Ja, FU-Shop, das hat schon was. Deine sauteuren, sauhässlichen Corporate-Identity-Textilien just an der Stelle feilzubieten, wo letzte Woche die Aktion “Mein letztes Hemd für Bildung” stattfand (und daher einige Engagierte ihrer Oberbekleidung verlustig gingen), zeugt von einem gewissen Gespür für die Gesetze von Angebot und Nachfrage.
Dienstag, 13. Februar 2007
Marketingstrategien
Mittwoch, 24. Januar 2007
Breaking News
“Ein Nebeneinander von Kontinuität und Veränderung” werde es mit ihr geben, kündigte Berlins zukünftige Senatsbaudirektorin Regula Lüscher Gmür soeben an.
Freitag, 1. Dezember 2006
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Der Asia-Imbiss am Halleschen Tor ist in den paar Monaten, wo ich nicht da war, vollends zum Treffpunkt verelendeter Senioren geworden. Vielleicht hat die Geschäftsleitung deswegen die ansonsten thailändisch und vietnamesisch geprägte Speisekarte um Bock- und Currywurst erweitert. Die meisten trinken aber eh nur Bier, was hier 90 Cent kostet. “Du lebst ja noch!”, begrüßt ein Hereinkommender, den ich seiner Stimme (und nicht seiner Statur) wegen mit Skeletor vergleichen würde, einen bereits Anwesenden. Die Überraschung ist echt, er wiederholt diese Bemerkung noch zwei Mal. “Wir hatten Dich schon begraben”, ergänzt Skeletors Frau traurig, und sie setzen sich dazu.
Freitag, 17. November 2006
Bahnhof Berlin-Friedrichstraße
“Hallo, hier mal die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kostenlos testen?”
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“Hallo, hier mal die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kostenlos testen?”
“Hallo, hier mal die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kostenlos testen?”
“Hallo, hier mal die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kostenlos testen?”
“Mann, wenigstens EINMAL in der Woche kann man schon mal ne Zeitung lesen!”
Freitag, 10. November 2006
Gentrification live
Ick war ma wieder in Neukölln jewesen. Interessant, wie der Kottbusser Damm von der Unterschicht in ihrer ganzen Vielschichtigkeit bevölkert wird, während die Querstraßen ausschließlich den In-Krauts sowie einigen angloamerikanischen Hipstern zu gehören scheinen. Homogen hier, homogen dort; nur an den Straßenkreuzungen kommt es zu Zusammenstößen. Da müssen dann die Studenten auf dem Weg vom hippen Plattenladen nach Hause schon mal spitze Bemerkungen von der “Viel weiß, viel pink, viel Kunstpelz”-Fraktion einstecken, während unter den Augen der “Restposten aus L :) ndon”-Überwachungskamera türkische Bettler von Designerkinderwägen überfahren werden.
Sonntag, 8. Oktober 2006
Neue Kaschemme
Hey, Katarina (33), “Dinner & Dance” ist nicht nur Dein Motto, sondern auch meins! Ich lebe es jeden Tag und bin bestimmt schon vor Dir drauf gekommen, aber lassen wir das. Currywurst mit Blattgold und Austern ist auch nicht ganz so mein Ding (ich esse das Blattgold lieber mit Fischstäbchen), aber ja, vielleicht komme ich mal bei Dir vorbei im Rich-Club. Liegt ja gleich bei der Uni, und das Mensaessen wird ja auch bisschen öde mit der Zeit.
Montag, 18. September 2006
Biobrotbonzen
Kreuzberg: Hauptstadt der (ökofaschistischen) Bewegung. Was ist das für ein Stadtteil, wo DirektkandidatInnen trotz behämmerter Slogans (“kiezgerecht”, “Kreuzberg verpflichtet”) und Wahlplakaten, die von Ziska mehr sehr schlecht als schlecht gestaltet sind, Mandate holen können? Graue Panther, holt mich hier raus!
Mittwoch, 13. September 2006
Liebes Café Morgenrot,
mal ein offenes Wort. OK, Du bist die einzige ansteuerbare Lokalität in der scheißversnobten Kastanienallee, und das strengt an. Ein freier Tag sei Dir deswegen gegönnt. Auch das Offenlassen der Türen trotz freien Tages ist angesichts der Temperaturen absolut im Bereich dessen, was man verständlich nennen könnte. Aber wie Dein ausnahmslos links-szeniges Personal einen anschnauzt, wenn man trotz – szeneintern wahrscheinlich seit langem bekannten – Schließungstag die – offene – Tür durchschreitet, das geht nicht. Ich muss jetzt gar nicht mit Servicewüste Deutschland, Der-Kunde-muss-König-sein usw. anfangen. Der linke! Philosoph Georg Lukács sprach einmal von der “transzendentalen Obdachlosigkeit”, die er in der Rosenthaler Straße empfinde, seit dort der “Eimer” für immer seine Pforten schloss. Soll es ihm und mir und uns allen in der Kastanienallee genauso gehen? Denk mal drüber nach.
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