Vermutlich jeder Blogbetreibende hat sich schon einmal Gedanken machen müssen, wie Spam in Artikelkommentaren zu verhindern ist. So auch hier. Denn selbst in dieses notorisch unterbesuchte Blog verirren sich die unaufgeforderten Nachrichten der Spammer. Und egal wie höflich diese Einladungen zur einseitigen Geschäftsbeziehung auch wirken, willkommener werden sie in der Masse dadurch nicht.
“Was tun?”, spricht Zeus, stellvertretend für all die anderen Blogger. Das Mittel der Wahl zur Spamabwehr nennt sich CAPTCHA, was soviel bedeutet wie “Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart”. Meist handelt es sich dabei um eine Grafik mit für Computer hoffentlich nicht erkennbaren Zeichen, die vom Menschen in ein Textfeld getippt werden müssen und zusammen mit beispielsweise dem Blogkommentar abgeschickt werden. Stimmen die Zeichen aus der Grafik mit den eingegebenen überein, dann hat man es wohl mit einem Menschen zu tun. Wenn nicht, dann eher mit einer Spammaschine. Wie bei allen Verfahren gibt es hier die Fehleranfälligkeit gratis mitgeliefert.
Die Umsetzung kann verschiedenartig erfolgen. Ziel ist es immer, die Fehleranfälligkeit niedrig zu halten. Manche setzen auf das vermeintlich überlegene Geschichtswissen von Menschen gegenüber Computern:

Andere verbinden das Notwendige mit dem Nützlichen. Bei reCAPTCHA werden dem Nutzer immer zwei Zeichenfolgen präsentiert. Eine dient dazu, die Unterscheidung zwischen Mensch und Computer zu treffen, die andere zur Digitalisierung von Büchern und Zeitungen. Wie das genau von statten geht, kann die interessierte Leserschaft auf der Website von reCAPTCHA nachlesen.
Und nun zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte: reCAPTCHA wird seit heute in diesem Blog für die Leserkommentare verwendet.
Ich bin ein Mensch freu
Das ist natürlich der Hauptanwendungsfall des Verfahrens: Zweifelnde vergewissern sich ihres Menschseins.
(Bedenke jedoch die Fehleranfälligkeit!)
sehr schön. sitze gerade wieder an Lektion 1 – wehre mich aber nicht dagegen. "hühnersuppe für die Seele" und das dem Vegetarier.
Umgekehrt gibts das wohl auch, habe ich mal irgendwo gelesen: Spamversender arbeitet mit – sagen wir – Pornoseite zusammen, Pornoseitenbenutzer müssen CAPTCHA eingeben, das dann quasi genknackt ist und dem Versand von Viagrawerbung nicht mehr im Weg steht. Merkwürdige Welt.
Zur Erläuterung: Das CAPTCHA stammt von dort, wo der Spam platziert werden soll, und wird quasi auf die Pornoseite durchgeschleift. Somit wird auf der Pornoseite das CAPTCHA vom Spamziel eingegeben. Ohne Frage merkwürdig, aber durchaus auch recht pfiffig.
Träumen Spam-Bots von elektrischen Lesebrillen?
Der gemeine Spam-Bot dient in ebenso rastloser wie unterwürfiger Manier mit seiner einfachen Tätigkeit den höheren Zielen des Spammers, Ziele die ein Spam-Bot nie verstehen können wird. Für Träume bleibt da keine Zeit.
Ach, jetzt verstehe ich: Ein Licht geht auf
Jetzt auch als Computerspiel:
http://www.e4.com/game/captcha-invaders/play.e4
Leider eher langweilig.
Nicht langweilig, sauschwer. Bin bisher immer im zweiten Level gescheitert. Hab’s aber auch nur einmal probiert.
Erinnert mich an Übungen zum Zehn-Finger-Blind-Schreiben (oder wie immer das heißt). Auch im 2. Level gescheitert.
There are times where people as the blogger will get something bad in your posts for example comments about essays help.
Okay, die Dinger funktionieren offenbar nicht mehr. Gibt’s irgendwas Komplizierteres?
die maschinen haben’s mittlerweile besser drauf als die menschen. recaptcha lässt sich auch nicht im schwierigkeitsgrad justieren. außerdem hätte ich angst, dass durch ein schwierigeres captcha die vielzahl der kommentare, die dieses blog bereichern und mit leben erfüllen, auf ein minimum zurückgehen. und als letzte anmerkung sei noch gesagt, dass trotz allem immer noch spammer am captcha und anderen schutzmaßnahmen scheitern. aktuell liegen über 50000 datensätze in der protokolltabelle, die ich von zeit zu zeit mal lösche.