlich dann doch nicht getanzt. wie sind 600bpm in moves umzusetzen? schien aber keiner der anwesenden zu wissen.
Samstag, 28. November 2009
Preisfrage:
Wieviele Gitarren befinden sich in diesem Fernsehstudio?
Dienstag, 17. November 2009
Picknick das System
Gut, vielleicht entpuppt man sich als Pedant, wenn man Produkte wie dieses:
auf ihren textlichen Gehalt hin hört. Der Titel stammt sicher nicht von Walther von der Vogelweide, und die Interpreten Rita Straps, Reiner Maco, Arno Zwickel und “die bekannte Gummiband” sehen sich möglicherweise nicht in der Tradition nachdenklicher Liedermacher oder empfindsamer Poeten. Was man allerdings erwarten durfte, nachdem man die für einen Euro erstandene Kassette mit zitternden Fingern in die allseits bereite Öffnung des Autoradios geschoben hatte (die auf das Cover gedruckte Aufforderung “drauflegen und mitmachen!” richtet sich wohl eher an die glücklichen Besitzer der LP-Version und verliert bei der MC etwas an knisternder Zweideutigkeit), ist so etwas wie Sex. Gerne hätte man sich von primitiver Derbheit oder in Musik gegossener Obszönität schocken lassen; auch die eine oder andere sexistische Pointe hätte man gerne über sich ergehen lassen oder gar – bei entsprechender Qualität – in den eigenen Wortschatz übernommen. Von all dem kann nun beim sexy-Picknick keine Rede sein, denn: Es geht überhaupt nicht um Sex. Die einzigen Körperteile, die ausgiebig zum Einsatz kommen, sind die Augen, die zum unablässigen Zwinkern gebraucht werden, und die animalische Enthemmung des Geschlechtsakts weicht einer schwer zu ertragenen Angespanntheit, die dem offenkundigen Samenstau mit dem Ausstoßen allerlei handverlesener Ressentiments begegnen will. Ob Schwule (“Ich bin der Detlef aus Calais” – zwinker, zwinker), Amerikaner (denen in einer Art lustvoller Triebverdrängung die etwas anzüglicheren Zeilen von “Muß i denn zum Mägdele hinaus” in den Mund gelegt werden – ist eben doch ein Tier, der GI) oder natürlich die Weiber – hier ist für jede Angstphantasie des verklemmten Mannes was dabei. Ein durchgehender Schunkelbeat mit vielen Bumsfalleras und Hoppsassas trägt einen ohne viel Federlesens durch diese schwitzige Hölle, die natürlich auch eine des Wortspiels ist: Soviel Picknicken (für die ganz Unschuldigen: Es reimt sich auf ficken – zwinker, zwinker) war selten in deutschen Wäldern.
Bei aller Besorgnis über die Pornowelle, die gegenwärtig schon zehn-, achwas dreijährige Kinder zu Experten in Sachen Gruppensex macht: Angesichts dieser Picknicker, die von ihr hoffentlich hinweggefegt und -gefickt wurden, wird sie zur historischen Notwendigkeit.
Sonntag, 16. August 2009
Glanz und Elend
Glanz:
Ja, ich weiß, man hätte sich etwas Eleganteres einfallen lassen können, um diese musikalischen Elemente miteinander zu verbinden. Vielleicht ist Irving Fields sogar (Salon-)Kommunist. Aber es ist spät, zu spät für Medientheorie.
Montag, 13. Juli 2009
Konzertmitschnitte
Dieses hier für Dich, ja_be, der Du nicht dabei sein konntest: Konzertmitschnitte von Omar Suleyman und Group Doueh am 13.06.2009 im Festsaal Kreuzberg in Berlin.
Samstag, 6. September 2008
Jerry Reed († )
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