Oft wird in der sogenannten Blogosphäre über die Geschichtslosigkeit derselben geklagt. Und es stimmt ja: Wo sind sie denn, die Postings, die einer technikaffinen, aber chronisch unter kurzen Aufmerksamkeitsspannen leidenden Generation Internet die Möglichkeit geben, aus der Geschichte Inspiration, Lehre und Werte zu ziehen? In einer Zeit, wo die staatlichen Erziehungsanstalten ganz offenbar ihrem Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen wollen oder können und Jugendliche sich hauptsächlich mit Mord und Totschlag befassen, ohne dabei Zugriff auf den außerordentlichen Kenntnisschatz zu haben, den gerade die deutsche Geschichte zu diesem Thema bereithält, tut es not, abseits der Hektik der Tagespolitik den Blick auf diejenigen Ereignisse zu lenken, die den Weg einer Nation bestimmt haben und bis heute bestimmen. antimateur.org fühlt sich diesem Konzept, das sich ohne Angst vor Denkverboten zum urdeutschen Begriff der Bildung (der heute leider allzuoft mit “Ausbildung” gleichgesetzt wird) bekennt, seit jeher verbunden und wird daher in unregelmäßiger Folge an Ereignisse erinnern, aus denen wir im emphatischen Sinne lernen können – und lernen sollten.
Das erste dieser Ereignisse trug sich vor genau 196 Jahren zu und bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
Nicht nur der "Lindenau" in deinem Beitrag macht ihn interessant. Kluger Gedanke.
Oho, ein Lob von einem gleich mehrfachen Meister mit einer im Vergleich mit dem Durchschnittmenschen gleich vielfach gesteigerten Lebenserfahrung! Das muss ich erstmal in meine Durchnittsmenschenbegrifflichkeit umrechnen (ich glaube, da könnte es gewisse Übetragungsprobleme geben), aber trotzdem danke.