muss gerade wieder Laufen lernen
Dienstag, 13. Dezember 2011
Zu viel Zeit III
Montag, 23. Mai 2011
Ich fahr nach Hamburg und hau die
Einmal gelobt und schon denken die Elitejournalisten vom Hamburger Hafen, sie könnten völlig frei drehen. Langweiliges Thema (zum drüber schreiben, versteht sich), saublödes Titelbild (was machen wir, wenn die Frauen in den Chefetagen loslegen?) und das A-Wort im Untertitel.
Montag, 21. März 2011
Betr.: Titel
Den Spiegel, bzw. seine Redaktion, muss ich ausdrücklich loben. Das aktuelle Heft trägt NICHT den Titel “Fukushima – Anatomie einer Katastrophe”. Hätte ich jetzt fest mit gerechnet. “Fukushima – Was wirklich geschah” erzeugt dagegen richtig Spannung. Steckt Al Qaida dahinter? Oder Godzilla? Oder Siemens?
Weitere Titel, die ich in den nächsten fünf Jahren nicht lesen möchte:
Männer – Ein Auslaufmodell?
Dumm, dümmer, Deutschland – Wie die Schule unseren Kindern das Lernen abgewöhnt.
Grünes Öl – Ist unser Planet doch noch zu retten?
Obama – Das Ende einer Hoffnung.
Brüssels Eurokratie – Eine geschlossene Gesellschaft regiert gegen 300 Millionen.
Social Networks – Hat Big Brother schon gewonnen?
Plagiator II – Guttenberg ist zurück. [Titelbild ist klar, oder?]
Mittwoch, 30. Juni 2010
-
Heute (30.6. 2010, 12.30 Uhr) habe ich in der Filiale an der Friedrichstraße über die Post gestaunt. Offensichtlich ist für sie die Zukunft keine große Unbekannte, da den Kunden mitgeteilt wurde, dass:
“Heute, 30.06.2010, ab 20 Uhr wegen technischer Probleme keine Leistungen der Postbank mehr möglich” sein werden. Nach dem Ergebnis für Samstag zu fragen, habe ich mich a) nicht getraut und b) brauchte ich das auch nicht, da Paul ja schon alles geklärt hat.
Montag, 1. Februar 2010
nicht vorenthalten
möchte ich Euch dieses Video
Freitag, 29. Januar 2010
Landser-Kater
Es ist wahrscheinlich eine bloße handwerkliche Finesse, die Fachfremde irritiert, aber von Veteranen der schreibenden Zunft lediglich zur Kenntnis genommen wird. Da ich der ersten Gruppe angehöre, stolperte ich eben über folgenden Ausschnitt:
Einen Tag, nachdem der britische Flugzeugträger “HMS Ark Royal” von einem deutschen U-Boot torpediert worden war, wurde das letzte Besatzungsmitglied aus dem Wasser gefischt. Am 13. November 1941 hatte U 81 vor Gibraltar zugeschlagen, die Mannschaft des getroffenen Trägers war sofort evakuiert worden. Am Tag darauf sollte die “Ark Royal” in den nächsten Hafen geschleppt werden, doch sie rollte sich auf die Seite und sank. Zurückblieben nur im Wasser treibende Wrackteile – und ein triefnasser Kater.
Wussten die deutschen Landser vom Holocaust? Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin hinter der Ostfront arbeitete. Über den Judenmord sei offen gesprochen worden.
Er klammerte sich, “verärgert, aber weitgehend unverletzt” an ein Holzstück. Ein britischer Marinesoldat entdeckte das Tier, als er von einem der zur Rettung herbeigeeilten Schiffe auf das Wasser hinunterblickte. Die tropfende Katze wurde an Bord der “HMS Legion” gehievt. Dort strich bereits eine Tigerkatze umher, die bereits während der Evakuierung “in den Armen eines königlichen Marineinfanteristen” das Schiff gewechselt hatte.
(http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/6001/schiff_versenkt_kater_am_leben.html)
Oder muss in jedem Artikel, der sich – wie auch immer – dem Zweiten Weltkrieg widmet, der Frage nachgegangen werden, wer wieviel über den Holocaust wusste? Die S-Bahn wird auch in den kommenden Monaten nur nach einem Notfahrplan fahren.
Kann ja auch sein, dass die Artikel bei Spiegel-Online weitgehend automatisiert zusammengestellt werden. Viele Autoren erstellen Datenbankeinträge (Sätze oder Absätze), versehen sie mit Schlagworten (2. Weltkrieg, Nazis, England, Katze) und dann muss nur noch ein Praktikant auf “Artikel senden” klicken. Oder so.
Donnerstag, 3. Dezember 2009
House-Aufgabe
Liebe Freunde,
gestern hatten der große Stoppelkao und ich eine Schnappsidee, die Euch vorzuenthalten nicht fair wäre.
