Gut, Deutschland ist nicht Russland, und heftiger Regen in Teilen des Südens des Landkreises Osnabrück ist nicht vergleichbar mit abgebrannten Dörfern und radioaktiv verseuchten Wäldern usw. Trotzdem: Das ist die langweiligste Naturkatastrophen-Fotostrecke, die ich überhaupt je gesehen habe. Ein Jammer, dass man die fünf im Treibsand jämmerlich krepierten Feuerwehrleute aus medienhistorischen Gründen (s.u.) nicht bringen konnte, denn so blieb nur der Kollege, der im Untergeschoss eines Hotels ein Bett auf Funktionsfähigkeit überprüft. Faszinierend aber: Die Tatsache, dass die Wasseroberfläche völlig glatt ist, zeigt seine Arbeitsgeschwindigkeit an. Ich sehe die Schlagzeile in einer Woche schon vor mir:
Tief Cathleen: Aufräumarbeiten dauern an!
Donnerstag, 26. August 2010
Treibsand
Ganz wunderbarer Artikel. Zunächst denkt man: “Ach, diese amerikanischen Nerds mit ihren lustigen kleinen Ideen”, dann kommt eine kulturwissenschaftliche Beweisführung, die sich gewaschen hat.
Geschrieben von ja_be
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12:32
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Montag, 16. August 2010
Das Wochenblatt vom 14.08.
Die Lokalpresse des Landkreis Harburg ist vollgestopft mit Dingen, von denen jedes einzelne Ding als hinreichender Grund fürs Zeitunglesen ausreicht. Der vorige Beitrag hat diese These aufgestellt, dieser Beitrag bestätigt sie. Dazu ist es erst einmal notwendig, das Online-Archiv der Kreiszeitung Wochenblatt aufzurufen: http://kreiszeitung-wochenblatt.de/index.php?id=14. Dort wähle man unter “Erscheinungstag Samstag” vom Wochenblatt für Nordheide und Elbe & Geest die Ausgabe vom 14.08.2010. Nach Initialisierung der PDF-Datei springe man direkt zur Seite 12, wo die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum des TSV Auetal beworben werden. Bei eben diesen Feierlichkeiten sorgt “DJ Ötzi Double” für Stimmung. Nähere Infos zu ihm gibt es unter http://www.oetzi-double. Verwechslungsgefahr besteht mit einer in derselben Branche arbeitenden Person, die unter folgender Adresse im Internet zu erreichen ist: http://www.dj-oetzi-double.de/. Letzterer DJ hat die besseren Referenzen. Vielleicht sind beide aber auch dieselbe Person. Schließlich doublen beide dasselbe Original und sehen sich somit auch gegenseitig so täuschend ähnlich, dass sie auch miteinander identisch sein könnten. Das lässt sich nicht abschließend klären, so dass ich noch auf mein Highlight dieser Ausgabe verweisen möchte: Die Todesanzeige von Frau Schmidt auf Seite 38.
Mittwoch, 4. August 2010
Zynischer Lokalblättchenredakteur (m/w)
“Bei der Proklamation der neuen Könige am vergangenen Samstag konnte man schon erahnen, wie viel Spaß die Ashausener Schützen noch haben werden”
Samstag, 17. Juli 2010
Fußball statt Fußball
Neben Testspielen und Transfergerüchten eine weitere Möglichkeit zur Überbrückung der fußballfreien Zeit zwischen Weltmeisterschaft und Bundesligastart: Aus der Reihe “das ARD radiofeature” die Folge 5, Außer Kontrolle. Doping im Fußball.
Montag, 12. Juli 2010
Vier Tage Stettin, Letzter Teil: Hafen
Dann will ich mal das sogenannte schöne Wetter nutzen, um bei geschlossenen Fenstern und zugezogenen Vorhängen mit dem vierten Teil meine, ähm, Reisereportage “Vier Tage Stettin” abzuschließen, Der Kurzurlaub liegt zwar schon fast drei Monate zurück, aber was gibt es Schöneres, als sich der zwang- und krankhaften Sekundenaktualität des Internets zu verweigern? Irgendwann werde ich sicher auch noch meinen Bericht zur Landesgartenschau 2006 in Winsen/Luhe schreiben und veröffentlichen.
