Wie aus dem Nichts schepperte ihre Stimme: “KANN MAN HIER VIELLEICHT MAL SEINE RUHE HABEN? MEIN GOTT NOCHMAL!” Davor und danach sagte die Frau ohne Begleitung nichts. Hier fühlte sich offensichtlich jemand ganz gehörig beim Genuß von Kaffee und Zigarette gestört. Aus gutem Grund?
Nun, das Bedürfnis nach Ruhe ist – ganz allgemein und abhängig von Ort und Zeit – ja ein durchaus berechtigtes Anliegen. Dem ist nicht ernsthaft zu widersprechen. In diesem konkreten Fall allerdings handelte es sich bei dem Ort nicht um ein Kurcafé in Bad Bevensen, wo gerade eine Kindergartengruppe die Vogelhochzeit aufführte, sondern um den Bistrotisch vor der Stadtbäckerei am Zentralen Omnibusbahnhof. Und das zu einer Zeit, die am besten als Feierabendverkehr beschrieben werden kann. Insgesamt also eher eine Situation, in der eine Beschwerde über den herrschenden Lärmpegel weniger ein zustimmendes “GENAU! RICHTIG SO!” als vielmehr irritierte Blicke der Umstehenden erzeugt.
Nichtsdestotrotz sei der Frau unbekannterweise alles Gute und Erholung für ihre blank liegenden Nerven gewünscht.
Dienstag, 16. Januar 2007
Bedürfnisse und ihre Berechtigung
Freitag, 22. Dezember 2006
Mein Weihnachtsstatement
Aki Kaurismäki = Kino-Gott
Mittwoch, 20. Dezember 2006
Mein Weihnachtsstatement
Youppala hat gerade das Lied “unsolved remained” von Masha Qrella gespielt, dessen erste zwei Textzeilen ich hiermit zu meinem diesjährigen Weihnachtsstatement erhebe:
no silent night
no driving home
Dienstag, 19. Dezember 2006
Hart am Markt
Das heutige Arnsberg ist, wie ja allgemein bekannt, erst durch die weltberühmte Gemeindereform 1973 aus dem Ei geschlüpft. Seitdem gibt es also das pittoreske Alt-Arnsberg, bekannt für seine preußische Beamtentradition und das mittelständisch-industriell geprägte Neheim-Hüsten, vormals Neheim und Hüsten. Nun kommt aus eben diesem Hüsten, besser gesagt vom dortigen Markt. ein junger Mann namens Maero, seines Zeichens Doyen von Arnsberg City Records, ein Hund ganz harter Schule mit Reimen wie eine sauerländische Jagdbüchse. Und was soll ich sagen: A star is born!
Sonntag, 3. Dezember 2006
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Boah. Da werde ich wohl nächste Woche viel Ablenkung brauchen, um nicht dran zu denken, was da einige hundert Kilometer weiter westlich gerade so stattfindet.
Mittwoch, 22. November 2006
Onkel Jans Rätselecke
“Fantasie” ist ein schreckliches Wort. Der alte Slogan “Die Fantasie an die Macht” erscheint heute bestenfalls unsinnig oder lässt schlimmstenfalls an eine von Michael Ende und Reinhard Lakomy gemeinschaftlich geleitete Diktatur denken. Auch “Rätsel” ist ein schreckliches Wort, nicht erst, seit man lieber “Sudoku” dazu sagt. Wie schaffe ich es also, der verehrten Leserschaft nahezulegen, dass diese Seite, die sich fantasievollen Rätseln widmet, ganz ganz klasse ist? Nun, sie ist es; für längere Beweihräucherungen reicht die Zeit nicht, da das nächste Level angegangen sein will. Man sollte übrigens die Sprache des Erzfeindes einigermaßen beherrschen oder (wie ich) ein Wörterbuch neben dem Computer liegen haben, den man die nächsten 5-6 Stunden nicht mehr verlassen wird.
Freitag, 27. Oktober 2006
Make Love not Warcraft
möglicherweise schon bekannt, aber klasse. Alleine dafür lohnt sich die schnelle Internetverbindung.
Mittwoch, 4. Oktober 2006
Bestern von Gestern
Am 21. Oktober geht in Arnsberg so einiges. “Wieder gegroovt” wird, wie der Ankündigungstext verspricht. Nun ist es aber so, dass man in dieser Stadt offensichtlich besonders auf Nummer sicher gehen will. “Mit Sicherheit fühl ich mich wohl”, woll? Aus diesem Grunde hat man sowohl einen Lärmschutzbeauftragten eingerichtet als auch dafür gesorgt, dass garantiert niemand unter 30 die Kneipenlandschaft Arnsbergs betritt. Im “Flip” spielen “Framic Trio” Rock und Pop mit “prägnanten Leadstimmen und ausgefeilten Gitarrensätzen”, in der mir vollkommen unbekannten Lokalität “Altes Schloss” bieten “Barney’s Boogie Train” Rock’n Roll & Rockabilly und die Anzahl der Bands die das Beste von Annodazumal bis aus den aktuellen Charts bietet, kann ich nicht mehr aufzählen. Am beeindruckendsten ist jedoch das Grußwort des Bürgermeisters. Nicht nur hat er eine wirklich perfekt durchchoreografierte Macher-Pose, nein, er weiß auch um den “fulminanten Klangteppich” und dass der Nightgroove “die Vielfalt der Musikdarbietungen mit dem gastronomischen Angebot unserer Stadt” kombiniert. Da heißt es wohl Dosenbier bunkern.
Freitag, 1. September 2006
Ficksequenzen
Kultfilm im Kultkino: Das musste ja schiefgehen. Die Beschreibung eines vor dem Kino herumlungernden Kenners (so ein schwedischer Regisseur…hat früher Werbefilme gemacht…..geht um Drogen….semiprominent besetzt…) trifft in allem zu, und bei der Prominenz der Besetzung hat er eher untertrieben: Mickey Rourke, Brittany Murphy, Debbie Harry und Rob Halford (!) brauchten offenbar dringend Geld, und auch irgendwelchen absolut skrupellosen Hollywood-Mogulen schien die Gleichung “Drogen plus Titten plus Drogen plus voll abgewrackte Typen gleich Spitzenfilm” irgendwie aufzugehen. Die Handlung wiederzugeben, lohnt sich nicht, eigentlich lohnt sich gar nichts bei so einem Scheißfilm außer der schnellstmöglichen Flucht. Zwar gewöhnt man sich nach einiger Zeit an die hektischen Schnitte und die immer gleiche Kombination aus Kameragewackel und abgefahrenem Sound, die jede reingezogene Line begleitet, aber es passiert ja irgendwie auch nichts außer weiteren Lines und ein paar Girls und noch paar Lines und total abgefuckten Bullen (ok, die sind wirklich ganz lustig) und einigen Fickcomicsequenzen bzw. Comicficksequenzen, die wohl das Prädikat filmischer Innovation sicherstellen sollen. Erwähnte ich, dass die Musik von Billy “Smashing Pumpkins” Corgan stammt? Also nichts wie weg, wir sehen uns in der Oper. (“Spun”, USA/S 2002, 101 Minuten, in Argentinien 106 (?))
Mittwoch, 30. August 2006
holidays in the sun
wie verbringt j.b. seinen urlaub? ein frz. fotoreporter hat sich für sie, liebe leser, an seine fersen geheftet.
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