Heute morgen zeigte die ARD einen Nachbericht über den Goldlauf von Arnd Peiffer bei der Biathlon-Weltmeiterschaft in Chanty-Mansijsk. Als Hintergrundmusik des Beitrags war einer der Slawischen Tänze des Komponisten Antonín Dvořák zu hören. Während nun Chanty-Mansijsk im Westen Sibiriens liegt, sind die Slawischen Tänze böhmischen und mährischen Volkstänzen nachempfunden. Zwischen der Stadt der Biathlon-Weltmeisterschaft einerseits und Böhmen und Mähren andererseits liegen somit genügend Kilometer, um die musikalische Untermalung als unpassend bezeichnen zu können, ohne allzu kleinkariert zu wirken. Vielleicht reicht ja auch die eine Kategorie Ostblock für alles, was da hinter Oder und Neiße kommt, für den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens aus. Auf jeden Fall leisten die Slawischen Tänze nun der Musik von Calexico beste Gesellschaft als vielseitig einsetzbare Folklorefeelingerzeuger.
Sonntag, 6. März 2011
Aus Chanty-Mansijsk kommt die Musik
Mittwoch, 2. März 2011
Immer wieder Calexico
Gestern ist es wieder einmal passiert. Als die Kellermanns in “Goodbye Deutschland” in die DomRep ausgewandert sind, lief plötzlich in einer Szene als Hintergrundmusik Calexico. Keine Ahnung, in wie vielen Dokumentationen, Reality-Formaten und sonstigen Fernsehsendungen ich diese Band schon im Hintergrund gehört habe. Zu oft, um an einen Zufall zu glauben. Deshalb die Frage an die geneigte Leserschaft: Warum immer wieder Calexico?
Mein schönstes Erlebnis in dieser Sache war übrigens eine Dokumentation über Russland, als die Bilder in Verbindung mit Calexico eine russische Folkloreatmosphäre erzeugen sollten. Vielleicht ist das auch schon die Antwort auf die Frage: Diese Musik taugt als globale Folklorequintessenz oder wohl eher -schablone, von Arizona bis Russland, von Singapur bis Aberdeen.
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