Mittwoch, 4. August 2010
Zynischer Lokalblättchenredakteur (m/w)
Mittwoch, 23. Januar 2008
Wenn der Satz "Ich möchte mich nicht unterhalten, danke" im Repertoire fehlt
Am 18.01.2005 habe ich eine E-Mail verschickt – ja, ich archiviere E-Mails, nicht alle, aber die wichtigsten, um später einmal in der Lage zu sein, selbst im Falle einer Alzheimererkrankung noch eine astreine Autobiographie abzuliefern, Vorsorge ist schließlich die halbe Miete. Wie dem auch sei, Inhalt dieser E-Mail war die Transkription eines Gesprächs zwischen einem gescheiterten mittdreißiger (gm) und einer angehenden architektin (aa), das durchaus so fetzenartig war, wie es sich liest*:
gm: studieren sie architektur?
aa: ja.
gm: innen- oder aussenarchitektur?
aa: architektur und städteplanung.
pause
gm: also das aussen?
...
aa: haben sie auch architektur studiert?
gm: so was ähnliches.
pause
gm: maschinenbau.
...
gm: was haben sie denn gelernt?
aa: nichts weiter. ich habe gerade mit dem studium begonnen.
gm: sie können sich exmatrikulieren lassen.
aa: also eigentlich wollte ich erstmal weiterstudieren.
gm: lassen sie sich exmatrikulieren. machen sie erst eine ausbildung. das ist besser.
...
gm: wir sehen uns dann in fünf jahren in <a href="http://www.viaduk.de/anbieter1/diakonieverband/stoevchen.html" title="Psychosoziale Kontaktstelle für Menschen mit persönlichen Krisenerfahrungen und unterschiedlichen Krankheitsverläufen">lüneburg im stövchen</a>.
aa: was ist das?
gm: wo arme leute hingehen. oder bei der lüneburger tafel. essensausgabe.
...
gm: studieren wird ja jetzt sehr teuer. das kostet 500 euro pro semester.
aa: nicht, wenn man in hamburg angemeldet ist.
gm: doch. sie müssen auch 500 euro bezahlen. haben sie reiche eltern?
aa: nein.
gm: dann wird es sehr schwer für sie.
pause
gm: sehr schwer für sie.
- Nicht, dass ich mich daran erinnern könnte, aber ich habe ja die E-Mail zum Nachschlagen. Nur um nochmal die Vorteile der E-Mail-Archivierung zu verdeutlichen.
Mittwoch, 14. November 2007
Nicht zu bremsen: der wissenschaftliche Fortschritt
Zuerst nämlich:
Matthias Wischner: Wollte Hahnemann die Einleitung zur sechsten Auflage des “Organon” kürzen? In: Zeitschrift für Klassische Homöopathie 40 (1996), 153-159.
Dann jedoch:
Matthias Wischner: Hahnemann wollte die Einleitung zur sechsten Auflage des “Organon” kürzen! In: Zeitschrift für Klassische Homöopathie 41 (1997), 239-244.
[q]
Mittwoch, 17. Oktober 2007
~
Neulich, beim Nachrichtensurrogat eines nichtsnutzigen Webportals, war die Meldung eines Fahndungserfolgs der französischen Polizei im Kampf gegen die Kinderpornografie mit einem Bild einer CD-Rom illustriert, die mit blauem Filzstift folgendermaßen beschriftet war: KINDERPORNOGRAPHIE. Davon abgesehen, dass das der Kinderpornografiebekämpfung eine unverdient lächerliche Note gibt, will mir seitdem der (mutmaßliche) IT-Praktikant nicht aus dem Kopf, zu dessen Tätigkeitsprofil eine solche einschlägige Beschriftung gehört.
Dienstag, 9. Oktober 2007
Traumberuf Melonenschnitzer
Wenn ich Melonenschnitzer wäre, würde ich mit der Venus von Pankow den schöpferischen Höhepunkt meines Gesamtwerks erreichen.




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