Doch nun zum Thema, dem Hafen von Stettin. Und wer in Stettin vom Hafen spricht, muss im gleichen Atemzug auch die Tierwelt erwähnen. Das hat die durchgeführte Hafenrundfahrt ganz klar gezeigt. Denn kaum hat das Schiff abgelegt und die auf einer Insel gelegene Reparaturwerft - alle benötigten Materialien müssen per Fähre angeliefert werden - an Backbord hinter sich gelassen, schon biegt man Steuerbord ins Naturschutzgebiet ein, dessen einzige Anzeichen von Zivilisation die ehemaligen Liegeplätze der deutschen U-Boote im zweiten Weltkrieg sind.
Da beginnt die Welt der Schwäne, Kormorane, Biber und Seeadler. Insbesondere die zwei Dämme der nagefreudigen Biber und die stolzen Seeadler, fünf an der Zahl, mal fliegend, mal im Baum sitzend, sorgen für mächtig gute Laune unter den wenigen Passagieren der Ausflugsbarkasse. Die Seeadler leben eigentlich weiter nördlich im Stettiner Haff, kommen aber gerne zu ihren Mahlzeiten und vermutlich auch für die Touristen hier vorbei. Nach einiger Zeit auf offener See zeichnen sich am Horizont Kräne ab, mit denen die schlesische Kohle auf die Lastkähne nach Berlin verladen wird.
Da ansonsten im Hafen industriell nicht mehr viel los ist, plant die Stadt, das Hafengebiet mit seinen kleinen Inseln anderweitig zu nutzen. “Floating Garden” heißt das Konzept, nach dem bis 2050 ein neuer Stadtteil errichtet werden soll. Da nicht nur leerstehende Hafengebäude, sondern auch hübsch gelegene Schrebergärten neuen, chiquén Hotelanlagen weichen sollen, kann an dieser Stelle nicht von Gentrifizierung geschwiegen werden. Sollte es im Gegensatz zu einer anderen Hansestadt gelingen, die Kosten im Rahmen zu halten, könnte die neue Philharmonie ein hervorzuhebendes Highlight der Stettiner Hafencity werden.
Doch nun zum Thema, dem Hafen von Stettin. Und wer in Stettin vom Hafen spricht, muss im gleichen Atemzug auch die Tierwelt erwähnen. Das hat die durchgeführte Hafenrundfahrt ganz klar gezeigt. Denn kaum hat das Schiff abgelegt und die auf einer Insel gelegene Reparaturwerft - alle benötigten Materialien müssen per Fähre angeliefert werden - an Backbord hinter sich gelassen, schon biegt man Steuerbord ins Naturschutzgebiet ein, dessen einzige Anzeichen von Zivilisation die ehemaligen Liegeplätze der deutschen U-Boote im zweiten Weltkrieg sind.
Da beginnt die Welt der Schwäne, Kormorane, Biber und Seeadler. Insbesondere die zwei Dämme der nagefreudigen Biber und die stolzen Seeadler, fünf an der Zahl, mal fliegend, mal im Baum sitzend, sorgen für mächtig gute Laune unter den wenigen Passagieren der Ausflugsbarkasse. Die Seeadler leben eigentlich weiter nördlich im Stettiner Haff, kommen aber gerne zu ihren Mahlzeiten und vermutlich auch für die Touristen hier vorbei. Nach einiger Zeit auf offener See zeichnen sich am Horizont Kräne ab, mit denen die schlesische Kohle auf die Lastkähne nach Berlin verladen wird.
Da ansonsten im Hafen industriell nicht mehr viel los ist, plant die Stadt, das Hafengebiet mit seinen kleinen Inseln anderweitig zu nutzen. “Floating Garden” heißt das Konzept, nach dem bis 2050 ein neuer Stadtteil errichtet werden soll. Da nicht nur leerstehende Hafengebäude, sondern auch hübsch gelegene Schrebergärten neuen, chiquén Hotelanlagen weichen sollen, kann an dieser Stelle nicht von Gentrifizierung geschwiegen werden. Sollte es im Gegensatz zu einer anderen Hansestadt gelingen, die Kosten im Rahmen zu halten, könnte die neue Philharmonie ein hervorzuhebendes Highlight der Stettiner Hafencity werden.
Am Kaisersteg

Am Kaisersteg
Mittwoch, 30. Juni 2010
Heute (30.6. 2010, 12.30 Uhr) habe ich in der Filiale an der Friedrichstraße über die Post gestaunt. Offensichtlich ist für sie die Zukunft keine große Unbekannte, da den Kunden mitgeteilt wurde, dass:
“Heute, 30.06.2010, ab 20 Uhr wegen technischer Probleme keine Leistungen der Postbank mehr möglich” sein werden. Nach dem Ergebnis für Samstag zu fragen, habe ich mich a) nicht getraut und b) brauchte ich das auch nicht, da Paul ja schon alles geklärt hat.
