ARD-Brennpunkt: An welcher Journalistenschule lernt man eigentlich, dass eine irgendwie verzerrt, aus einem “unkonventionellen” Winkel aufgenommene Ansichts des jeweiligen Parteislogans (“Verantwortung für Deutschland”) eine ungemein dufte Sache wäre? Nichts gegen eine Kritik der Phrasenhaftigkeit des Politbetriebs, aber gerade eine Sendung, die 15 Minuten lang nichts als Phrasen liefert, sollte sich bei der Bebilderung ihrer Platitüden doch mit allem Godardhaftem zurückhalten. Ikonographisch neu waren mir hingegen die allesamt kahlgeschorenen, äußerst finster dreinblickenden Bodyguards, die Steinmeier flankierten und mal von links, mal von rechts durchs Bild liefen. Oder war das der Seeheimer Kreis?
Auch hier greift die Psychoanalyse: Der ödipale Konflikt zum einstigen Übervater bewirkt eine Distanzierung von den Insignien seiner Herrschaft: Vollbart und Mecki.
Oder so.