Die drei Perkussionisten-Lurche, hässlich wie die Nacht, in der ich sie traf, waren alle drei schonmal in Kuba gewesen, und jeder war bestrebt, die beiden anderen in Sachen ekelhafte Gemeinplätze alt aussehen zu lassen. Es war gar nicht mal so sehr die äußerste Abgelutschtheit der ausgespuckten Phrasen, die mir die Currywurst im Halse stecken bleiben ließ, sondern eher die mitausgespuckte Gewissheit, ein ziemlich witziger und ziemlich welterfahrener Zeitgenosse zu sein. Eine Überlegung allerdings ließ mich dann doch aufhorchen: Alle drei wollten sie gerne in Kuba ansässig werden, und der jüngste, der auch schon mal in Toronto, Kanada, gewesen war und sich ansonsten eines servilen Schweigens befleißigte, sagte ungefähr folgendes: “Naja, wenn der alte Fidel erstmal abgekratzt ist, werden sich da im Tourismussektor doch einige Chancen auftun. Gerade uns Deutsche nehmen die doch mit Handkuss – bei unseren Erfahrungen mit Umwälzungen.” Genau Alter, dachte ich und war auf einmal ganz beglückt ob dieser Kollektivqualifikation und ob der Aussicht, diese drei elenden Dummschwätzer demnächst nach weit weit weg gebraindraint zu sehen.