In Zukunft wird es noch schwieriger als bisher, die lieben Kleinen an der Süßigkeitentheke des Supermarkts vorbeizulotsen: – Ooh, guck mal Mama, ein dreiteiliges Schwangerschaftsbecken! Darf ich das haaaben?
Dienstag, 17. Juni 2008
Einkäufer gone wild
Sonntag, 3. Februar 2008
Home is where the Hatred is?
Montag, 28. Januar 2008
Das Alte Recht(s)
Ist “altliberal” jetzt eine wenig subtile Schmähung (Begriffsfeld ewiggestrig etc.) oder eine in Journalistenkreisen durchaus gängige Klassifizierung (neoliberal vs. altliberal, Altötting, Neuötting, Neu-Altötting usw.)? Und was passiert, wenn die Neoliberalen einmal alt sind?
Verschwørungsteorier
Hm, ein dänischer Film ganz ohne Mads Mikkelsen? Wenigstens als “gammel spanier” oder als “Taxachauffør” hätten sie ihn doch einsetzen können. Ansonsten kein schlechter Film, der allerdings für ein Komödie etwas arg bedeutungsschwanger daherkommt. Und wo wir schon beim Thema sind: Wie oft kommt es eigentlich in Filmen vor, dass eine geplante Abtreibung doch noch zugunsten des Mutterglücks abgeblasen wird? Muss man da schon Ideologie hinter vermuten? Jedenfalls hätte man das Pathos, wenn man es denn schon haben will, nicht unbedingt im Segment Familienseligkeit verstreuen müssen. Auch wenn in Form des Richter-Erzählstrangs ein wenig Gegengift dazukommt. Aber was rede ich hier, der Film ist ja schon einige Jahre alt und sicher allen bekannt.
Eine weitere Sensation aus dem Bereich Zineastik, die hier vielleicht noch mit reingequetscht werden kann, ist der Kinostart des neuen Werks von Béla Tarr: In drei Tagen ist Premiere. Vorerst nur in Ungarn, aber vielleicht ist das Hinweis darauf, dass auch hierzulande irgendwann einmal damit zu rechnen ist und das Warten auf den aktuellen Film eines der großartigsten Regisseure überhaupt ein Ende hat.
Donnerstag, 24. Januar 2008
Gewinnspiel
Web Zwonull bei amazon.de: Zu jedem Buch soll es ein Forum geben, in dem sich Leserinnen, Leser und solche, die das noch werden wollen, einfach mal austauschen und user-generated content erzeugen können. Wer nicht weiß, an welcher Stelle er seinen Senf dazugeben soll, erhält zarte Hinweise.
Web Zwonull auch hier, in Form einer Quizfrage: Bei welchem Buch bekam ich folgende Foren empfohlen? Zu gewinnen gibt es wahlweise eine Flasche mazedonischen Rotweins (lieblich, Weinbaugebiet Povardarski, 1 Liter mit Schraubverschluss), das Buch “Georg Heym: Gedichte und Prosa” (Hrsg. v. H. Rauschning, Frankfurt 1962) oder etwas anderes. Ich gebe auch Hinweise der Sorte heiß/lauwarm/kalt.
Montag, 24. Dezember 2007
Mein Weihnachtsstatement
Zeitgemäße Krippenspielreimkunst ließ mich in der heutigen Christvesper den Josef diesen Satz sagen hören:
Maria! Ich hab’ Dich wirklich lieb
Doch in Betlehem ist heute Hochbetrieb
Freitag, 2. November 2007
Warum ich Frauentausch so gerne mag
Es sind Sätze wie die von Tauschmutter Claudia, die Anhängerin des spielerischen Lernens* ist, denn:
Mathematik kannste überall finden.
Außerdem beschäftigt sich die auch als Laiendarstellerin tätige Frau ausgiebig mit verschiedensten philosophischen, naturwissenschaftlichen und kulturellen Themen. Beipielsweise mit der Quantenphysik, die eine besondere Faszination ausübt, denn:
Auch eine Tischdecke besteht aus Teilchen.
Dieses vielseitige Interesse hat im Laufe der Zeit natürlich Früchte getragen und steht mittlerweile unter einem unerschütterlichen, scheuklappenartigen Selbstbewußtsein, denn:
Ich habe die Erkenntnis erlangt, dass alles lernen ist. Alles.
Dass Claudia darüberhinaus Knoblauch-Käse-Schnittchen zur Krebstherapie in ihrer Tauschfamilie verabreicht, setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf.
