Schmecken gut.
Montag, 22. November 2010
Aus der Reihe "Religiöse Kekse"
Sonntag, 30. Mai 2010
Gropius muss herhalten
Neulich mitgehört, während einer Zugfahrt nach Berlin: “Gropiusstadt. Schlimm, dass so was nach dem Gropius benannt wurde.”
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Borbetomagus
Neueste Episode aus dem Raum18 vom Hofberichtserstattungsblog antimateur.org. Die Schläuche an die Saxophone gestöpselt und Borbetomagus gelauscht:
Man muss die jungen Leute sich auch mal austoben lassen.
Dienstag, 21. April 2009
Der Busfahrer-Song
Manchmal braucht man fern der Pseudometropole lebende Freunde. Wenn man für sie die unsägliche Quatschkampagne “be berlin” im Internet sucht, stellt man plötzlich fest, dass die lokalen Medien (ja, 94,3 rs2, Dich meine ich) ihrer Informationspflicht aber sowas von nicht nachgekommen sind und uns diesen Song vorenthalten haben. Man mag gar nicht drüber nachdenken, welches Ausmaß an Sachbeschädigung und Blutvergießen von seiten der “Multi-Kulti-Fraktion” (toll, wie subtil Busfahrer Stephan diese ins Spiel bringt) hätte verhindert werden können! Auch ein schönes Beispiel dafür, dass man manchmal Gewalt gegen das ästhetische Empfinden in Kauf nehmen muss, um Gewalt gegen Sitze zu verhindern.
Freitag, 9. Januar 2009
Geschichte und Musik
Zeitungszeugen: Wenn wir von dem idiotischen Titel einmal absehen, eine hervorragende Idee. Historische Zeitungen verraten zwar keine Fakten, die man nicht anderswo besser nachlesen könnte, aber durch ihre kunterbunte Zusammenstellung (Schlagzeilen – Lokalteil – Werbung – Wetter – Kleinanzeigen – Reportage) erreichen sie ganz von selbst eine polyperspektivische, unhierarchische Sichtweise, die man sich in der Geisteswissenschaft erst mal erarbeiten musste. Wobei normalerweise nicht immer die Zeit und Motivation da ist, sich derlei Dokumente zu verschaffen (und wer schon einmal in einer Bibliothek den “Völkischen Beobachter” bestellt hat, weiß, dass es da zusätzlich eine gewisse Schwelle zu überschreiten gibt, die am Kiosk wegfällt). Also jekauft dit Ding. Und in der U-Bahn die “Reichsausgabe” der “Deutschen Allgemeinen Zeitung” vom 31. Januar 1933 gelesen, was einem spezielle Blicke einträgt, aber die Bereitschaft, so eine Reihe zu abonnieren, erstmal nicht schmälert. Dann aber die Ummantelung des Ganzen: Eine Katastrophe. Dass man Zeitungen wie “Der Angriff” mit Leitartikel des Herausgebers Dr. Goebbels nicht unkommentiert lassen kann, ist ja klar. Allerdings besteht der Kommentar aus einigen läppischen Seiten, die, wenn nicht “Prof. Dr. Wolfgang Benz” drunterstehen würde, ebensogut aus einem Schulbuch für die 5. Klasse hätten kommen können. Desweiteren haben wir eine Einführung in die Fraktur (was sicher richtig ist), die bei der Transkription eines kurzen Beispieltextes zwei Fehler macht. Wir haben eine Zeitungsauswahl, die (durch die Hereinnahme einer kommunistischen, einer Nazi- und einer Dazwischenzeitung) Ausgewogenheit suggeriert, als Zeitung der Mitte aber die schon erwähnte, sehr rechte “D.A.Z.” nimmt. Wir haben als Extra dieses Poster, das angesichts der thematischen Ausrichtung der Reihe für die nächsten Ausgaben faschistische Plakate erwarten lässt. Muss ich mir die dann alle aufhängen? Wir haben ein Abomodell (Vergünstigungen bei Abschluss bis zum 31. Januar), das haargenau dem Nazi-“Angriff” entnommen ist. Und wir haben einige Thesen zur Geschichtphilosophie, die für die erwünschte Diskussion Böses erahnen lassen:
Ich finde es wichtig, den Menschen die Geschichte des Landes nahe zu bringen und sie lebendig zu halten. Deshalb finde ich das Projekt sehr gut und hoffe, dass es alle Generationen erreicht.
sagt zum Beispiel Michael Stich, der gewohnt kontrovers argumentierende Citoyen erster Güte. Auch der mir persönlich unbekannte Björn Casapietra hat sich so seine Gedanken gemacht:
Geschichte ist wie Musik: Man muss sie erleben können, um sie zu begreifen. Zeitungszeugen macht deutsche Geschichte hautnah nachvollziehbar – ein wertvolles Projekt.
