Bereits seit meiner Kindheit ist mir die Erfahrung von Begegnungen mit nächtlichen, nicht menschlichen Wesen vertraut. Mit dieser Arbeit möchte ich mir einen neuen Zugang zu diesem Bereich erarbeiten.
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Donnerstag, 25. Januar 2007
Andere Orte, andere Diplomarbeitsthemen
Montag, 11. Dezember 2006
Menschen, die von "Freiheit?" träumen, sollten Freiheit nicht versäumen
Nicht nur bei der Interpunktion, sondern auch im Denken tiefergelegt will sich die “Initiative :Freiheit?“ präsentieren. Vier junge Jungs mit einer Neigung zum unkategorischen Imperativ bitten zur Schreibtat und wie es sich für junge Jungs mit schwarzem Pullover gehört, backt man seine Brötchen nur in Größe einer Menschheitsfrage: “Wir lösen uns von der Gemeinschaft, schauen auf unser Schicksal. Was sagen uns die Worte “Gemeinschaft” oder “Sozialstaat” dann eigentlich noch? Brauchen wir ihn noch, den Staat? Wollen wir nicht: frei sein?“
Ich für meinen Teil kann diese Frage leicht beantworten. Nur allzugerne wäre ich frei von Worten, die mir etwas sagen wollen und den dazugehörigen Artikulatierenden. Noch lieber frei wäre ich aber von jungen Männern, denen in ihrer spärlichen Freizeit nichts besseres einfällt, als verstehen zu wollen “wie unsere Generation tickt“, und die sich damit nicht nur als nicht-zugehörig outen, sondern auch zu verstehen geben, dass sie den Ausdruck “negative Umfragewerte” als die generelle Abweisenheit von Umfragen verstehen möchten. Da sie dabei auch noch so penetrant mit ihrem Existentialistenoutfit hausieren gehen ist fast man zu glauben geneigt , Sartre habe geschrieben, dass man nicht nur mit Ketten an den Füßen, sondern auch mit Bündchen um den Hals noch frei sei.
Freitag, 8. Dezember 2006
Von Leoparden und ihren meisterhaften Jägern
Hin und wieder jedoch erhält so ein Einkauf durch überraschende Begebenheiten die nötige Würze, um als Höhepunkt des Tages gewertet werden zu können. So hatte ich mich heute gerade ordnungsgemäß mit meinen fünf Artikeln in eine sehr lange Schlange an einer der Kassen eingereiht, als die Kundin vor mir ein kleines Fläschchen Jägermeister zückte, zum Trinken ansetzte und den Inhalt mir nichts, dir nichts leerte. “Alles klar”, dachte ich, “die Unterschicht feiert den Anfang des Wochenendes, die Tage, an denen der Unterschied zum arbeitenden, Perspektive habenden Teil der Gesellschaft gegen Null geht. Das ist auf jeden Fall mal ein Anlass.”
Als wir uns dann aber langsam der Kasse näherten, ich in Turnschuhen, sie in Schuhen mit Leopardenfellmuster, griff ihre Hand zielsicher eine Tafel Lindt®-Schokolade, Geschmacksrichtung “Zimt & Koriander”, aus dem nebenstehenden, weihnachtlichen Schokoladenangebot, so dass mein nächster Gedanke war: “Was’n jetzt los? Nobel geht die Unterschicht zu Grunde, oder was?”
Meine Irritationen ob der Schichtzugehörigkeit dieser Frau verflogen erst, als sie die Kassiererin mit deutlich lallender Stimme nach dem ebenso deutlich vor ihr liegenden Kassenzettel fragte.
Mittwoch, 22. November 2006
Was mir letztens auffiel
Der Chefredakteur des Doms heisst übrigens Christian Schlichter. Die Reportage auf Seite 3 trug die Überschrift “Märchen über den Tod.”
Montag, 13. November 2006
Love never die
Schon der sehr beengt lebende und sehr global denkende Jürgen von der Wense wußte von den “kleine[n] Freuden, wenn man chinesisch oder japanisch lesen kann.“° Eine große Freude in den Zeiten der Globalisierung ist das Blog Hanzi Smatter, das beweist, dass Engrish keine Einbahnstraße ist und dass man verdammt noch mal vorsichtig sein sollte mit Tätowierungen. Gehen nämlich nicht wieder weg.
°“Ich sah im Seebad eine Dame in einem dunkelblauen Kimono, flammend rot stand 5 Ellen hoch am Rücken: ‘Tokioer Feuerwehr’” (Jürgen von der Wense: Epidot. Hrsg. v. Dieter Heim. München 1987, S. 108).
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