Es gilt als beinahe ausgemacht, dass der Meister der Fußball-Bundesliga in dieser Saison aus Bremen kommen wird. So viel Pessimismus muss erlaubt sein. Da ein großer Meister der HipHop-, Reggae- und Funk- bzw. Soul-Musik bekennender Werder-Fan ist (wahrscheinlich weil die mit “Style” kicken), ist abzusehen, dass von ihm ein Meisterschaftslied veröffentlicht werden wird. Nun zur Schnappsidee, die gleichzeitig als Houseaufgabe für die besinnliche Zeit verstanden werden kann:
Auf welcher bereits veröffentlichten Komposition wird das Meisterlied basieren und mit welchem Text wird es neu eingesungen? Vorschläge bitte in die Kommentare, an mich oder nach Eimsbush.
Mittwoch, 19. August 2009
Raum-Zeit-Schriftbild-Kontinuum
Ein Gang durch Neukölln und schon ist alles durcheinander. Macht Euch selbst ein Bild und staunt, lacht oder seufzt. Aber eine “AG II”-Beratung mit einem handgeschriebenen Schild zu bewerben, dass aussieht, als sei es direkt von Doc und Marty mit dem Delorian aus den 50er Jahren in unsere kalte Post-Agenda-2010-Gesellschaft gebracht worden, verwirrt zumindest mich. Offensichtlich hat der Wirt seine Nische gefunden und besetzt sie mit Nachdruck.
Samstag, 4. Juli 2009
This is it
Die erste Welle der Nachrufe und der Trauerarbeit (auch hier) ebbt langsam ab, aber immer neue Videos tauchen auf, die die letzten Tage Michael Jacksons und die Vorbereitung auf seine Konzerte in London dokumentieren. Heute habe ich ein Filmchen gefunden, dass uns Zynikern hier eine Steilvorlage und den anderen ein mundgerechtes Häppchen der ewig traurigen Geschichte von großen Träumen und ihrem jähen Ende bietet. Mein Kumpel Olli würde das, was die Tänzer wohl gerade durchmachen, “Abfuck” nennen. Eigentlich können alle froh sein, dass uns diese Casting-Show erspart blieb.
Dienstag, 30. Juni 2009
Alles Jackpot hier
Während ich gestern das Finale der Heranwachsenden-EM über den ZDF-Stream verfolgen wollte, rief mich meine gute Freundin Maria Böhmer an. Zunächst war ich als guter Freund schwer beunruhigt, da Maria nicht aufhörte, zu schluchzen. “Maria, was ist los?” oder so etwas ähnliches werde ich wohl gesagt haben. “Ich will hier nicht weg.” Mehr konnte Maria nicht antworten, bevor sie neue Salven in ihr Taschentuch schnäuzte. Eigentlich nicht nah am Wasser gebaut, löst dieses Geräusch bei mir immer einen Mitweinreflex aus, seitdem ich 1992 mit Merle W. im Gloria in Harburg My Girl – Meine erste große Liebe gesehen habe. Nun also ebenfalls flennend, versuchte ich Maria davon zu überzeugen, dass sie ja gar nicht hier weg müsse, es sei denn, sie wolle es so. Aber Maria wiederholte ständig – nun singend – diesen einen Satz: “Ich will nicht weeeeeeeeeeg.” “Maria, so geht das nicht. Ich weiß ja gar nicht, wovon Du sprichst.” Zu mehr Einfühlungsvermögen war ich nicht fähig. Maria legte auf und schickte mir eine E-Mail.
Nun verstand ich, dass Maria nicht die bitteren Tränen der Trauer sondern die süßen Tränen der Rührung weinte.
Samstag, 27. Juni 2009
Auch hier
soll dem verstorbenen King of Pop gedacht werden.
Beispiel für keine Gefangenen machen II
Nachdem sich Pepe schon in mein Herz getreten und geschimpft hat, hier nun ein Beispiel für eine Blutgrätsche aus dem Literaturbetrieb. Der Vortrag ist zwar etwas schleppend, aber der Inhalt trifft wie Grosso in der 119. Minute – direkt in das Herz. Einfach auf “Die Rede von Josef Winkler” klicken und staunen.
Montag, 22. Juni 2009
Flughafenbesetzung
Nennt mich zynisch oder politikverdrossen. Aber statt der Clownsarmee am Columbiadamm lausche ich lieber diesem Protestsong.
Nach einem gelungenen, spannungssteigernden Intro geht es los.
“Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin”.
Montag, 20. April 2009
Kennen Sie einen Armen?
Nachdem wir alle in den letzen Jahren über unsere Verhältnisse gelebt haben und nun ein wenig zurück stecken müssen, sollten wir auch beim Online-“Shopping” über neue Wege nachdenken. Ein Bügeleisen für zwei Schachteln Pall Mall blau, ein Mädchen-Fahrrad für “3x Milch und 3x Saft” oder Stephen King’s Carrie für eine Flasche Fanta. Meinte Wowereit das mit “sexy”?
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