
Ukrainischer Futschi
Richtig verpackt und in Szene gesetzt wie hier besitzt ein Futschi ohne Zweifel etwas Erhabenes. Wie? Futschi? Ja! Sie haben richtig gelesen. Um nichts anderes handelt es sich bei dem hier abgebildeten Getränk. Auch in der Ukraine weiß man diese Westberliner Spezialität wohl zu schätzen. Oder umgekehrt. Wer hier von wem abgeguckt hat, vermag ich nicht zu sagen.
Nähern wir uns dem Inhalt langsam über das Etikett: Die zwei Farben des Schriftzugs – gold und schwarz – korrespondieren aufs Einfachste und gerade deshalb Eleganteste mit den zwei Hauptkomponenten dieses Getränks: Goldkrone (nicht die oder etwa die, sondern beispielsweise die) und Kola. Der optische Eindruck vermittelt eine vollständige Vermischung von beidem, so dass ein Schütteln oder besser: vorsichtiges Umstülpen nicht erforderlich zu sein scheint. Also auch hier wieder volle Punktzahl.
Lernen wir nun die Schattenseiten dieses Getränks kennen. Und dabei kommt man nicht umhin, vom Geschmack zu sprechen. Man stelle sich eine Kola vor, die durch einige Pakete Traubenzucker in Sachen Süße und Grundgeschmack aufgewertet wurde. Von den 8% Alkohol schmeckt man jedenfalls nix. Meiner Meinung nach gehört dieser Futschi dadurch in eine Liga mit den gefährlichen Alkopops und disqualifiziert sich somit als Partygetränk für Jugendliche ab 16. Für den reifen Trinker mit Tendenz zur Unterzuckerung bildet er aber dann und wann eine durchaus willkommene Abwechslung.