...wurden heute zweimal von der Polizei kontrolliert. Mein Fahrrad ist ein sensibles Teilchen und verlor vor Schreck die Fassung Kette. Dabei zeichneten sich die Herren Polizisten nur durch schlechte Zähne und nicht durch übertriebene Gründlichkeit aus, aber schon der Verdacht, dass sie irgendwelche Mängel an ihm gesehen, wenn auch nicht geahndet haben könnten, muss Fahrradi den Rest gegeben haben. Warum ich das hier melde? Weil mir die regionale Distribution der Polizisten gefallen hat. In der Leipziger Straße waren es drei: Einer zum Rauswinken, zwei zum Kontrollieren. Im sozialen Brennpunkt Schöneberg-Nord hingegen brauchte es dreizehn: Einen zum Rauswinken, zwei zum Kontrollieren, einen als zusätzlichen bad cop (“Nanana, das sieht ja übel aus”, und mein wie gesagt sensibles Fahrrad wechselte von schmutziggrün zu schmutzigrot), vier zum Rumstehen, weitere vier zum auf der anderen Straßenseite Rumstehen, und einen höherrangigen Beleibten einige Meter weiter zum auf dem Zebrastreifen Herumlungern. Wahrscheinlich war das der Endgegner, der den Ausreißern den Rettungsschuß verpasst, aber ich will darüber genausowenig spekulieren wie über die möglicherweise auf den Dächern des Tagesspiegel-Gebäudes postierten Scharfschützen (”Nur auf die Reifen, Jungs, nur auf die Reifen, sonst haben wir hier ruckizucki ein zweites Watts!”).
Gebt dem Mann eine eigene Kolumne!
Och, was soll denn da drinstehen? Von einem solchen vereinzelten Eingreifen der Staatsmacht abgesehen, ist ja hier nicht viel los, sozialer Brennpunkt hin oder her. Aber trotzdem danke.
die haben bestimmt diesen jogger-mörder von spandau gesucht. gut, daß du keinen weißen anzug trugst.
Ja, das würde einiges erklären. "Licht funktioniert? Jogger-Mörder von Spandau sindse nicht? Katzenaugen machense noch neue ran? Na, dann fahrnse mal weiter."