dass die ARD gestern einen Brennpunkt zu den Waldbränden in Griechenland gesendet hat?
Montag, 27. August 2007
Finde nur ich es komisch
Donnerstag, 26. Juli 2007
Aufregenbogen
Alles scheint perfekt geplant: Jetzt, da weder “Spritztour” noch homophobe Wortakrobaten den wachsamsten Hund aus dem Sommerloch zu locken vermögen, setzt Bezirksbürgermeisterin Wanjura zum Angriff auf die Schurkenspitze an.
Eigentlich glaub ich ja an das Gute im Menschen und weder Wolfgang Schäuble noch Bono Vox Phil Collins können nicht mit einer zweiten Chance rechnen. Wer aber so etwas mies verlogenes sagt:
“Wir sind 365 Tage im Jahr tolerant, nicht nur an diesem einzigen.”
Und sich dazu auch noch, vom Fraktionssprecher mit fadenscheinigsten Argumentattrappen sekundieren lässt, darf meinetwegen in der Hölle schmoren und dort mit G-Hot Stadt-Land-Fluss spielen.
Mittwoch, 18. Juli 2007
Kopf an Kopf
Das werden sich Programmdirektor Struwe und Chefredakteur Brender wohl auch gedacht haben. Allerdings machen die beiden mit dieser geballten Ladung an Zynismus und Opportunismus Sinkewitz den (wahrscheinlich letzten) Titel streitig und sichern ihrem Antlitz einen Platz an der Blog-Sonne.
Aber dem Doping-Problem begegnen wir ja nicht nur im Profi-Sport. Auch im Showbusiness wird geschummelt und betrogen, dass sich die Balken biegen und im Gegensatz zur Athletik kann von Vertuschung keine Rede sein.
Und da es anders als mit der Herrschaft über Raum, Zeit, Materie und Energie nicht zu erklären ist, dass ein mittelmäßiger Mime an der Spitze des Dollar-Peletons fährt, sollten die Verantwortlichen (s.o.) mit dem Verzicht auf Filme wie Top Gun oder Tage des Donners dafür sorgen, dass uns der Anblick dieses Schurken ebenfalls erspart bleibt.
Dienstag, 10. Juli 2007
Die Jugend ist ok - meine Freunde sind schlimm
Welchem Dreck die schützenswerten Kleinen ausgesetzt sind, kann hier bestaunt werden. Unterste Kanone – ist klar. Und bei den Kommentaren wird einem noch schlechter. Trotz Ungläubigkeit wie beim Kollegen ja_be kommt es mir so vor, als ob die Texte sehr wohl ernst genommen werden.
Was aber auch schlimm ist:
Sonntag war ich bei (nennen wir sie:) Sabine zum Frühstück eingeladen. Am Abend vorher war sie mit (sagen wir:) Jessica bei den Beatsteaks in der ausverkauften Wuhlheide (17 000 Menschen). An sich schon schlimm. Da tut Monika Griefhan nix. Aber egal.
Jedenfalls war Jessica auch beim Frühstück dabei. Aus dem katastrophalen Gespräch über Musikgeschmack und Konzertbesuche möchte ich folgenden Schnipsel mit der Welt teilen:
Sabine: Robbie Williams hab ich aber nicht gesehen. Der Hype war mir zu groß und außerdem bin ich kurz vorher mit meiner Mutter bei Bon Jovi gewesen.
Ich: Oh, Gott.
Sabine: Nun komm, die alten Sachen sind echt in Ordnung.
Ich: OhGottohGott.
Jessica: Wenigstens sieht er gut aus.
Ich glaub, die beiden nehm ich mit zu K.I.Z. Wahrscheinlich finden sie den Maxim auch ganz süß.
Montag, 28. Mai 2007
1959
Es muss so etwas wie ein Sternentor geöffnet worden sein in jenem Jahr. Freddy Quinn war mit Die Gitarre und das Meer vier Monate Spitzenreiter der deutschen Hitparade, Ralf Möller erblickte das Licht der Welt und die SPD erfand sich mit dem Godesberger Programm neu. Aber in welch glücklicher Welt würden wir heute leben, wenn daneben nicht die Geburt einer gedanklichen Galaxie in Berlin-Steglitz dem Großteil der Menschheit entgangen wäre.
Es sollte 48 Jahre dauern, bis mich die trommelwirbelnden Wirren der Samba-Diktatur auf das Werk Franz Graefes stoßen ließen. Wenigstens das durch seine schlichte Schönheit bestechende Inhaltsverzeichnis von Die kommenden Ordnungen der Mütter und Meister – jener Arbeit, mit der “zum ersten Male die Bestimmungen und Aufgaben der Geschlechter aufgezeigt werden und anschließend auch die neuen Gemeinschaftsformen, wie sie sich nach den Gesetzen der Ergänzung und der inneren Ordnung ergeben” – möchte ich der werten Leserin oder ihrer männlichen Ergänzung nicht vorenthalten. So sieht ein großer Wurf aus:
Die Vorherrschaft des Mannes
Das Gesetz der Ergänzung
Bestimmung und Aufgaben der Frau
Die neuen Gemeinschaftsformen
Der Bereich der Gemeinsamkeit
Die Gesellschaft
Die Gemeinde
Der Staat
Der Staatenbund
Der Weltstaat
Der Allverband
Nachwort zu den Grundgemeinschaften
Die Erziehung
Einwände
Die kommende Auseinandersetzung
Schlußwort
Mittwoch, 23. Mai 2007
Hurry boy, it's waiting there for you
Spätestens seit dem Film über die Blutdiamanten mit dem berühmten Leo DiCaprio weiß ja wohl jeder, dass nicht alles, was glänzt, Gold ist in Afrika. Ja, auch dieser Gravitationspunkt romantischer Zivilisationsfluchtphantasien hat seine Schattenseiten. Um so wichtiger, dort weder seiner Traveller Cheques noch diverser Visa oder Kreditkarten verlustig zu werden. Wer sich also im frisch erworbenen Trekking-Outfit mit dem Ziel Kapstadt auf sein TCM-Bike schwingen möchte, sollte beim Equipment nicht zuletzt auch auf die Sicherheit achten.

Dienstag, 15. Mai 2007
Hinkende Vergleiche 2
Der Präsident von Schalke 04 nach dem Spiel in Dortmund im Interview mit der sz:
“So etwas wie am Samstag, das hätte ich nie für möglich gehalten. So viel Hass und Häme. Wir regen uns über den Fanatismus im Nahen Osten auf, aber das gibt es leider auch hier in Deutschland bei einem gewöhnlichen Fußballspiel”
TU Live Crew?
Die Jura und “WiWi”-StudentInnen der TU sind zwar ein Haufen ausgebuffter Connaisseurs und Connaisseuses, wenn es um Feiern des Semesterbeginns in schon gewürdigtem stillvollem Ambiente geht, mit dem AStA der Uni Bielefeld können sie allerdings nicht mithalten. Dort wird es verstanden, Spaß und Ernst zu kombinieren und ich tippe mal, dass die Lange Nacht der Wissenschaften dagegen ein Kindergeburtstag bleiben wird. Schade, dass ich Mittwoch verhindert sein werde.
Wenigstens bleibt mir die Hoffnung auf die noch ausstehenden Kulturveranstaltungen der (nicht mehr tau-) frisch gewählten StudentenvertreterInnen vom Ernst-Reuter-Platz. Erste Recherchen versprechen noch viel Spaß, zumal manche/r ReferentIn für jeden zu haben zu sein scheint. Ich glaub, es ist bestimmt schon viertel vor zwölf.

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