Ich fürchte, ich bin nicht auf der Höhe der Zeit. Mir ist zwar bewusst, dass mediale Großereignisse seit Kurzem gern mal in Form von allgegenwärtigem “Nächsten” formuliert werden. Germany’s Next Topmodel beispielsweise, oder The Next Uri Geller. Entgangen ist mir allerdings, dass sich Futur 1 und Futur 2 nicht nur auf grammatikalische Formen beziehen, sondern neuerdings auch in der Aufteilung der nächsten Stunden, Tage, Monate, Jahrmillionen Verwendung finden. Aus reinem Interesse frage ich aber trotzdem mal nach: Macht es nicht Sinn, erst einmal die Probleme DIESER Zukunft anzugehen, bevor man sich denen der NÄCHSTEN widmet?
Donnerstag, 21. Februar 2008
Germany's Next Top Future...
Dienstag, 13. November 2007
In Sachen Schuh war ich jahrelang eingefleischter Church’s-Träger...
In meinem Leben kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen, nachdem mir am Wochenende mein besonders eleganter, “gradliniger” Stil bescheinigt wurde, und zwar von einem Experten! (Rock: Humana; Schuhe: Flohmarkt; T-Shirt: H&M; ich vermute ganz stark, Bernhard Roetzel und seine Frau leben zurzeit in getrennten Verhältnissen.)
Sonntag, 21. Oktober 2007
Yes!We!Can?
Mittwoch, 17. Oktober 2007
2000plus
Das erste Mal wurden mir die Abgründe des mir doch über lange Jahre verbundenen Turnsports bewusst, als ein unter dem Decknamen “Michael” agierender Bekannter sich wiederholtermaßen über sein “persönliches Cannae” am sogenannten Königsgerät echauffierte und damit für allerlei erheiterte Gemüter sorgte: dem Unterschwung am Reck, damals im Sportunterricht in der Schule. Wir erinnern uns. Nun, Jahre später, stocke ich erneut und frage mich in der Tat, ob alles in dieser Sportart mit rechten Dingen zugeht. Zumindest in Bezug auf die vom Niedersächsischen Turnerbund herausgegebenen Publikationen, hier dem NTB-Magazin 10/2007:
Varusschlacht jetzt auch mit DTB Pluspunkt.GesundheitDie Gemeinde Schwagstorf liegt nur einen Steinwurf von jenem Gelände entfernt, auf dem der römische Feldherr Varus neusten Erkenntnissen zufolge die vernichtende Niederlage erlitten hat. 2000 Jahre später hat nun der SV Schwagstorf den DTB Pluspunkt.Gesundheit des Deutschen Turnerbundes – gleichzeitig auch die Dachmarke “Sport pro Gesundheit” des Deutschen Sportbundes und der Bundesärztekammer – durch den Oberturnwart Friedrich Kompa verliehen bekommen.
Was folgt als nächstes? Völkerschlacht bei Leipzig jetzt auch mit Markenzeichen Bewegungskita? Schlacht bei Tannenberg jetzt auch Mitglied im Kinderturnclub? Schlacht bei Waterloo tanzt jetzt den Turntigertanz? Ach, aber dieses Beispiel verballhornten ja schon ganz andere. Wie dem auch sei, ich melde mich jetzt erst mal bei “Well + Fit – eine Woche für Frauen” an. Vielleicht sind auch einige “Hochaltrige” dabei, diejenigen also, die man früher einmal die “Generation 50plus” nannte. Danach belege ich noch schnell den Kurs “Fit im Kopf und überhaupt”, bevor ich dann am Jahn-Gedenklauf teilnehme und zu guter Letzt einen Kranz am Grabe des Turnvaters in Freyburg niederlege. Turner, auf zum Streite!
Freitag, 27. Juli 2007
Lebende Leichname ähnlich den Vampiren
Schön ist ja, dass sich Ende der sechziger Jahre in der Übersetzung von Fanons ‘Die Verdammten dieser Erde’ noch eine Fußnote zur Erläuterung des Wortes “Zombies” findet…
Freitag, 8. Juni 2007
Ironie des Schicksals...
...wenn British Airways dem G8-entnervten deutschen Nordamerika-Reisenden ausgerechnet Gleneagles-Trinkwasser serviert?
Donnerstag, 24. Mai 2007
Heiter bis wolkig...
In Hoch und Tief steckt Unwetterpotential!
Samstag, 19. Mai 2007
Ach nee, wat is nur...
We are all lights of the world and we all need to continuously inspire others and look to the higher power. You are all in my prayers. Godspeed. Love, Britney
Freitag, 18. Mai 2007
diskursives gewimmel
Ist der Jürgen Link von der Front Deutscher Äpfel eigentlich dergleiche wie der?:
ich lasse den fortschritt sich nach oben bewegen wie eine rakete, auch wohl wie ein auftauchendes u-boot. unterhalb der horizontale befindet sich die finsternis des untergrunds, des unterwassers, des urwalds und dschungels, aber ggf. auch des mittelalters und der steinzeit. wie man sieht, ist unser system wirklich am meisten einem u-boot oder einer raumstation ähnlich; deshalb durfte, wie ich meine, der ausfahrbare schnorchel, d.h. die röhre (pipe-line) oben nicht fehlen, die die verbindung zum exponierten glied unseres systems (auch exclave mit korridor genannt) sicherstellt. (...) das umgekehrte pendant des korridors ist der subversive stollen, der von außen in unser system hineingegraben werden kann (er sieht nicht zufällig wie eine schlange aus). so kann die flut einsickern, der krebs sich mitten in uns hineinfressen. (....) im äußersten fall könnte der innere korridor, der spalt, durch das gesamte system reichen und es spalten (...) in der mitte unseres systems sitzt unser herz (weshalb alle außen vor befindlichen per se herzlos sein werden), auch unser motor oder unser energieaggregat. (...) in der mitte seines panzers sitzt das subjekt.” (1984:13)
Donnerstag, 3. Mai 2007
Mondänitäten
Liebe “mondäne Partycrowd”,
wenn ihr im “Reich und Schön” das nächtens wieder mal so richtig zu “Preisen wie in den 70ern” abfeiern geht, fällt es euch da nicht auf, dass die Mittelstands-Attribute “reich” und “schön” nicht mit dem Zweitslogan “billich und will ich” zusammenpassen? Nun gut, die Party mit dem “Best of “70s, dem Pop der 80er, Old School sowie aktuellen Dancefloor Hits” ist vielleicht ganz geil, und immerhin muss man dank der “Türpolitik” nur Leute mit gefälligem “Gesamterscheinungsbild” ertragen, gut gut. Aber bitte, Resident Star DJ Reeno klingt für mich doch eher nach Schuhladen denn nach sophisticated. Womit wir wieder beim Eingangsproblem wären…also, was ich eigentlich sagen wollte: Paris Hilton wird man hier wohl niemals antreffen. Nur das hinterher keiner enttäuscht ist…
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