Als ich neulich den Tag der offenen Tür der Evangelischen Schule Neukölln besuchte, hat mich eine kleine aber feine Ausstellung gefesselt und von meiner Arbeit abgehalten. Mit Briefen an die und von der Schulleitung bzw. Schule wurde sowohl die Geschichte der Schule als auch die der Bundesrepublik erzählt. Drei meiner Favoriten teile ich gerne mit Euch.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Freud und Leid
Sonntag, 9. Mai 2010
С праздником
Gerade noch rechtzeitig und mal ganz unironisch.
Donnerstag, 22. April 2010
Aus der Reihe "Bedeutungsschwangere Mülleimerinhalte"
Freitag, 16. Oktober 2009
Aus Lindenau lernen
Oft wird in der sogenannten Blogosphäre über die Geschichtslosigkeit derselben geklagt. Und es stimmt ja: Wo sind sie denn, die Postings, die einer technikaffinen, aber chronisch unter kurzen Aufmerksamkeitsspannen leidenden Generation Internet die Möglichkeit geben, aus der Geschichte Inspiration, Lehre und Werte zu ziehen? In einer Zeit, wo die staatlichen Erziehungsanstalten ganz offenbar ihrem Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen wollen oder können und Jugendliche sich hauptsächlich mit Mord und Totschlag befassen, ohne dabei Zugriff auf den außerordentlichen Kenntnisschatz zu haben, den gerade die deutsche Geschichte zu diesem Thema bereithält, tut es not, abseits der Hektik der Tagespolitik den Blick auf diejenigen Ereignisse zu lenken, die den Weg einer Nation bestimmt haben und bis heute bestimmen. antimateur.org fühlt sich diesem Konzept, das sich ohne Angst vor Denkverboten zum urdeutschen Begriff der Bildung (der heute leider allzuoft mit “Ausbildung” gleichgesetzt wird) bekennt, seit jeher verbunden und wird daher in unregelmäßiger Folge an Ereignisse erinnern, aus denen wir im emphatischen Sinne lernen können – und lernen sollten.
Das erste dieser Ereignisse trug sich vor genau 196 Jahren zu und bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
Donnerstag, 27. August 2009
Wo wir gerade bei Dokumentarfilmen sind:
Wenn Euch, Jungs und Mädels, der fabelhafte Film “Lange nach der Schlacht” vor den Kinosessel oder DVD-Player läuft, seht ihn Euch an. Das sind dreieinhalb gut angelegte Stunden, in denen Ihr nicht nur darüber staunen könnt, wie weit weg sich die 1990er Jahre anfühlen (es geht um den Abzug der sowjetischen Truppen von hier), sondern auch lernen werdet, dass Béla Tarr und Aki Kaurismäki ziemlich idyllenselige Kitschiers, Sowjet-Unterzögersdorf hingegen eine vergleichsweise dröge der Wirklichkeit abgeschaute Angelegenheit ist.
Dienstag, 4. August 2009
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Adolf Endler ist gestorben. Traurig. Eine der wenigen sympathischen Figuren im Literaturbetrieb hat das Feld den verbohrten Rechthabern und pathosübersättigten Dichterdichtern überlassen müssen.
Donnerstag, 4. Juni 2009
Die Stimme des Dichters
Kleine Freuden des Bibliotheksbenutzers: Aus einem Buch fiel unerwartet eine Art große Salzburg-Postkarte heraus.
Diese wiederum enthüllte, Multimedia 1959, bezaubernderweise etwas ganz besonders Auratisches.
Die Aufnahme ist von 1907, und Hofmannsthal schafft es, gleichzeitig wie der See-Elefant, wie Lothar Frohwein und wie ein netter Kerl zu klingen:
Manche freilich müssen drunten sterben,
Wo die schweren Ruder der Schiffe streifen,
Andre wohnen bei dem Steuer droben,
kennen Vogelflug und die Länder der Sterne.
Manche liegen immer mit schweren Gliedern
Bei den Wurzeln des verworrenen Lebens,
Andern sind die Stühle gerichtet
Bei den Sibyllen, den Königinnen,
Und da sitzen sie wie zu Hause,
Leichten Hauptes und leichter Hände.
Doch ein Schatten fällt von jenem Leben
In die anderen Leben hinüber,
Und die leichten sind an die schweren
Wie an Luft und Erde gebunden:
Ganz vergessener Völker Müdigkeiten
Kann ich nicht abtun von meinen Lidern,
Noch weghalten von der erschrockenen Seele
Stummes Niederfallen ferner Sterne.
Viele Geschicke weben neben dem meinen,
Durcheinander spielt sie alle das Dasein,
Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens
Schlanke Flamme oder schmale Leier.
Montag, 8. September 2008
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Weil es weder Spiegelonline noch Netzeitung eine Meldung wert ist und obwohl ich nicht so ein schickes asciiarthaftes Kreuz produzieren kann:
Wendelin Schmidt-Dengler ist tot.
Mittwoch, 20. August 2008
Qualität
Neulich habe ich eine Schallplattenwaschmaschine im Internetauktionshaus gekauft. Zunächst war ich etwas unsicher, ob das Gerät denn auch meinen hohen Ansprüchen genügen würde, doch das änderte sich, als mein Blick auf dieses Qualitätssiegel fiel.
Wie sollten sich die Kriterien (wahrscheinlich: Grooveverstärkung, Bassboost und Erhöhung der mittleren Hitdichte) in den letzten 29 Jahren auch so verändert haben, dass dieses Urteil nicht bestehen bleiben könnte? 
Donnerstag, 12. Juni 2008
Älter werden
Ist wohl doch scheiße.
Früher=gut.
Heute= enttäuschend.
Da werde ich mir wohl keine Karte für die O2-World-Arena kaufen.
Donnerstag, 10. April 2008
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Sonntag, 6. April 2008
Rauchen am Arbeitsplatz
Als ich letztens das Hamburger Abendblatt vom Donnerstag, den 9. Mai 1996 las, stach mir die folgende Meldung ins Auge:
Montag, 25. Februar 2008
~~~V~~~
Das Schiff, das Eis, der Schiffbruch, die Fotos.
[via]
Donnerstag, 21. Februar 2008
Germany's Next Top Future...
Ich fürchte, ich bin nicht auf der Höhe der Zeit. Mir ist zwar bewusst, dass mediale Großereignisse seit Kurzem gern mal in Form von allgegenwärtigem “Nächsten” formuliert werden. Germany’s Next Topmodel beispielsweise, oder The Next Uri Geller. Entgangen ist mir allerdings, dass sich Futur 1 und Futur 2 nicht nur auf grammatikalische Formen beziehen, sondern neuerdings auch in der Aufteilung der nächsten Stunden, Tage, Monate, Jahrmillionen Verwendung finden. Aus reinem Interesse frage ich aber trotzdem mal nach: Macht es nicht Sinn, erst einmal die Probleme DIESER Zukunft anzugehen, bevor man sich denen der NÄCHSTEN widmet?
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