*Wurstscheiben auf dem Frühstücksbrot zählen
Donnerstag, 30. August 2007
Rang und Namen
...und heiratete Ende der 1890er Jahre die Museumsdirektorentochter Petronella Pleyte, mit der er zwei Töchter hatte.
Dienstag, 10. Juli 2007
Die Jugend ist ok - meine Freunde sind schlimm
Welchem Dreck die schützenswerten Kleinen ausgesetzt sind, kann hier bestaunt werden. Unterste Kanone – ist klar. Und bei den Kommentaren wird einem noch schlechter. Trotz Ungläubigkeit wie beim Kollegen ja_be kommt es mir so vor, als ob die Texte sehr wohl ernst genommen werden.
Was aber auch schlimm ist:
Sonntag war ich bei (nennen wir sie:) Sabine zum Frühstück eingeladen. Am Abend vorher war sie mit (sagen wir:) Jessica bei den Beatsteaks in der ausverkauften Wuhlheide (17 000 Menschen). An sich schon schlimm. Da tut Monika Griefhan nix. Aber egal.
Jedenfalls war Jessica auch beim Frühstück dabei. Aus dem katastrophalen Gespräch über Musikgeschmack und Konzertbesuche möchte ich folgenden Schnipsel mit der Welt teilen:
Sabine: Robbie Williams hab ich aber nicht gesehen. Der Hype war mir zu groß und außerdem bin ich kurz vorher mit meiner Mutter bei Bon Jovi gewesen.
Ich: Oh, Gott.
Sabine: Nun komm, die alten Sachen sind echt in Ordnung.
Ich: OhGottohGott.
Jessica: Wenigstens sieht er gut aus.
Ich glaub, die beiden nehm ich mit zu K.I.Z. Wahrscheinlich finden sie den Maxim auch ganz süß.
Mittwoch, 27. Juni 2007
Traumhochzeit
Eine ca. hundertköpfige Hochzeitsgesellschaft, die sich nach Mitternacht complett am großen Eichenholztisch niederlässt und – unter der bewährten Leitung von Jochen Trus – bis in die frühen Morgenstunden “Advanced Dungeons & Dragons” spielt, gibt es wohl in der Tat nur im Traum. Schade, obwohl die Dominanz des Brautvaters (dessen Charakter nicht umsonst den Namen “König Expressö” trug) der Assoziation freier Krieger und Elfinnen etwas die Gleichheit nahm.
Dienstag, 8. Mai 2007
Der Fluch der goldenen Blume
Zu diesem Film nur soviel: Das Ornament der Masse erzeugt Geräusche. Auch, wenn man alles mit Teppichen auslegt:
Raschelraschelraschel. “Seine Majestät, der Prinz Soundso.” – “Lasst uns allein”. Klimperklimperklimper. Raschelraschelraschel.
Freitag, 4. Mai 2007
Wind und Mühle
Die Zwei: Kapuzenpulli, Akustikgitarre, Treppenstufen in der U-Bahn
Die zwei Anderen: Bomberjacke, Breitschultrigkeit, Berufsbezeichnungsschild: “Prakitikant beim privaten Sicherheitsdienst der Rheinbahn AG”
Dienstag, 1. Mai 2007
Grossfamilie

Freitag, 2. Februar 2007
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Und so reiste der inzwischen einunddreißigjährige Böttiger an einem Septembertage des Jahres 1791 nach Weimar, begleitet von seiner Frau und den beiden Söhnen Karl Wilhelm und August, der in Jena aus dem Wagen stürzte und bald darauf starb.
René Sternke: Vorwort. In: Karl August Böttiger: Literarische Zustände und Zeitgenossen. Begegnungen und Gespräche im klassischen Weimar. Berlin 2005, S. 10.
Sonntag, 22. Oktober 2006
Neue Vahr Süd
Sven und Michael Regener – die ungleichen Brüder der deutschsprachigen Popmusik? Man kann es sich so richtig vorstellen: Sven der ältere, begabtere, spielt Cello, Michi Schlagzeug; dann kommt dieses Punk-Ding, Sven geht nach Berlin, wird erfolgreich, Michi kommt damit nicht klar, findet falsche Freunde, Landser quasi Gegengründung. Sven soll immer noch sehr ungehalten werden, wenn man ihn auf den jetzt im Knast sitzenden Bruder anspricht.
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