“Heute, 30.06.2010, ab 20 Uhr wegen technischer Probleme keine Leistungen der Postbank mehr möglich” sein werden. Nach dem Ergebnis für Samstag zu fragen, habe ich mich a) nicht getraut und b) brauchte ich das auch nicht, da Paul ja schon alles geklärt hat.
Sonntag, 13. Juni 2010
... for the Weltpokal
Nachdem mich der üblicherweise innig von mir geliebte ZDF-Fernsehgarten mit seiner maßlos übertriebenen Abfeierei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fertig gemacht hatte, habe ich schnell die erste Slime-LP rausgekramt und mit “Deutschland muss sterben” ein ordentliches Gegengewicht in die andere Waagschale geschmissen. Als dann alles wieder gut war, hat mir mein aktuell gewählter Internetradiosender deutschsongs.de - Ein fantastischer Name für einen Radiosender, der größten Wert auf das Deutsche in der Musik legt - ein Stück um die Ohren gehauen, welches Sie dank YouTube in voller Länge und in bester Qualität nacherleben können:
Jetzt bin ich erstmal wieder auf der Suche nach Gegengewichten, um heute Abend in der Lage zu sein, das Spiel mit Spaß zu gucken.
Jetzt bin ich erstmal wieder auf der Suche nach Gegengewichten, um heute Abend in der Lage zu sein, das Spiel mit Spaß zu gucken.
Dienstag, 1. Juni 2010
Aus der Reihe "Runde Geburtstage, die kaum einer auf dem Zettel hat"
Der Videotext wird heute 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!
Geschrieben von to_sc
um
22:03
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Tags für diesen Artikel: geburtstag
Sonntag, 30. Mai 2010
Nicht vergessen:
Gropius muss herhalten
Neulich mitgehört, während einer Zugfahrt nach Berlin: “Gropiusstadt. Schlimm, dass so was nach dem Gropius benannt wurde.”
Freitag, 21. Mai 2010
Die Jungs vom Erdkundeclub
Mittwoch, 12. Mai 2010
Vier Tage Stettin, Dritter Teil: Leibliches Wohl
Was kann man schon über die Möglichkeiten Leiblichen Wohls in Stettin schreiben, wenn das diesem Eintrag beigefügte Bild so viel mehr sagt, als die tausend Worte, die den eigenen Wortschatz bilden. Vielleicht nur soviel, dass Fett dort kein anderes Wort für schädlich ist, sondern immer noch als das fungiert, was es ist: Geschmacksträger. Und sollte es einmal davon zu viel geworden sein, lässt es sich mit dem örtlichen Wodka namens Starka, dem Whisky in Geschmack und Farbe nicht unähnlich, neutralisieren. Verschiedene Altersklassen von 10 bis 50 Jahren mit exponentiell steigendem Preisniveau bilden eine breite Angebotspalette dieses Getränks.
Ein anderes Getränk ist das ebenfalls örtliche Bier der Marke Bosman. Mein persönliches Bosman-Urteil dazu: Angenehm im Geschmack, allerdings ähnlich kohlensäurefrei wie das Bier in Neuköllner Wettcafés. Mir hat’s gefallen, muss aber jeder selbst wissen.
Wer keine Böcke auf Saure Mehlsuppe, Eisbein und gekochten Aal hat und es lieber international mag, dem empfiehlt sich ein Besuch bei McDonalds. Der Vegetarier geht ins vegetarische Restaurant. Preisbewusste werden gerne in den angeblich so zahlreichen Milchbars empfangen. Ich selbst habe nur eine geschlossene Milchbar gesehen als ich satt war.
Das Leibliche Wohl schlägt um in pure Restaurantwellness, wenn der Kellner die polnische Karte persönlich ins Verständliche übersetzt oder zwei Leute vom Tresen aufstehen und mit Klavier und Stimme Oldies verjazzen.
Eine Empfehlung zum Abschluss: Einfach mal beim Fleischer reinspazieren und auf vier beliebige, aber unterschiedliche Würste (schmecken alle) zeigen, knapp zehn Złoty auf den Tisch legen und glücklich mit viel Wurst zum Spottpreis wieder rausgehen. Nur keine Hemmungen. Du darfst!
(Seite 1 von 38, insgesamt 561 Einträge)
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