Geschichte ist wie Musik – das gibt dem Zeitungszeugen-Lesen in der U-Bahn, das vielen die iPod-Berieselung ersetzen wird, natürlich eine ganz andere Note.
Ich werde den Schwachsinn wohl leider weiterhin kaufen. Aber die “Zeitungszeugen”, die von durchaus namhaften Historikern unterstützt werden, lassen mich von meiner bisherigen Überzeugung Abstand nehmen, eine wissenschaftlich kommentierte, frei verkäufliche Ausgabe von “Mein Kampf” sei eine gute Sache. Der nächste, nein, nicht Hitler, der nächste Moritz Fürste kommt bestimmt. Und er wird etwas ähnliches sagen, wie es der “Hockey Champion” schon jetzt gesagt hat:
Ich finde, es ist eine innovative und interessante Idee. Gut zu lesen und anschaulich aufbereitet.
Montag, 24. November 2008
d.O.d.D.
Unter der Tatsache, dass Akronyme vielfach für eine besonders geistreiche und zeitgemäße Form der Belabelung gehalten werden, leiden nicht nur Leute, die in Pisa oder in einem Iglu wohnen. Auch all jene Wissenschaftler, die sich neben der Suche nach der Weltformel immer mehr mit Sponsoring und Drittmittelakquise beschäftigen müssen, wissen davon ein traurig’ Lied zu singen. Am Beispiel des Heinrich-Hertz-Instituts lässt sich das Drama anschaulich illustrieren: Sicherlich herzensgute, aber etwas weltfremde Physiker sehen sich plötzlich vor die Aufgabe gestellt, ihr Wirken fachfremden Techno- und Bürokraten mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne präsentieren zu müssen. Zunächst werden die von den Kollegen Aufmerksamkeitsökonomen gemachten Vorgaben trotzig ignoriert, und es entstehen MoBüD, die Mobilen Bürgerdienste. Dieses ambitionierte Projekt fristet daraufhin ein trauriges Dasein, woran auch das regelwidrig großgeschriebene D nichts mehr ändern kann. Zähneknirschend beugt man sich dem Akronymzwang und ersinnt etwas mit dem Titel “Bringing User Satisfaction to Media Access Networks”, kurz BUSMAN. Diese Anspielung auf den “man on the Clapham omnibus” wird von niemandem verstanden, und man ist dem Ziel nicht nähegekommen. Bei BREAD ist erstmals ein allgemein als solches erkennbares Akronym entstanden, wobei die Herleitung von “BRoadband in Europe for All: a multi-Disciplinary approach” noch etwas bemüht wirkt. Die “Advanced Three-Dimensional Television System Technologies”, vulgo ATTEST, sind da anders, doch das diesem Apronym zugrundliegende Nomen ist den Investoren nicht sexy genug. Mittlerweile mit allen Wassern der Titulierung gewaschen, ersinnen die Berliner Forscher daraufhin ihr Meisterstück, das aus den gemachten Fehlern die entsprechenden Lehren zieht: Man nehme zum einen seine “Citizen-friendly Trans-European mGovernment Services”, zum anderen als Zielvorgabe einen locker-spritzigen Begriff, den man einfach sympathisch finden muss. Desweiteren schere man sich nicht weiter um den mangelnden Zusammenhang zwischen Zeichen und Bezeichnetem und gehe selbstbewusst und -ironisch mit der Definition von “Akronym” um, mit der das ganze Elend einmal angefangen hatte – Voilà!
Montag, 27. Oktober 2008
Namensanregung
Das Maskottchen der MDR-Sendung “Hier ab vier” heisst Vierlefranz. Das nur als Namensanregung für werdende Eltern, die Attikus oder Talula Does The Hula From Hawaii für originell halten und ihr Kind unter keinen Unständen Christian oder Dörte nennen wollen.
Montag, 2. Juni 2008
Zürich Anfang Juni
Dienstag, 27. Mai 2008
Wunder der Wissenschaft
God may work in mysterious ways, but a simple computer program may explain how religion evolved. By distilling religious belief into a genetic predisposition to pass along unverifiable information, the program predicts that religion will flourish.
von hier.
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