Heute morgen zeigte die ARD einen Nachbericht über den Goldlauf von Arnd Peiffer bei der Biathlon-Weltmeiterschaft in Chanty-Mansijsk. Als Hintergrundmusik des Beitrags war einer der Slawischen Tänze des Komponisten Antonín Dvořák zu hören. Während nun Chanty-Mansijsk im Westen Sibiriens liegt, sind die Slawischen Tänze böhmischen und mährischen Volkstänzen nachempfunden. Zwischen der Stadt der Biathlon-Weltmeisterschaft einerseits und Böhmen und Mähren andererseits liegen somit genügend Kilometer, um die musikalische Untermalung als unpassend bezeichnen zu können, ohne allzu kleinkariert zu wirken. Vielleicht reicht ja auch die eine Kategorie Ostblock für alles, was da hinter Oder und Neiße kommt, für den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens aus. Auf jeden Fall leisten die Slawischen Tänze nun der Musik von Calexico beste Gesellschaft als vielseitig einsetzbare Folklorefeelingerzeuger.
Sonntag, 6. März 2011
Aus Chanty-Mansijsk kommt die Musik
Mittwoch, 20. Februar 2008
Nicht nur, sondern auch
Nicht nur, dass die deutsche und manchmal auch internationale Presse seit geraumer Zeit durch bald tägliche Berichterstattung die ganze Welt über Neukölln und das tägliche Leben dort ausführlich informiert, sondern auch umgekehrt zeigt sich dem Neuköllner häufig das Weltgeschehen in seinem Kiez: Kaum hatte der Kosovo am vorigen Sonntag seine Unabhängigkeit erklärt, konnte man Autos auf der Sonnenallee beobachten, deren Insassen die albanische Flagge aus dem Fenster wehen ließen und die Unabhängigkeit feierten, als ob gerade die Damenstaffel des Kosovo bei der an diesem Tag zu Ende gehenden Biathlon-Weltmeisterschaft eine vom Start weg ungefährdete Goldmedaille gewonnnen hätte.
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